Quelle: Sozialistische Politik Jahrgang 1971


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       Dieter Klein
       

FUNKTIONEN UND GRENZEN IMPERIALISTISCHER ZUKUNFTSFORSCHUNG UND PROGNOSTIZIERUNG IM STAATSMONOPOLISTISCHEN KAPITALISMUS

In unserer Epoche des revolutionären Übergangs vom Imperialismus zum Sozialismus befindet sich das kapitalistische System unwider- ruflich in historischen Defensivpositionen. Die weitblickenderen Repräsentanten des Imperialismus sprechen zunehmend von der Zu- kunft, weil sie ihrer nicht mehr sicher sind. Der Bonner Staats- sekretär Klaus von Dohnanyi schrieb: "Über Zukunft wird jetzt auch bei uns viel geredet. Zu den magischen Formeln, mit denen wir einer unsicher gewordenen Gegenwart glauben Mut für morgen machen zu können, gehören nicht nur die politischen Modeworte "Planung" und "Prognose", sondern auch alle jene phantasievollen Sprachgebilde, gebaut aus "Zukunft"." 1) Unter dem Druck der Auseinandersetzung mit dem Sozialismus, kon- frontiert mit unbesiegbaren nationalen und sozialen Befreiungsbe- wegungen in den Entwicklungsländern, angesichts einer stark ge- wachsenen Streikbewegung in den hochentwickelten kapitalistischen Staaten, deren politische Brisanz z.B. im Mai/Juni 1968 in Frankreich offenbar wurde, und schließlich gezwungen durch die Anforderungen der wissenschaftlich-technischen Revolution an seine Regulierungsversuche sucht der Imperialismus nach Möglich- keiten, aus dieser Defensivposition herauszukommen. Angesichts der Komplexität der wissenschaftlich-technischen und sozialen Probleme der Epoche, mit denen er sich auseinanderzuset- zen hat und herausgefordert durch die aktive Rolle der marxi- stisch-leninistischen Gesellschaftsprognose für die langfristige Stärkung des Sozialismus kann sich der Imperialismus nicht mehr mit vorwiegend positivistischen und pragmatischen, planungsfeind- lichen oder gar nihilistischen Gesellschaftskonzeptionen zufrie- den geben. Daher wurde die Industriegesellschaftstheorie mit den Ergebnissen bürgerlicher Zukunftsforschung angereichert und zur Konzeption der "nachindustriellen (postindustriellen) Gesell- schaft" ausgebaut, um einzelne Prognosen in diese einzufügen. Eine marxistisch-leninistische Auseinandersetzung mit der impe- rialistischen Prognostizierung muß in diesem Zusammenhang zwei miteinander zusammenhängende Momente beachten. Sie hat erstens die Stellung, die Möglichkeiten und Grenzen ökonomischer Progno- sen im Gesamtsystem staatsmonopolistischer Maßnahmen einzuschät- zen. Aber da dabei insbesondere die Wirkung der mit dem Monopol verbundenen imperialistischen Widersprüche zu beachten ist, kann die Effektivität ökonomischer Prognosen des Imperialismus nur im Rahmen der Kritik der imperialistischen Gesellschaftsprognosen im weiteren Sinne eingeschätzt werden. Dies ist das zweite Moment, dem wir uns entsprechend seiner übergeordneten Bedeutung zuerst zuwenden wollen. Funktionen der Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" 2) ----------------------------------------------------------------- Die Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft", in den USA vor allem von Daniel Bell, Herman Kahn, Zbigniew Brzezinski und Anthony Wiener entwickelt, hat verschiedene Funktionen, die ins- gesamt die Anstrengungen des Imperialismus zur Anpassung an die neuen und zukünftigen Bedingungen der Klassenauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus widerspiegeln. Erstens hat sie die Funktion, den historisch überlebten Imperia- lismus pseudo-optimistisch als zukunftsoffen vorzustellen und da- durch ideologisch zu stabilisieren. In einer ungeheuren Flut von Einzelprognosen und futurologischer Literatur werden mögliche wissenschaftlich-technische Fortschritte als nahezu automatisch mit sozialem Fortschritt identisch dargestellt und der Spielraum des Imperialismus zur Entwicklung von Wissenschaft und Technik demagogisch als gesellschaftliche Anpassung an angeblich neue Werte interpretiert. Zweitens hat die Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" verbunden mit der imperialistischen Zukunftsforschung und insbe- sondere ihren auf wissenschaftlich-technologische Prognosen ori- entierten Institutionen die Aufgabe, Denkstil und Information in Monopolen und Staat auf die schnellstmögliche, profitable Durch- setzung heranreifender wissenschaftlich-technischer Umwälzungen, auf eine von der Prognostizierung ausgehende "Innovationsstra- tegie" einzustellen. Drittens hat die Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" im Zusammenhang mit der imperialistischen Zukunfts- und Konflikt- forschung die Aufgabe, die Aufmerksamkeit des Finanzkapital s und seiner politischen Repräsentanten durch soziale Prognosen auf mögliche soziale und politische Konflikte in der Zukunft des Im- perialismus zu lenken, um durch dieses Vorwarnpotential rechtzei- tig herrschaftssichernde staatsmonopolistische Reformen auszulö- sen. Viertens versucht die Theorie der "nachindustriellen Gesell- schaft" durch möglichst komplexe Prognosen unter Einsatz von Sy- stemanalyse und Systementwurf Zusammenhänge zwischen den mögli- chen Entwicklungen der gesellschaftlichen Teilsysteme zu zeigen und das Denken der imperialistischen Führungen auf die Realisie- rung von komplexen Gesellschaftsstrategien an Stelle von isolier- ten Teilpolitiken zu orientieren. Fünftens sind alle diese Funktionen untrennbar mit dem Kampf ge- gen den Sozialismus verbunden. Neue Wirkungsbedingungen ökonomischer Gesetze des Imperialismus --------------------------------------------------------------- Diese Stoßrichtungen reflektieren Illusionen der Imperialisten, jedoch auch gewisse Wandlungen in den Wirkungsbedingungen und in der Wirkungsweise des staatsmonopolistischen Profitmechanismus sowie der ihm zugrundeliegenden ökonomischen Gesetze. Nach wie vor ist im Konkurrenzkampf für die einzelnen Monopole die mög- lichst kurz- und mittelfristige Maximierung ihres Monopolprofits entscheidend. Aber unter dem Druck der revolutionären Hauptströ- mungen unserer Epoche und der Anforderungen der wissenschaftlich- technischen Revolution ist das Finanzkapital gezwungen, der Herr- schaftssicherung des Gesamtmonopolkapitals auf lange Sicht selbst dann zunehmend Rechnung zu tragen, wenn dies kurzfristige Profi- tinteressen einzelner Monopole zuweilen verletzt. Darin besteht eine gewisse Modifikation in der Wirkungsweise des Mehrwertgeset- zes bzw. des Gesetzes des Monopolprofits im entwickelten staats- monopolistischen Kapitalismus, in deren Ergebnis eine Kombination von kurz- und mittelfristiger Profitmaximierung der Einzelmono- pole und der langfristigen Herrschaftssicherung das Ziel des staatsmonopolistischen Kapitalismus charakterisiert. Der staatsmonopolistisch regulierte Monopolprofit ist folglich jenes Maximum des Monopolprofits, in dessen Bewegung im Ver- gleich zu früheren Phasen der kapitalistischen Entwicklung - in stärkeres Gewicht langfristiger gegenüber kurz- und mittel- fristigen Interessen des Finanzkapitals, - ein stärkeres Gewicht strategischer Entscheidungen, also ein größeres Gewicht der Politik gegenüber der Ökonomie unter dem Druck der revolutionären Hauptkräfte unserer Epoche und - ein größeres Gewicht der durch den Staat vertretenen Schichtin- teressen des Gesamtfinanzkapitals im Verhältnis zu den Einzelin- teressen der Monopole eingeht. In diesen Richtungen versucht sich der Imperialismus den für ihn ungünstiger und komplizierter. gewordenen Bedingungen der Klas- senauseinandersetzung mit dem Sozialismus in unserer Epoche anzu- passen. Da aber der Inhalt dieser Anpassung und ihr Ziel die Er- haltung des Imperialismus ist, löst diese Anpassung keinen einzi- gen der grundlegenden Widersprüche des Imperialismus, sondern er- möglicht bestenfalls deren weitere Entfaltung in neuen Bewegungs- formen. Denn da alle diese Anpassungsversuche auf die Herr- schaftssicherung des Gesamtfinanzkapitals und der Grundlagen da- für in Gestalt des Eigentums der Monopole und ihrer Macht zielen, wird die Basis der monopolistischen Konkurrenz um die Durchset- zung der partiellen Interessen der Einzelmonopole immer wieder reproduziert. Diese Einzelinteressen widersprechen aber nicht nur den gesellschaftlichen Interessen der Werktätigen, sondern häufig sogar den langfristigen Interessen des Gesamtfinanzkapitals. Der Bonner Staatssekretär Klaus von Dohnanyi klagte daher: "Wer den politischen Entscheidungsprozeß in der Bundesrepublik kennt, muß zugeben, daß bei der großen Mehrzahl unserer Entscheidungen die so viel Geschworene Zukunft am Ende eine recht geringe Rolle spielt... Planlose Erhaltungssubventionen beschränken lange genug in gefährlicher Weise die Möglichkeit langfristiger Investitionen für die Zukunft der Nation. Die Zukunft hat eben keine Lobby." 3) Die Durchsetzung eines gesamtmonopolistischen strategischen In- teresses und die Überführung entsprechender Prognosen in die Re- alisierung muß daher im Imperialismus z.T. gegen eigentumsbe- dingte Interessen der Einzel kapitale und gegen deren Widerstände angestrebt werden. Auch der ohnehin verwaltungsmäßig-bürokrati- sche Arbeitsstil der imperialistischen Staatsapparate ist bisher insbesondere in der Ministerialbürokratie eher auf das Zusammen- spiel mit einzelnen Unternehmerverbänden und Monopolgruppen als auf eine gesamtstaatliche Strategie eingestellt. Die dadurch be- dingten Reibungsverluste werden Tempoverluste des Imperialismus und Abstriche in der Durchsetzung stärker strategisch orientier- ter Gesellschaftsprognosen und Konzeptionen mit sich bringen. Die Stärke des sozialistischen Gesellschaftssystems besteht dage- gen u.a. darin, daß es auf der Grundlage des gesellschaftlichen Eigentums an den Produktionsmitteln und der dadurch bedingten prinzipiellen und in einem ständigen Realisierungsprozeß befind- lichen Übereinstimmung gesellschaftlicher und individueller In- teressen die staatliche Organisiertheit für die volle Durchset- zung der sozialistischen Gesellschaftsstrategie und großer kom- plexer Systemlösungen auszunutzen vermag. Gleichwohl wäre es falsch zu ignorieren, daß veränderte Wirkungs- bedingungen des Gesetzes der Konzentration des Kapitals dem Impe- rialismus einen gewissen Bewegungsspielraum für stärkere progno- stische Tätigkeit geben, daß ein immer größerer Teil finanzkapi- talistischer Macht in Gestalt des staatlichen ökonomisch-politi- schen Potentials konzentriert wird, daß die Monopolisierung der Wissenschaft immer größere Bedeutung erhält und in starkem Maße über die staatliche Finanzierung und Forschungspolitik erfolgt, daß die Zentralisierung von Information als Herrschaftswissen bei der staatlichen Exekutive des Finanzkapitals rasch an Gewicht ge- winnt und daß Monopolstellungen in Zukunfts- und Systemforschung einen ganz neuartigen Stellenwert bekommen. Das Gesetz der Kon- zentration des Kapitals wirkt also unter Bedingungen, die die Möglichkeiten für Prognosetätigkeit und für strategische Ent- scheidungen des Finanzkapitals in bestimmtem Maße objektiv aus- weiten. Veränderungen in Wirkungsbedingungen und Wirkungsweise ökonomi- scher Gesetze des Imperialismus zu negieren bedeutet, die politi- sche, ideologische und praktische Wirksamkeit imperialistischer Prognostizierung auf der Basis der Konzeption der "postindu- striellen Gesellschaft" zu unterschätzen und folglich ungenügend bei der Ausarbeitung der antiimperialistischen Strategie der revolutionären Kräfte in Rechnung zu setzen. Zugleich ist nur vom Standpunkt der künftigen Wirkungsbedingungen der kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten gesellschaftlicher Ent- wicklung eine prinzipielle Kritik der Theorien von der "postindustriellen Gesellschaft" möglich, die die Grenzen des Im- perialismus erfaßt und damit bürgerliche und revisionistische Auffassungen über das angebliche Verschwinden dieser Grenzen zer- schlägt. Falscher methodologischer Ausgangspunkt und innere Widersprüche --------------------------------------------------------------- der Konzeption der 'postindustriellen Gesellschaft' --------------------------------------------------- Der falsche methodologische Ausgangspunkt der Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" besteht gerade darin, daß die Determiniertheit der künftigen sozialen Entwicklung des Spätkapi- talismus durch die ökonomischen Gesetze des Kapitalismus geleug- net wird. Als angebliches Kriterium für die Beurteilung des ge- sellschaftlichen Entwicklungsstandes wird der Grad des wissen- schaftlich-technischen Niveaus verwendet - verabsolutiert durch Ignoranz oder nur organisatorisch-technische Ausdeutung der Rolle der jeweiligen Produktionsverhältnisse in einer Produktionsweise. Bereits der Begriff der "nachindustriellen Gesellschaft" reflek- tiert dies, da er von einer Produktivitätsstufe abgeleitet wird, die in den USA zur Voraussetzung dafür wurde, daß die Zahl der außerhalb der Industrie Tätigen zum ersten Mal die der in der In- dustrie Beschäftigten übertrifft. Damit seien die USA als erstes Land in die Phase der "nachindustriellen Entwicklung" eingetre- ten. Entscheidende Erscheinungsform des wissenschaftlich-technischen Niveaus sei das Bruttosozialprodukt pro Kopf. Nach dem Pro-Kopf- Einkommen seien dementsprechend als Stufen gesellschaftlicher Entwicklung die vorindustrielle Entwicklungsphase, die Phase der teilweisen Industrialisierung, die voll industrialisierte Gesell- schaft, die Massenkonsumgesellschaft, die früh nachindustrielle Gesellschaft und die deutlich nachindustrielle Gesellschaft zu unterscheiden. 4) Letztere sei durch ein Pro-Kopf-Einkommen zwi- schen 4 500 und 20 000 Dollar im Jahr charakterisiert. Nach die- ser Betrachtungsweise würden sich z.B. ohne revolutionäre Umwäl- zungen in den imperialistischen Staaten Großbritannien und die Sowjetunion, Israel und die DDR um 2 000 in ein und derselben Entwicklungsphase früh nachindustrieller Entwicklung befinden, damit vor ähnliche Probleme gestellt sein und sich in der Rich- tung einer einheitlichen "Standardwelt" der Zukunft bewegen. 5) Der methodologische Ausgangspunkt der Theorien von der "postindustriellen Gesellschaft" erlaubt also Schlußfolgerungen in der Richtung der Konvergenzkonzeption. Da sich aber in Wahrheit die beiden Systeme ökonomischen und an- deren gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten entsprechend bewegen und diese auf völlig entgegengesetzten Eigentumsverhältnissen ba- sieren, entwickeln sich Sozialismus und Kapitalismus in Wirklich- keit in unterschiedlicher Richtung. Es ist daher ganz logisch, daß zwischen dem dargestellten methodologischen Ausgangspunkt der Industriegesellschaftskonzeptionen und den inhaltlichen Aussagen derjenigen Vertreter der postindustriellen Gesellschaft, die wie Herman Kahn, Anthony Wiener und Zbigniew Brzezinski in der ersten Reihe der Strategieberater imperialistischer Führungskreise ste- hen, ein innerer Widerspruch klafft. Denn wenn sie auch einer- seits ohne wissenschaftliche Berechtigung die Überbewertung der wissenschaftlich-technischen Entwicklung mit der Erwartung einer von bürgerlichen, leistungsorientierten Eliten geführten Stan- dardwelt der Zukunft verbinden 6), so wird doch in den "kanonischen Variationen" dieser Standardwelt deutlich 7), daß sie in Wahrheit von der Klassenauseinandersetzung der divergie- renden Gesellschaftssysteme bestimmt, also eben keine "Standard- welt" sein wird. Wiener und Kahn spekulieren z.B. auf eine mögliche Zersetzung der kommunistischen Bewegung ohne Anwendung von Waffengewalt, entwerfen aber auch eine "Welt der Unruhe und der Gewalt" "mit einer Zersetzung der kommunistischen Bewegung" 8). Und ein Teil der imperialistischen "Konfliktforschung" zielt aktiv gerade auf eine solche Zersetzung durch Erosion oder Gewalt. Denn da, wo die in das imperialistische System integrier- ten Theoretiker der "postindustriellen Gesellschaft" und die staatsmonopolistischen Zentralen der Zukunftsforschung in die praktische Politik Entscheidungsgrundlagen einbringen, gehen sie keineswegs von einer automatisch bürgerlichen Standardwelt der Zukunft aus, sondern von den Positionen des Klassenkampfes gegen den Sozialismus mit oder ohne Waffengewalt. Hier wird bereits deutlich, daß die Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" eine untaugliche Grundlage auch der ökonomischen Prognosetätig- keit im Imperialismus ist. Natürlich können die Prognosen großer Konzerne und imperialisti- scher Staaten die Grundlinien der wissenschaftlich-technischen Revolution richtig erfassen und daher durch die von der Progno- stizierung ausgehende Prioritätensetzung in der Wissenschaftspo- litik, durch die ökonomische Stimulierung von notwendigen Struk- tur- und Infrastrukturwandlungen, durch die staatliche Honorie- rung programmkonformen Verhaltens der Monopole mit Subventionen und Krediten usw. die wissenschaftlich-technische Revolution in bestimmten Richtungen vorantreiben. Aber das gesamtvolkswirt- schaftliche Wachstum des Imperialismus wird durch die eigentums- bedingte Einengung der Persönlichkeitsentfaltung der Arbeiter- klasse, durch die monopolistische Konkurrenz, durch die dem Impe- rialismus immanente Aggressivität und die damit verbundene Umkeh- rung der Produktivkräfte in Destruktivkräfte, durch das Desinter- esse der Monopole an der Entwicklung nichtprofitabler Infrastruk- turbereiche, durch die zyklische Entwicklung und andere Krisener- scheinungen z.B. im Währungsbereich, durch Arbeitslosigkeit usw. gehemmt oder in seiner Richtung verzerrt. Die in den imperiali- stischen Eigentums- und Produktionsverhältnissen wurzelnden tief- sten Ursachen dieser Hemmungen werden jedoch trotz des Anspruchs der bürgerlichen Zukunftsforschung, ein konflikterforschendes Vorwarnpotential zu präsentieren, aus den prognostischen Untersu- chungen weitgehend ausgeklammert. Die Schwäche der Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" ist eine mehrfache: 1. Sie kann nicht die objektiven ökonomischen Gesetze des Impe- rialismus und ihre Wirkungsrichtung aufdecken. Denn dies hieße die Ausbeutung anprangern und die historische Tendenz der Akkumu- lation aufzudecken, die mit der Mission der Arbeiterklasse ver- bunden ist, den Kapitalismus zu beseitigen. 2. Sie kann nicht ungehemmt die Analyse der Widersprüche des Spätkapitalismus vorantreiben, um ihre Lösung herbeizuführen, weil dies ihren antagonistischen Charakter und die Perspek-tivlo- sigkeit des Imperialismus aufdecken würde. 3. Sie kann nicht die Frage nach der Rolle der Klassen bei der Gestaltung der künftigen Gesellschaft aufwerfen, da sie zwar dem Klassenkampf des Kapitals gegen die Arbeiterklasse dient, diese aber in das System integrieren statt ihre revolutionäre Rolle aufdecken soll. Gerade jenen entscheidenden Kriterien wissenschaftlicher Gesell- schaftsprognose, denen die marxistisch-leninistische Theorie vollständig entspricht, kann die bürgerliche Zukunftsforschung und Prognostizierung nicht standhalten. Ausgangspositionen marxistisch-leninistischer --------------------------------------------- Gesellschaftsprognose --------------------- Die marxistisch-leninistische Gesellschaftsprognose leistet dage- gen einen entscheidenden Beitrag zu einer Theorie des entwickel- ten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus und seiner Tenden- zen zum Kommunismus, die auf der vollen Erkenntnis der objektiv wirkenden Gesetzmäßigkeiten des Sozialismus basiert und von der geschichtsgestaltenden Kraft der Arbeiterklasse und der mit ihr verbündeten übrigen Werktätigen ausgeht. Als Kernstück dieser Theorie zeichnet sich die glasklare Formulierung und wissen- schaftliche Durchdringung der dem Sozialismus wesenseigenen Sy- stemvorzüge gegenüber dem Imperialismus ab. Dies bietet die Basis einer Gesellschaftsstrategie, die den Imperialismus mit Waffen schlägt, die er nicht führen kann: durch die Freisetzung millio- nenfacher Initiative im Prozeß sozialistischer Demokratie und der damit verbundenen Entwicklung der sozialistischen Leitung sowie der Organisiertheit des sozialistischen Staates, durch die Ein- sicht von Millionen in die entscheidenden gesellschaftlichen Zu- sammenhänge als gesellschaftliche Triebkraft, durch das schöpfe- rische Verhalten von Millionen, durch die Beherrschung großer, mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung organisch verbunde- ner Systeme, durch die Einheit von zentraler Planung und Eigen- verantwortung der sozialistischen Warenproduzenten, durch die Leitung großer ökonomischer und gesellschaftlicher Systeme in ih- rer wechselseitigen Durchdringung, durch die organische Verbin- dung von Produktion und sozialistischen Lebensbedingungen im Ter- ritorium, durch die sozialistische Integration usf. Charakteristisch für die Vorbereitung des VIII. Parteitages der SED in der von der Presse der DDR vermittelten öffentlichen Volksdiskussion sind unter anderem z.B. Fragen danach, wie die Einsicht in die gesellschaftlich notwendigen Aufgaben durch den Informationsfluß weiter so verbessert werden kann, daß dies dem Einzelnen möglich macht, als sozialistischer Eigentümer echte Verantwortung wahrzunehmen, welche Möglichkeiten und Verantwor- tung Produktionsbrigaden zur Beeinflussung von Inhalt und Formen künstlerischer Entwicklung haben, wie die Entwicklung sozialisti- scher Arbeits- und Lebensbedingungen komplexer und organischer miteinander verbunden werden kann und welche Verantwortung dafür die verschiedenen Leitungsebenen haben. Es wird diskutiert, wel- che Schritte im Bildungswesen bei der Vermittlung der den bürger- lichen Bildungsinhalten - vor allem im Bereich der Gesellschafts- wissenschaften - qualitativ prinzipiell überlegenen sozialisti- schen Bildungsinhalte noch zu tun sind, um Tendenzen einer forma- len Bewertung der Schülerpersönlichkeiten nach dem Zensurendurch- schnitt noch stärker durch die Förderung ihres schöpferischen, originellen und im eindeutigen Interesse der Festigung des Sozia- lismus konstruktiv-kritischen Denkens zurückzudrängen. Es geht auf allen Gebieten des Lebens um eine höhere Qualität der sozia- listischen Leitung mit dem Anliegen, durch die richtige Vermitt- lung der Probleme und durch die Einbeziehung der Werktätigen in die Entscheidungsfindung den entscheidenden Vorzug des Sozialis- mus noch effektiver zur Wirkung zu bringen: das schöpferische Verhalten der Millionen bei der Ausübung ihrer eigenen Staats- macht, in der Arbeit und in der Freizeit. Gerade dafür ist die Stärkung der sozialistischen Staatsmacht und die Rolle der zen- tralen Leitungsentscheidungen grundlegende Bedingung, statt, wie nicht selten in höchst primitiven Vorstellungen zu vernehmen, einen Gegenpol zur sozialistischen Demokratie zu bilden. Das erste und letzte Wort kapitalistischer Rationalität ist Pro- fit und Herrschaft. Das erste und letzte Wort sozialistischer Ra- tionalität ist zunehmend die Entfaltung des schöpferischen Ver- haltens sozialistischer Persönlichkeiten vor allem in der Arbei- terklasse durch die sozialistische Leitung, die einem technokra- tischen Managementstil diametral entgegengesetzt ist. In diesem Sinne geht es in den sozialistischen Ländern um Abgrenzung im Sinne konstruktiver Divergenz zum Imperialismus als praktische Widerlegung der Konvergenztheorien mit Ansprüchen des Sozialis- musansich selbst, die über das bisher Erreichte weiter hinausge- hen. So steht im Mittelpunkt der marxistisch-leninistischen Ge- sellschaftsprognose die aktive Rolle der Arbeiterklasse unter Führung ihrer Partei. Es gibt natürlich Leute, die fernab von diesem komplizierten Pro- zeß sein Fortschreiten an selbst konstruierten Idealmodellen mes- sen und meinen, daß man der marxistisch-leninistischen Partei im eigenen Lande erst dann Vertrauen schenken könne, wenn die Pro- bleme ihrer Bruderparteien perfekte Lösungen nach dem selbst er- klügelten Erwartungsmuster dieser "Theoretiker" finden. Für diese hat Bert Brecht ein passendes Gleichnis gefunden. Er erzählte von dem Buddha, der in einem brennenden Haus Menschen fand, die auf die Aufforderung herauszukommen, mit der Frage begegneten, ob es draußen auch nicht regne. Diese, meint der Buddha, müßten dann eben verbrennen. Das heißt, eine neue Gesellschaftsordnung, insbesondere eine hi- storisch noch sehr junge, wird sich immer mit komplizierten Pro- blemen konfrontiert sehen. Aber es sind die komplizierten Pro- bleme auf dem richtigen Wege des Klassenkampfes gegen den Impe- rialismus. Von der Rolle der Klassen und des Klassenkampfes geht die marxistisch-leninistische Gesellschaftsprognose auch in glo- balem Maßstab aus. Zum methodologischen Ansatz wird hier, ausge- hend von den Einschätzungen des Charakters unserer Epoche durch die Beratungen der kommunistischen und Arbeiterparteien in Mos- kau, eine Theorie der Klassenauseinandersetzung der beiden Sy- steme im Weltmaßstab werden. Sie sollte die Aufdeckung der Ge- setzmäßigkeiten der Systemauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus, die Analyse und Prognose der Bedingungen, Ebe- nen, Formen und Medien der wechselseitigen Einwirkung der Systeme aufeinander, die Erfassung der Modifikation in Wirkungsbedingun- gen und Wirkungsweise der Gesetzmäßigkeiten beider Systeme unter dem Einfluß ihrer gegenseitigen Einwirkung zum Gegenstand haben. Sie wird dadurch die Ausarbeitung offensiver Friedensstrategien des Sozialismus fördern, in deren Mittelpunkt die bewußte Ent- wicklung der dem Sozialismus wesenseigenen Systemvorzüge sowie deren Nutzung steht, um die inneren Widersprüche des Imperialis- mus durch die Konfrontation mit dem Sozialismus aufzureißen und die Einwirkung des Imperialismus auf den Sozialismus zu minimie- ren. Sie wird durch ständige analytische Arbeit dazu beitragen, Fehlprognosen der Entwicklung des Kräfteverhältnisses auszu- schließen und zwischen Wachstumserfolgen des Sozialismus, die auch der Imperialismus zu erringen vermag oder die er sogar be- reits durchgesetzt hat, und jenen eigentlich entscheidenden Schritten des Sozialismus zu unterscheiden, durch die qualitativ neue und nur dem Sozialismus verfügbare Wachstumsreserven freige- setzt werden. Eine Theorie der Klassenauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus müßte etwa folgende allgemeine Gesetzmäßigkeiten dieser Systemauseinandersetzung untersuchen: 1. Die Stabilität des jeweiligen Gesellschaftssystems in der Klassenauseinandersetzung hängt entscheidend davon ab, ob und wie es der Rationalität des historischen Fortschritts, der Unterord- nung der wissenschaftlich-technischen Entwicklung unter die Ent- faltung der menschlichen Persönlichkeiten in der Masse des Vol- kes, gerecht zu werden vermag. Da gerade in dieser Richtung das grundlegende Bewegungsgesetz des Sozialismus wirkt, während sich die Wirkung des Mehrwert- und Profitgesetzes gegen die Entfaltung der Persönlichkeit richtet, entspricht allein der Sozialismus diesem Fortschrittskriterium und ist nur er wahrhaft zukunftsof- fen. Die grundlegende historische Gesetzmäßigkeit unserer Epoche ist die Durchsetzung der sozialistischen Revolution gegen den Impe- rialismus, die die Einheit von sozialistischer und wissenschaft- lich-technischer Revolution herzustellen vermag. Bürgerliche Kritiker des Sozialismus verweisen gern auf seinen schwächeren Computerbesatz im Vergleich zum Imperialismus. Aber die Computer im Bereich des sozialistischen Staatsapparates wir- ken als Instrumente einer sich entwickelnden, komplexen sozialen Planung, die auf die wechselseitige Durchdringung der Wirtschaft, der Bildung, des Verkehrs, des Gesundheits- und Sozialwesens usw. zur Herausbildung einer harmonischen, sozialistischen Lebensweise zielt. Die Grundzüge dieser Konzeption wurden auf dem XXIV. Par- teitag der KPdSU deutlich sichtbar. Dagegen entfiel von den am 1.2.1970 im Staatsapparat der BRD installierten Computern die ab- solut größte Zahl, nämlich 62 Anlagen, auf das "Verteidigungs"- ministerium, während z.B. die Ministerien für Arbeit und Sozialordnung und für Jugend, Familie und Gesundheit zusammen über 2 Computer verfügten. Welch' treffende Widerspiegelung der Prioritäten in der Bundesrepublik, wenn es um die Stellung des Menschen in der Gesellschaft geht! 2. Der Sozialismus wird weiter in entscheidendem Maße durch die sozialistische Friedensstrategie die Überlegenheit seiner zu- tiefst humanistischen Gesellschaftsordnung über den aggressiven und damit offen menschheitsfeindlichen Imperialismus beweisen. Er wird damit den notwendig antiimperialistischen Inhalt des Kampfes um den Frieden zunehmend sichtbar machen und diesen Kampf ver- stärken. Die Tendenz des Imperialismus dagegen, im Rahmen seiner Globalstrategie die nationalen und sozialen Befreiungsbewegungen auch mit Waffengewalt zu unterdrücken, wird den Widerstand der Völker gegen ihn herausfordern. 3. Gesetzmäßig werden die Ziele gesellschaftlicher Entwicklung, die Wertmaßstäbe für menschliches Verhalten, die Bedürfnisstruk- turen, kurz das Problem der Qualität des Lebens und seines Sinns an Gewicht in der Klassenauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus gewinnen. Durch die Beseitigung der Ausbeutung im Sozialismus, durch die damit verbundene Herausbildung neuer, kollektiver zwischenmenschlicher Beziehungen, in denen der Mensch vor allem nach seinen Leistungen für das Kollektiv und die Ge- sellschaft bewertet und geachtet wird, durch die massenhafte För- derung schöpferischen Verhaltens ist die sozialistische Lebens- weise dem vom Profit geprägten Lebensstil in kapitalistischen Ländern prinzipiell überlegen und macht der Sozialismus in der Art und Weise der Lösung seiner Probleme durch und für die Werk- tätigen seine Vorzüge gegenüber dem Imperialismus immer mehr deutlich. 4. Der Charakter der Produktivkräfte und die Komplexität der so- zialen Probleme führen dazu, daß in der Klassenauseinandersetzung der beiden Gesellschaftssysteme immer mehr entscheidendsein wird, welches von ihnen in komplexerem Maße den Vergesellschaftungspro- zeß gesamtgesellschaftlichen Interessen gemäß zu leiten in der Lage ist, in welchen Dimensionen große gesellschaftliche bzw. ökonomische Systeme organisiert werden und wie erfolgreich Struk- tur- und Infrastrukturpolitik realisiert werden können. Es wirkt also ein Gesetz der zunehmenden Komplexität der Klassenauseinan- dersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Auf dem XXIV. Parteitag der KPdSU wurde deutlich, daß der Sozialismus sich auf der Grundlage des sozialistischen Eigentums und der Ausschaltung kapitalistischer Konkurrenz auf die Organisierung großer, mehrere Wirtschaftszweige und verschiedene Sphären der gesellschaftlichen Reproduktion umfassende Systeme ohne die Hemmnisse der Konkurrenz zu orientieren vermag. Dagegen verdeutlichen Struktur- und Infra- strukturkrisen sowie die Konflikte auf dem Gebiet des Umwelt- schutzes im Kapitalismus, daß der privatmonopolistische Profitme- chanismus der optimalen Entwicklung wichtiger, für das Wachstum zunehmend bedeutsamer, jedoch nicht profitabler Sphären entgegen- wirkt und Lösungen in diesen Bereichen nur mit großen Reibungs- verlusten angestrebt werden können. 5. Die Klassenauseinandersetzung zwischen Sozialismus und Impe- rialismus wird sich gesetzmäßig immer mehr als Kampf zwischen in- tegrierten Staatengruppen entwickeln und wesentlich durch die Möglichkeiten beider Systeme zu internationalen Lösungen der Grundprobleme ihrer Entwicklung beeinflußt werden. Vom Standpunkt des relativ ausgeglichenen Entwicklungsniveaus der Produktiv- kräfte innerhalb der westeuropäischen Integrationsgebilde und der internationalen Struktur der großen Konzerne hat der Imperialis- mus zeitweilig günstigere Bedingungen zur Forcierung der Integra- tionsprozesse als der Sozialismus in dieser Hinsicht. Entschei- dend wird jedoch sein, daß die sozialistischen Produktionsver- hältnisse an die Stelle der Konkurrenz um Vormachtspositionen ein gemeinsames Interesse der sozialistischen Staaten an einer opti- malen Verbindung nationaler und internationaler Wirtschaftsent- wicklung und politischem freundschaftlichem Zusammenwirken im Rahmen des sozialistischen Internationalismus setzen und daß in gemeinsamer prognostischer Arbeit, in der Abstimmung der Fünf- jahrpläne, in der gemeinsamen Forschung, Entwicklung und Produk- tion von Einheitssystemen usw. bereits die Vorzüge sozialisti- scher internationaler Zusammenarbeit deutlich werden. 6. Außerordentlich schnell wächst in der Klassenauseinanderset- zung zwischen Sozialismus und Kapitalismus der qualitative und quantitative Beitrag der jeweiligen Gesellschaftssysteme zur Ent- scheidung der Frage nach dem kapitalistischen oder nichtkapitali- stischen Weg der Entwicklungsländer. Der Imperialismus besitzt zwar große materielle Mittel für seine sogenannte "Entwicklungs- hilfe". Jedoch zielt diese so eindeutig auf die Bewahrung kapitalistischer und z.T. sogar halbfeudaler Herrschafts- strukturen in den Entwicklungsländern, die dort ihrer sozialen Befreiung und der Konzentration ihrer Ressourcen auf ihre Lebens- fragen entgegenstehen, daß sich immer deutlicher die innere Ver- bindung von nationaler Befreiung und sozialer, antikapitalisti- scher Revolution abzeichnet. Der Sozialismus ist auch für die Entwicklungsländer identisch mit der Zukunft. Die grundlegenden Probleme unserer Epoche sind nur durch den So- zialismus lösbar. Er bestimmt objektiv den Verlauf der Ge- schichte. Das Charakteristische des XXIV. Parteitages der KPdSU war, daß er in realistischer, sachlicher Weise die ungeheuren Po- tenzen des sozialistischen Systems auf die Lösung der dabei auf- tauchenden Probleme konzentrierte. Demagogie um die "neue Macht Wissenschaft" ------------------------------------------ Die imperialistische Prognose, daß sich der Spätkapitalismus in eine "postindustrielle Gesellschaft" verwandeln werde, zu- kunftsoffen und deshalb nicht notwendig zu revolutionieren sei, geschieht durch eine von der Wirkung objektiver ökonomischer Ge- setze gelöste, im Bereich der Erscheinungen verharrende Behand- lung der kapitalistischen Widersprüche als angeblich überwindbare Gegensätze. Ausgehend von einer wachsenden Bedeutung der Wissen- schaft und der rational denkenden Wissenschaftler sowie des Com- putereinsatzes bei Entscheidungsfindungen werden insbesondere folgende neue Züge der "Industriegesellschaft" in ihrem "post- industriellen" Stadium prognostiziert: - Die Macht der kapitalistischen Eigentümer und Manager werde abgelöst bzw. ergänzt durch die "neue Macht Wissenschaft", durch die dominierende Rolle der Wissenschaft im Prozeß der komplexen Entscheidungen: "Überspitzt gesagt: in den vergangenen hundert Jahren waren der Unternehmer, der Geschäftsmann und Industriema- nager die beherrschenden Gestalten, die 'neuen Leute' werden Wis- senschaftler, Mathematiker, Wirtschaftler und Soziologen sein, die Praktiker, die Praktiker jener neuen 'intellektuellen Techno- logie', die durch die Benutzung des Computers entsteht. Und die dominierenden Institutionen der neuen Gesellschaft werden die in- tellektuellen Institutionen sein." 9) - Die Gesellschaft werde einer Rationalität der Sachzwänge unter- worfen, deren Entwicklungstendenzen durch die Computer berechnet würden: "In der neotechnischen Welt von morgen (im kybernetischen Zeitalter...) wird ein Zwang nicht mehr nötig sein, da fügt sich jeder gern, zum gemeinsamen und zum allgemeinen Wohl, in die An- weisungen des 'predictors', ohne das Gefühl zu haben, etwas von seiner Freiheit eingebüßt zu haben." 10) - Dadurch würde durch rechtzeitiges Aufdecken möglicher sozialer Konflikte (Vorwarnpotential der Zukunftsforschung) und durch ihre Quantifizierung eine zunehmende Befreiung der Gesellschaft von tieferen Widersprüchen, insbesondere von dem Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, möglich. Simulationsverfahren in den Sozial- wissenschaften "werden es uns erlauben, in verschiedener Weise alternative Zukünfte abzustecken, wodurch das Ausmaß sehr stark anwächst, in dem wir die Dinge wählen und steuern können, die un- ser Leben beeinflussen." 11) - Die Zentralisierung des wissenschaftlichen Entscheidungspoten- tials würde zu einer "mobilisierten Gesellschaft" führen, in der durch Systemanalyse und Systementwurf eine im Vergleich zu früher bessere, von der öffentlichen Hand getragene Politik möglich werde und die neue humanistische Ziele auf dem Wege der "Bildungsgesellschaft", der "informierten Gesellschaft", der "Freizeitgesellschaft" erreichen könne. "Eine mobilisierte Ge- sellschaft ist eine solche, in der die wichtigsten Ressourcen des Landes auf wenige spezifische Ziele konzentriert sind, die von der Regierung festgelegt werden. In diesen Sektoren sind die pri- vaten Bedürfnisse letzten Endes den Mobilisierungszielen unterge- ordnet, und die Rolle der privaten Entscheidung ist beinahe auf ein Nichts reduziert." 12) Alle diese Aussagen kennzeichnen die Konzeption der "postindu- striellen Gesellschaft" als Versuch der Theoretiker des Spät- kapitalismus, den entwickelten staatsmonopolistischen Kapita- lismus insbesondere am Beispiel der USA optimistisch als evolu- tionäre, elastische und zukunftsoffene, neue Gesellschaft zu in- terpretieren, die finanzkapitalistische Herrschaft als zunehmend rational auszugeben, die antagonistische Klassenstruktur durch eine Fehlinterpretation der Rolle der Wissenschaftler zu ver- schleiern, der marxistisch-leninistischen Gesellschaftsprognose eine eigene futurologische Gesellschaftskonzeption entgegenzuset- zen und dadurch eine in Wahrheit antisozialistische, auf imperia- listische Herrschaft gerichtete Strategie theoretisch und ideolo- gisch zu fundamentieren. Die praktische Bedeutung dieser Konzeption für die imperialisti- sche Herrschaftssicherung besteht darin, daß sie den imperiali- stischen Staatsapparat auf die Erhöhung der Rolle von Prognosti- zierung und Programmierung im System der staatsmonopolistischen Regulierungsinstrumentarien orientiert und durch die Intensivie- rung der Prognosearbeit die Monopole rechtzeitig auf besonders profitable Entwicklungen für die Produktion von morgen einstellen hilft. Das außerordentliche Gewicht der Elektronik und besonders der Computerindustrie, der Atomwirtschaft usw. in den führenden imperialistischen Ländern wurde zweifellos durch die prognosti- sche Tätigkeit auf diesen Gebieten gefördert. Gleichzeitig ist die dargestellte Konzeption mit der Tendenz der meisten imperia- listischen Staaten verbunden, die Verfügung über das Wissen- schaftspotential bei den Exekutiven des Finanzkapitals zu konzen- trieren - unter der Fahne der Mobilisierung für das "Gemeinwohl", für grundlegende angebliche "GeselIschaftsreformen", für die "soziale Demokratie" usw., in Wahrheit aber als Ausdruck zentra- listischer Herrschaftsmethoden, die die bürgerliche Demokratie auch durch die Monopolisierung von Herrschaftswissen untergraben. Monopolisierung der Wissenschaft und Stellung der ------------------------------------------------- Zentren imperialistischer Prognosetätigkeit im System ----------------------------------------------------- des staatsmonopolistischen Kapitalismus --------------------------------------- Nicht die Wissenschaft wird die Macht der Monopole ablösen, son- dern diese haben die Wissenschaft und insbesondere die sogenannte Zukunftsforschung monopolisiert. Die marxistisch-leninistische Kritik der imperialistischen Prognostizierung setzt daher auch bei der Analyse des Verhältnisses von Monopolisierungsprozeß und Zukunftsforschung an: E r s t e n s ist die Wissenschaft einem Monopolisierungsprozeß dadurch unterworfen, daß ihre Entwicklung von solchen Staatsorga- nen gesteuert und finanziert wird, die direkt unter dem Einfluß der mächtigsten Monopole stehen. In den USA sind die wichtigsten dafür bestimmten Staatsorgane The President's Science Advisory Commitee (PSAC) als wichtigste wissenschaftliche Beratungsorgani- sation der Regierung in wissenschaftlichen Fragen, der Federal Council for Science and Technology (FCST), das Office of Science and Technology (OST), die Atomic Energy Commission (AEC), die Na- tional Science Foundation (NSF) und die National Aeronautics and Space Administration (NASA). Seit Juli 1969 kommt dazu der Forschungsstab für nationale Ziele (National Goals Research Staff). Das ist eine neue Führungsgruppe im Weißen Haus, die den langfristigen Verlauf gegenwärtiger sozi- aler Trends abschätzen und die wahrscheinliche Wirkung möglicher alternativer Ziele in der Regierungsstrategie ermitteln soll. Sie soll dazu beitragen, solche Zielsetzungen zu entwickeln, die der Regierung einen größtmöglichen Spielraum ihrer Aktivität erlau- ben. An jedem 4. Juli soll sie ab 1970 einen entsprechenden Be- richt für den Präsidenten vorlegen, der dazu beiträgt, die For- schungsstrategien in den Rahmen allgemeiner gesellschaftlicher Zielsetzungen im Interesse des Finanzkapitals einzubetten. Im F C S T sind das sogenannte Verteidigungsministerium, die NASA, die AEC, die NSF - also Gremien, die selbst entscheidende Leitungszentren der Wissenschaft sind und in den von ihnen ver- tretenen Gebieten die Regierung auch direkt beraten - sowie die Ministerien für Außenpolitik, Handel, Inneres, Landwirtschaft, Gesundheit, Erziehung und Wohlfahrt vertreten. Durch diese Prä- senz entscheidender staatlicher und wissenschaftsleitender sowie -finanzierender Institutionen ist der FCST in der Lage, weitge- hende Koordinierungsfunktionen der Forschungs- und Entwicklungs- programme der USA wahrzunehmen. Das OST berät besonders den Kongreß, aber auch die Exekutive in Fragen der Wissenschaftspolitik. Seine Koordinierung mit PSAC und FCST ist dadurch möglich, daß alle drei Organisationen vom wis- senschaftlichen Sonderberater des Präsidenten geleitet werden. Zugleich sorgt die organisatorische Etablierung des OST im Execu- tive Office des Präsidenten dafür, daß der Kongreß in einer der vom Finanzkapital beherrschten Exekutive genehmen Weise gesteuert wird. Die National Science Foundation (N S F) ist der für die gesamte Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsstrategie entscheidende Ap- parat, der einerseits insbesondere die Grundlagenforschung sowie die Ausbildungsförderung von Wissenschaftlern und Technikern di- rekt finanziert, und andererseits vor allem Forschung- und Entwicklung analytisch so intensiv verfolgt,daß er selbst die Regierung fundiert beraten und zugleich allen anderen wissen- schaftsbestimmenden Organen die notwendige Information verfügbar machen kann. Diese und andere Organe der Wissenschaftsleitung bedienen sich direkt der staatlichen National Laboratories in ihrer Wissen- schaftspolitik und sorgen, wie die Hauptfinanziers dieser Gruppe von Forschungszentren bereits ausweisen, für die volle Integra- tion der Wissenschaft in das staatsmonopolistische Gesamtsystem. Diese Integration betrifft auch diejenigen Forschungsinstitutio- nen, die in besonders intensivem Maße Zukunftsforschung betrei- ben. Dazu gehören: u.a das Institute for the Future, die RAND- Corporation, die System Development Corporation, das Stanford Re- search Institut, das Hudson Institut, TEMPO (Technical Management Planing Organisation), das Battelle Memorial Institut, die Com- mission of the year 2000, die National Planning Association und andere Zentren imperialistischer Zukunftsforschung, in denen in Zusammenarbeit mit den staatlichen strategischen Stäben die wich- tigsten Prognosen und Entscheidungsunterlagen für die Strategien der USA entstehen. Eine wesentliche Orientierung der staatsmonopolistischen Reform in der BRD liegt auf der gleichen Linie der totalen Einordnung des Wirtschaftspotentials in den monopolistischen und Staatsmono- polistischen Herrschaftsmechanismus. Z w e i t e n s: Auf diesem Hintergrund werden die Zentren der imperialistischen Zukunftsforschung immer mehr in die für den staatsmonopolistischen Kapitalismus charakteristische Verschmel- zung zwischen Monopolen und Staat einbezogen und erlangen im Rah- men dieser Verschmelzung eine beachtliche Bedeutung. Das zeigt sich in - der Finanzierung der Zukunftsforschung durch Staat und Mono- pole, - der Auftragsforschung für Staat und Monopole, - der Tätigkeit der Zukunftsforschungszentren unter dem Einfluß wissenschaftsleitender staatlicher Institutionen und staatlicher Programme, - der personellen und informellen Verflechtung zwischen Zukunfts- forschungszentren und Monopolen bzw. Staatsapparat im Prozeß der Arbeit der Zukunftsforschungsinstitute für ihre Auftraggeber. Extrem deutlich wird das an der Beziehung zwischen der MITRE-Cor- poration, dem Staat bzw. speziell der Air Force und den industri- ellen Kontraktnehmern von MITRE: "Da die Air Force fast alle Auf- träge erteilt, wird mit ihr abgestimmt, wenn es um langfristige Personalfragen, rechtzeitige Sorge um geeigneten Nachwuchs, Er- richtung von Bauten oder um größere apparative Anschaffungen geht." 13) Über die politische Einbettung der Systemforschung von MITRE in das System des amerikanischen staatsmonopolistischen Ka- pitalismus heißt es in einer Beschreibung amerikanischer For- schungsinstitute durch Mitarbeiter der Heidelberger Studiengruppe für Systemforschung: "Der Entwurf und die Entwicklung dieser Sy- steme basiert sowohl auf den politischen Zielsetzungen als auch auf der militärischen Strategie und den verfügbaren sowie den in absehbarer Zeit erreichbaren systemtechnischen Hilfsmitteln." 14) Auf dieser Grundlage "hat sich ein Mechanismus ständiger Auffin- dung von Alternativen, ihrer Formulierung, ständiger Korrektur und Anpassung gebildet, der zwischen der US-Luftwaffe, MITRE und dem Pentagon abläuft." 15) Aus dem Gewicht militärischer Aspekte in dem Verhältnis von Mono- polen und Staat und in der gesamten imperialistischen Strategie folgt eine weitere charakteristische Tendenz für die Stellung der imperialistischen Zukunftsforschung im staatsmonopolistischen Ka- pitalismus, die den Inhalt vieler Prognosen prägt. D r i t t e n s: Die imperialistische Zukunftsforschung ist be- sonders in den USA im Zusammenhang mit militärischen Aufgaben in und nach dem zweiten Weltkrieg entstanden und zum großen Teil - zumindest in den USA - durch Entstehung, Geschichte, Hauptauf- traggeber, Schwerpunktaufgaben und personelle Verflechtung ein- deutig innerhalb des militärisch-industriell-staatlichen Komple- xes angesiedelt. Entscheidende Schwerpunkte der Beschäftigung mit der Zukunft sind sowohl in den wissenschaftsleitenden staatlichen Institutionen als auch z.B. bei der RAND-Corporation, bei der Sy- stem Development Corporation und beim Hudson-Institut militärisch relevante Forschungen. Wichtige Arbeiten der Zukunftsforschungsinstitute auf zivilem Ge- biet sind häufig nur Abfalleistungen der militärisch orientierten Zukunftsforschung. Die Mitarbeit der RAND-Corporation an der "Definition nationaler strategischer Ziele" ging beispielsweise von ihrer Tätigkeit bei der Systembewertung möglicher Waffen, insbesondere von Flugzeugen, Raketen und Raumfahrzeugen, aus. Forschungen über die Entwicklung des städtischen Verkehrs wurden von der Abteilung für militärische Logistik der RAND als Abfall- produkt der Simulation logistischer Probleme, insbesondere der Luftwaffe, betrieben. Die Abteilung für Elektronik setzte ihre Erfahrungen in der Entwicklung von Systemen zur Sammlung und Ver- arbeitung von Informationen für die Kontrolle und Lenkung militä- rischer Operationen und Apparate später auch für die Entwicklung von Informationssystemen in Konzernen ein. Über die Grundlagen- forschung der Abteilung für Mathematik der RAND heißt es in dem Buch "Forschungsplanung": "Forschungen dieser Art führen zu Re- sultaten, die in Verschmelzung mit so verschiedenen Aufgabenbe- reichen wie Satellitenbahnen, Statistik der Waffenzuverlässig- keit, Mechanik der Werkstoffe und Transportproblemen von Inter- esse sind." 16) In jeder einzelnen Abteilung der RAND-Corporation ebenso wie in der Tätigkeit anderer Zukunftszentren zeigt sich also die Verschmelzung militärischer Zielsetzungen und anderer Interessen von Monopolen und Staat. Das westdeutsche "Industrie-Institut zur Erforschung technologi- scher Entwicklungslinien" hat als wichtige Aufgabe in der ersten Phase seiner Arbeit übernommen, die führenden Männer in Politik und Industrie mit den Resultaten der Arbeit dieser RAND-Corpora- tion vertraut zu machen. In Japan allerdings - das 1969 nur 0,87 Prozent des Bruttosozial- produkts für die Rüstung aufwendete - ist die Zukunftsforschung vor allem im unmittelbaren Dienst der auf die Profitsteigerung gerichteten Expansion der führenden Monopole entwickelt worden und weist in der jüngeren Zeit, in der die Umwelt- und Sozialkon- flikte im Gefolge des rapiden Tempos der wissenschaftlich-techni- schen Revolution in Japan immer drohender werden, die Tendenz auf, sich stark mit Gesellschaftsentwürfen zu befassen, die die Kumulation dieser Konflikte zu revolutionären Bewegungen auf re- formerischem Wege abfangen sollen. In der Bundesrepublik wurde die Zukunftsforschung in der Ausein- andersetzung mit der zunächst dogmatisch prognose- und planungs- feindlichen CDU-Ideologie und -Praxis in den fünfziger Jahren vorwiegend von bürgerlich-demokratischen Intellektuellen mit dem für den Kapitalismus illusionären Ziel bürgerlich-humanistischer Lösungen der sozialen Folgen wissenschaftlich-technischer Revolu- tion und von rechtssozialdemokratischen Theoretikern mit dem Ziel der Präsentierung der SPD als reformoffene, elastische, zur Sta- bilisierung des spätkapitalistischen Systems geeignete und regie- rungsfähige Partei entwickelt. Aber dies schließt außerordentlich starke Tendenzen zur unmittelbaren Einbeziehung der Zukunftsfor- schung in den militärischindustriellen Komplex der Bundesrepublik keineswegs aus, die insbesondere von solchen aggressiven Monopo- len wie dem Boelkow-Messerschmidt-Blohm-Konzern, von Siemens und von dem Kern des Rechtskartells um Strauß ausgehen. V i e r t e n s: Die Einbeziehung der imperialistischen Zu- kunftsforschung in die Verschmelzung von Monopolen und Staat und ihr faktisches oder tendenzielles Gewicht innerhalb des sogenann- ten militärisch-industriellen Komplexes schließt jedoch durchaus eine r e l a t i v e E i g e n s t ä n d i g k e i t der Zu- kunftsforschung ein, die für ihre spezifische Stellung im staats- monopolistischen Kapitalismus wichtig ist. Die Funktion der imperialistischen Zukunftsforschung besteht ja nicht schlechthin in der Bewahrung des Gegenwärtigen, sondern in der Sicherung des imperialistischen Systems durch dessen voraus- schauende Einstellung mittels entsprechender Prognosen auf mögli- che Konflikte, also durch partielle und oft relativ weitgehende Veränderungen der bestehenden Verhältnisse. Zukunftsforschung, Prognostizierung, Wissenschaftsstrategie und Forschungsplanung im Imperialismus sollen also eine ständige Wandlung sekundärer Seiten der kapitalistischen Produktionsver- hältnisse im Rahmen der monopolistischen Herrschaft provozieren. Das bedeutet, daß Konflikte zwischen den Repräsentanten einer so orientierten Zukunftsforschung und der Verwaltungsbürokratie so- wie den Interessenten an einer nur auf Kosten langfristiger Ge- sellschaftsstrategie erreichbaren kurzfristigen Profitmaximierung durchaus möglich" sind. In diesem Sinne haben die Wissenschaftler in der Tat nicht die gleiche Rolle wie die Politiker, sondern ihre Funktion, Vorwarnpotentiale zur imperialistischen Bewälti- gung der Zukunft bereitzustellen, bringt sie u.U. in eine kriti- sche Position gegenüber politischen Institutionen, die nicht ge- nügend elastisch und offen auf neue Probleme reagieren. Insbesondere eine rechtssozialdemokratisch getragene Strategie kapitalistischer Herrschaftssicherung kann dieses Problem mögli- cherweise zuspitzen. Für die Arbeiterklasse geht es in diesem Zu- sammenhang darum, diese Entwicklung als einen neuralgischen Punkt reformistischer Strategie zu nutzen. Es ist ihrer marxistisch- leninistischen Partei möglich zu zeigen, daß in letzter Instanz nicht eine andere Rolle des Wissenschaftlers im Verhältnis zu der des Politikers zu Widersprüchen führt, sondern daß z.B. die For- derung von Städteplanern nach Überwindung des privaten Bodenei- gentums, die Forderung nach Durchsetzung allgemeiner gesell- schaftlicher Interessen gegen die Profitinteressen der Unterneh- mer, die Forderung nach schöpferischem Denken gegen einengende Verschulungsprozesse in der Ausbildung durch das kapitalistische Gesamtsystem nicht durch kapitalistische Einsicht erfüllbar, son- dern nur durch die Arbeiterklasse und im Bunde mit ihr gegen dieses System zu erkämpfen sind. Im Selbstverständnis vieler Wissenschaftler und Zukunftsforscher spiegeln sich Konflikte mit den Politikern dagegen häufig in Ge- stalt von Rollenauffassungen wider, die dem Wissenschaftler kraft seiner Einsicht und Rolle die Verantwortung zuschreiben, eine neue, bessere Welt zu konzipieren und in der Politikberatung durchzusetzen. Die Vorhut der Arbeiterklasse hat in diesem Zusammenhang die Ver- pflichtung, die Differenzierung zwischen den in der bürgerlichen Zukunftsforschung und Wissenschaft überhaupt engagierten Wissen- schaftlern bis zu der Erkenntnis möglichst vieler Intellektueller voranzutreiben, daß sie ihrer humanistischen Verantwortung nur unter Führung der Arbeiterklasse im Kampf gegen den Imperialismus gerecht werden können. F ü n f t e n s vollzieht sich eine Monopolbildung im Bereich der Zukunftsforschungszentren selbst. Die relative Selbständig- keit der auf Prognosetätigkeit orientierten Forschungszentren und die in . den USA voll durchgesetzte, in Westeuropa dagegen nur sehr zögernd realisierte Tendenz zur Organisation der Zukunfts- forschung als Großforschung wird vor allem in den USA in monopo- listischer Richtung genutzt. Sie wird bewußt dadurch gestärkt, daß die Zukunftsforschungsinstitutionen sich mit einer Vielzahl von Auftraggebern liieren, um einseitige Abhängigkeit zu vermei- den, daß sie bestimmte breite Wissenschaftskomplexe und ihren Einsatz für die Prognostizierung zu monopolisieren suchen, die Forschungspalette in der Art eines Wissenschaftskonglomerats re- lativ breit anlegen, zu diesem Zweck das Grundlagenforschungspo- tential meist ausbauen und gestützt darauf aus staatlichen Zuwen- dungen und eigenem Gewinn außerhalb der Auftragsforschung eigene Forschungslinien verfolgen. Dies wird als "Unabhängigkeit" impe- rialistischer Zukunftsforschung gepriesen, in Wahrheit jedoch praktiziert, um Monopolpositionen auf attraktiven Forschungsge- bieten zu erlangen und als Anbietermonopol aufzutreten. Im Be- reich der Zukunftsforschung zeichnen sich in diesem Sinne Züge der Monopolbildung ab. Aber nur bei bestimmten Zukunftsfor- schungszentren, die direkt als Tochtergesellschaften einzelner Monopole gebildet wurden (General Atomic als Tochtergesellschaft der General Dynamic für Forschungen auf kernwissenschaftlichem und kerntechnischem Gebiet, TEMPO als Institution von General Electric usw.), ist dies identisch mit der Erhöhung des Mono- polprofits für einzelne monopolistische Komplexe. Zumeist wird das Zukunftsforschungsmonopol großer Zukunftsforschungsinstitu- tionen staatsmonopolistisch durch den die einzelnen Projekte fi- nanzierenden Staat im Interesse des Gesamtfinanzkapitals und sei- ner Strategie oder durch eine Vielzahl von projektfinanzierenden verschiedenen Monopolen realisiert, die die Forschungsergebnisse in profitable Produktionen umsetzen, also den Software-Umsatz der Zukunftsforscher in Hardware-Umsatz der Industrie verwandeln. S e c h s t e n s ist ein weiteres Charakteristikum der imperia- listischen Zukunftsforschung die Tendenz zu einem immer stärkeren Gewicht von Systemanalyse und Systementwurf in der Prognostizie- rung. Obwohl sich seit Beginn futurologischer Publizistik und auch noch heute ein großer Teil der Zukunftsliteratur durch das isolierte Aneinanderreihen einzelner Fachprognosen auszeichnet, wird Systemforschung doch zunehmend zu einem entscheidenden me- thodologischen Mittel der Zukunftsentwürfe. Es geht immer mehr darum, nicht nur Entscheidungshilfe für Teil Strategien des Imperialismus zu leisten, sondern die Interdepen- denz der einzelnen gesellschaftlichen Bereiche zu zeigen, kom- plexe Entscheidungen zu fördern und auch infrastrukturelle Ent- wicklungen in Bildung, Umweltgestaltung, Gesundheitswesen usw. voranzutreiben, die durch den privatmonopolistischen Profitmecha- nismus gehemmt werden. Immer mehr wird die Überlegenheit des So- zialismus nicht etwa vor allem darin bestehen, daß nur er große technische Systemlösungen entwickeln kann. Seine Überlegenheit besteht vielmehr darin, - daß er keine durch die Produktionsverhältnisse gesetzten Sy- stemgrenzen kennt, um technische Systemlösungen in einem organi- schen Zusammenhang mit der komplexen Entwicklung sozialistischer Lebensbedingungen im entsprechenden Territorium zu bewältigen, - daß er solche Umwälzungen prinzipiell im Rahmen des gesamten Zweiges und sogar im Rahmen der sozialistischen Integration unter Ausschaltung von Konkurrenz verschiedener Unternehmen und Staaten planmäßig und getragen von der Beteiligung der Werktätigen an der Prognose und Planung vollziehen kann, - daß er die Auswirkungen auf andere Wirtschafts- und Gesell- schaftsbereiche rechtzeitig zu bilanzieren vermag, - soziale Unsicherheit für die Werktätigen prinzipiell aus- schließt und - für große Systemlösungen nicht den Reibungswiderstand von Kon- kurrenten überwinden muß. Die Dimension der gesellschaftlichen Systemlösungen kann also im Sozialismus prinzipiell größer als im Kapitalismus sein. Und vor allem ist das entscheidende Ergebnis nicht Profitsteigerung, son- dern eine Entwicklung der Fähigkeiten der Arbeiterklasse zur Be- wältigung großer gesellschaftlicher Veränderungen zu ihrem eige- nen Wohle durch ihr eigenes Schöpfertum. Im Imperialismus wird dagegen überall dort, wo die Systemforschung mit der Analyse der sozialen Wirkung der grundlegenden kapitalistischen Produktions- verhältnisse deren Negation selbst provozieren müßte, der System- begriff bei der Prognostizierung verengt und klammert die ent- scheidenden Produktionsverhältnisse entweder aus oder untersucht nur ihre sekundären Seiten. Notwendige systemumwälzende Lösungen können dabei von bürgerlicher Systemforschung und von auf ihr be- ruhenden Prognosen und Programmen nicht erwartet werden. Das heißt aber, daß eine gemeinwohlorientierte nationale Strate- gie des Imperialismus und alle von der Zielsetzung sozialer Harmonisierung zwischen den Klassen ausgehenden Prognosen aus zwei Gründen illusionär und ihre Deklaration Demagogie ist: Erstens: Die in den imperialistischen Staaten angestrebten angeb- lich gesamtgesellschaftlichen Strategien sind in Wahrheit Strate- gien zur Bewahrung finanzkapitalistischer Herrschaft und zur Ver- schärfung der Ausbeutung, spitzen also den Grund Widerspruch des Kapitalismus zu. Zweitens: Selbst die von den politischen Interessenvertretern des Finanzkapitals als notwendig erkannten gesamtmonopolistischen In- teressen stoßen bei ihrer Realisierung auf Reibungswiderstände einzelner Monopole und auf prinzipielle Grenzen durch die dem Im- perialismus eigenen objektiven Widersprüche des Systems. Es ist also unwahr, daß "Industriegesellschaft" und "postindu- strielle Gesellschaft" durch eine neue Klassenstruktur charak- terisiert sein werden, die sich durch eine neue, dominierende Stellung der Wissenschaftler ergebe. Der entscheidende Klassen- widerspruch wird auch in der Zukunft nach wie vor zwischen Monopolkapital und Arbeiterklasse bestehen. Die Wissenschaftler werden entweder durch die staatsmonopolistische Beherrschung der Wissenschaft wider ihre eigenen Interessen für die Ziele des Mo- nopolkapitals mißbraucht, oder sie ringen sich als besondere so- ziale Gruppe innerhalb der Arbeiterklasse bzw. eng verbunden mit ihr dazu durch, an dem von der Arbeiterklasse geführten Klassen- kampf gegen den Mißbrauch der Wissenschaft durch die Reaktion ak- tiv teilzunehmen, der in der Unterwerfung der Wissenschaft unter die Kriterien der Kapitalverwertung, der Rüstungsinteressen und der Mobilisierung für die Massenmanipulierung zum Ausdruck kommt. Entscheidende Widersprüche des Imperialismus unüberwindbar ---------------------------------------------------------- Die Theoretiker der "postindustriellen Gesellschaft", die zugleich als Berater der imperialistischen Führungen wirken, kom- men in dieser praktischen Funktion auch nicht umhin, ihre Regie- rungen vor möglichen Konflikten der Zukunft zu warnen, die es zu vermeiden gelte, die aber in Wahrheit eben jene grundlegenden Wi- dersprüche zwischen modernen Produktivkräften und kapitalisti- scher Aneignung, zwischen Monopolkapital und Arbeiterklasse aus- drücken, deren Verschwinden in der methodologischen Ausgangsposi- tion der Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" be- hauptet wird. Wiener und Kahn entwarfen z.B. bei der Ausarbeitung der Szenarien möglicher Zukunft eine Variation der weltpolitischen Entwicklung, die "mit einer Zersetzung der demokratischen Moral (sprich kapi- talistischen Ordnung - D.K.) und merkbarer kommunistischer Dyna- mik" 17) verbunden sein könnte, darunter durch ein "Drittes Szenarium - eine politische Offensive der Sowjetunion in Europa" 18) und ein "Fünftes Szenarium - ein linksgerichtetes vereinigtes Europa." 19) Alastair Buchan, Kommandant des Imperial War College Großbritanniens, schrieb: "Schenken wir dem... Trend der fünfzi- ger Jahre Glauben, so müßten wir in den siebziger Jahren mit ei- nem Anwachsen der Auseinandersetzungen in Asien, Afrika und im Mittleren Osten... rechnen." 20) Und Wiener und Kahn, die die Fortsetzung bewaffneter imperiali- stischer Befreiungsbewegungen in den Entwicklungsländern erwar- ten, fürchten im Ergebnis dessen ein "Sechstes Szenarium _ über- großes außenpolitisches Engagement und Rückzug der Vereinigten Staaten." 21) Sie sprechen dies aus, um durch solches Frühwarnpo- tential Strategien anzuregen, die die imperialistischen Ziele un- ter Vermeidung dieser Entwicklungen durchsetzen sollen - auf dem Wege der Informationsgesellschaft, Computergesellschaft, Bil- dungsgesellschaft, Wissenschaftsgesellschaft, Dienstleistungs- und Freizeitgesellschaft, durch internationale Integration statt Konkurrenz, durch "Entwicklungshilfe" - und durch Aggression, wo alles dies versagt. Diese Linien sind in den sozialistischen Ländern insofern in Rechnung zu setzen, als sie die Einstellung des staatsmonopoli- stischen Systems auf Erfordernisse der wissenschaftlich-techni- schen Revolution und auf herrschaftssichernde Maßnahmen erkennen lassen, mit denen der Sozialismus konfrontiert sein wird. Aber die genannten Konflikte sind auf diesen Linien nicht vermeidbar, da sie in der grundlegenden Gesetzmäßigkeit unserer Epoche, der Ablösung des Imperialismus durch den Sozialismus, in den Gesetz- mäßigkeiten des Klassenkampfes wurzeln und Resultat der objekti- ven Zielsetzung des Imperialismus, des Profits durch Ausbeutung und Unterdrückung sind. Denn die sogenannte "Bildungsgesellschaft" z.B., in der der Impe- rialismus unter dem Druck der wissenschaftlich-technischen Revo- lution der Jugend mehr Bildung zugestehen muß, führt für ihn zu dem Konflikt zwischen verstärkter Vermittlung von Bildungselemen- ten einerseits und gleichzeitigen heftigen Anstrengungen anderer- seits, mit falschen geisteswissenschaftlichen Bildungsinhalten, über einseitige Ausbildungslinien und Massenmanipulierung bis zum Polizei- und Drogeneinsatz das Nachdenken über die überlebte ka- pitalistische Gesellschaft zu verhindern. Dies wiederum provo- ziert insbesondere in der Jugend die Frage nach dem Sinn des Le- bens, die im Kapitalismus objektiv durch die Unterordnung aller gesellschaftlichen Bewegung unter Profit-und Herrschaftssicherung beantwortet wird und nicht von verbalen Deklarationen über eine neue Menschlichkeit abhängig ist. In der Klassenauseinanderset- zung mit dem Sozialismus/Kommunismus, dessen Entwicklung von der Unterordnung der wissenschaftlich-technischen Revolution unter das Ziel der vollen sozialistischen Persönlichkeitsentfaltung be- stimmt ist, wird gerade vermehrte Bildung von den marxistisch- leninistischen Kräften in die Bewußtheit umgesetzt werden können, daß nur der Sozialismus die Qualität der gesamten Lebensweise menschenwürdig zu gestalten vermag. Brzezinski brachte in seiner Arbeit "Amerika im technetronischen Zeitalter" 22) die Furcht der Imperialisten vor dieser Entwicklung zum Ausdruck. Und Wiener und Kahn prognostizierten, um solche Entwicklung abzu- fangen, ergeben sich eine "vorrangige Bedeutung und Anfänge einer Lösung solcher sozialen Mängel in den Vereinigten Staaten wie das Negerproblem, die anhaltende Armut, Luft- und Wasserverschmut- zung, die verschiedenen Probleme in den Städten, unrealistische Erwartungen und folglich Enttäuschung, Ernüchterung und/oder Ent- fremdung." 23) Aber sie sagten nicht, daß unrealistische Erwar- tungen nur dann auftreten können, wenn man die Wirkung des mono- polistischen Profitmechanismus übersieht. Die infrastrukturelle Entwicklung auf dem Gebiet einer sozialen Stadtplanung, des Um- weltschutzes, der sozialen Sicherheit, des Gesundheitswesens usw. fällt sachlich aus dem Rahmen der Probleme heraus, die durch den Konkurrenzkampf der Monopole um eine kurz-und mittelfristige Pro- fitmaximierung geregelt werden können. Aufwendungen für diese Be- reiche vermindern zunächst die Profite der einzelnen Monopole und können zur Sicherung ihrer Herrschaft überhaupt und gegen ihre inneren ökonomischen Tendenzen und Einzelinteressen nur durch Maßnahmen des Staates realisiert werden. Es leuchtet aber ein, daß dies eine optimale, an den Möglichkeiten des wissenschaft- lich-technischen Niveaus der führenden imperialistischen Staaten gemessene Beherrschung der Vergesellschaftungsprozesse im Impe- rialismus ausschließt. Klassen kämpfe, die durch die zunehmende Differenz in der Verteilung des Nationaleinkommens zwischen Mono- polen und Arbeiterklasse, durch soziale Unsicherheit und durch zunehmend inflationäre Tendenzen bedingt sein werden, werden sich also mit Konflikten verbinden, die sich aus anderen Seiten der durch den Profitmechanismus und durch die Behandlung der Arbeits- kraft als Ware geprägten Qualität der Lebensbedingungen und der Lebensweise im staatsmonopolistischen Kapitalismus ergeben. Im Maße der Ausschöpfung seiner ihm wesenseigenen Systemvorzüge wird der Sozialismus durch den Weg und die Art und Weise seiner Ent- wicklung, die von der schöpferischen Initiative der Werktätigen selbst in ihrem eigenen Interesse getragen wird, durch die Stel- lung der Menschen als Beherrscher der Gesellschaft energisch auf den Imperialismus einwirken und seine inneren Widersprüche im Lichte der qualitativ überlegenen Gesellschaftsstrategie der neuen Gesellschaft und ihrer Verwirklichung potenzieren. Die Konzeption der "postindustriellen Gesellschaft" spiegelt die Anstrengungen des Imperialismus wider, dieser historisch unver- meidbaren Entwicklung auszuweichen. Sie reflektiert die Elastizi- tät des Imperialismus und seinen Spielraum, offenbart aber vor allem in ihrer eigenen Widersprüchlichkeit die unüberwindbaren Widersprüche des staatsmonopolistischen Kapitalismus und dessen Überlebtheit. _____ 1) Klaus von Dohnanyi: JAPANISCHE STRATEGIEN ODER DAS DEUTSCHE FÜHRUNGSDEFIZIT, Piper-Verlag, München 1970, S. 48/49. 2) Gedanken zu dieser Problematik wurden vom Autor in: EINHEIT, Nr. 5, 1971, Berlin und FORUM, Nr. 21 f., 1970, entwickelt. 3) Klaus von Dohnanyi, a.a.O., S. 50. 4) Herman Kahn, Anthony Wiener: IHR WERDET ES ERLEBEN, Verlag Fritz Molden, Wien-München-Zürich 1968, S. 75. 5) Ebenda, S. 75 und S. 22 f. 6) Ebenda, S. 22. 7) Ebenda, S. 25. 8) Ebenda, S. 24 f. 9) Daniel Bell: "Die nachindustrielle Gesellschaft", aus: DAS 198. JAHRZEHNT, zitiert nach DIE ZEIT, Nr. 48, vom 28.11.1969. 10) Pierre Bertaux: "Denkmaschinen, Kybernetik und Planung", in: DER GRIFF NACH DER ZUKUNFT, Reihe: Modelle für eine neue Welt, 11) Desch-Verlag, München-Wien-Basel 1963, S. 75. Daniel Bell: "Die nachindustrielle Gesellschaft: Technokratie und Politik", Referat auf dem Futurologie-Kongreß in Kyoto 1970. 12) Ebenda. 13) Helmut Krauch: FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSSTRATEGIEN, Studi- engruppe für Systemforschung, Bericht Nr. 72. 14) H. Krauch, H. Bittel, W. Kunsz: FORSCHUNGSPLANUNG - EINE STU- DIE ÜBER ZIELE UND STRUKTUREN AMERIKANISCHER FORSCHUNGSINSTITUTE, R. Oldenburg, München/Wien 1966, S. 223. 15) Ebenda, S. 232. 16) FORSCHUNGSPLANUNG, a.a.O., S. 200. 17) Herman Kahn, Anthony Wiener: IHR WERDET ES ERLEBEN, Verlag Fritz Molden, Wien-München-Zürich 1967, S. 25. 18) Ebenda, S. 281. 19) Ebenda, S. 283. 20) Alastair Buchan: "Die Zukunft des Krieges", in: DAS 198. JAHRZEHNT, a.a.O. 21) IHR WERDET ES ERLEBEN, a.a.O., S. 283. 22) Zbigniew Brzezinski: "Amerika im technetronischen Zeitalter", Beilage in DAS PARLAMENT, Bonn, 28. Mai 1968, S. 7. 23) Herman Kahn: "Die Welt von 1980", in: DAS 198. JAHRZEHNT, a.a.O. zurück