Quelle: Sozialistische Politik Jahrgang 1972
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Kyoichi Maekawa
DIE ABHÄNGIGKEIT DES JAPANISCHEN MONOPOLKAPITALS VOM
US-IMPERIALISMUS UND DIE NEUE PHASE SEINER MILITARISTISCH-
IMPERIALISTISCHEN WIEDERBELEBUNG
Das japanische Monopolkapital ergänzte vor dem Krieg seine Nach-
teile gegenüber dem Monopolkapitalismus in den USA und Europa wie
die rückständige Schwerindustrie, das niedrige technische Niveau,
die schwach entwickelte Finanzkraft, die mangelnde Basis für
Hauptrohstoffe etc. durch den Expansionismus und militärisch-feu-
dalen Imperialismus der sich auf den parasitären Großgrundbesitz
stützenden absolutistischen Kaisermonarchie. Für das japanische
Monopolkapital bedeuteten deshalb die mit der Kapitulation im
letzten Weltkrieg aufgezwungene Auflösung der kaiserlichen
Streitkräfte und der Verlust seiner weiten Kolonial-, Halbkolo-
nial- und Besatzungsgebiete auf China, Korea usw. einen entschei-
denden Schlag. Der Schlag traf desto härter, weil der schwach
entwickelte Monopolkapitalismus mit seiner Rückständigkeit - er
wurde durch die Isolation während des Krieges noch rückständiger
- ohne die Stütze, mit der seine Schwäche ausgeglichen werden
sollte, neu anfangen mußte. Dadurch wurde es dem US-Imperialismus
leichter und billiger gemacht, sein Besatzungsregime zu festigen.
Gleichzeitig war es dem japanischen Monopolkapital klar, daß sich
ein Monopolkapitalismus mit der bis dahin bestandenen Rückstän-
digkeit zur Zeit der verschärften allgemeinen Krise des Kapita-
lismus sehr schwer zu entwickeln und auszudehnen vermag. Deswegen
bestand der kategorische Imperativ für das Monopolkapital, in Ja-
pan die Kämpfe des werktätigen Volks zu unterdrücken, in Asien
dem Sozialismus und der nationalen Befreiungsbewegung entgegenzu-
treten, zur Steigerung der Konkurrenzfähigkeit gegen die europäi-
schen Monopole sich in Abhängigkeit und Unterordnung den USA ge-
genüber monopolkapitalistisch zu reorganisieren und zu festigen.
Das japanische Monopolkapital wurde demnach gezwungen, nicht al-
lein in bezug auf Rohstoffe und Markt vom US-Imperialismus abhän-
gig zu bleiben, sondern auch technisch und finanziell unter dem
Schutz des mächtigen nordamerikanischen Monopolkapitals sich wie-
derzubeleben, zu festigen und weiterzuentwickeln. Hierin liegt
die erste Ursache, warum die Abhängigkeit von und Unterordnung zu
den USA in Japan ausgeprägter ist als bei europäischen Ländern.
Die zweite Ursache der abhängigen und unterordnenden Beziehungen
Japans zu den USA liegt darin, daß der US-Imperialismus in der
Nachkriegslage Asiens und Japans darum bemüht war, das japanische
Monopolkapital als willigen Bündnispartner wieder ins Leben zu
rufen und das japanische Territorium als Militär- und Versor-
gungsbasis für seine Invasionspolitik in Asien maximal auszunut-
zen. Angesichts des Sieges der chinesischen Revolution, des ra-
schen Fortschritts der asiatischen Volksbefreiungskämpfe in Süd-
korea, Vietnam etc. und des wachsenden Kampfes der japanischen
Werktätigen führte der US-Imperialismus einen Invasionskrieg in
Korea durch, festigte Japan als einen seiner Hauptstützpunkte für
die Asienherrschaft und in der Globalstrategie und beschleunigte
den Wiederbelebungsprozeß des japanischen Militarismus. Das japa-
nische Monopolkapital verriet das Interesse des Volkes und be-
schritt den Weg als Helfershelfer des US-Imperialismus für dessen
Invasionspolitik in Asien zu fungieren, damit der demokratischen
Volksrevolution Einhalt geboten, die Ausbeutung und Ausplünderung
des werktätigen japanischen Volkes aufrechterhalten und sein In-
vasionsplan in Asien eines Tages verwirklicht werde. Durch den
Abschluß des Separatfriedens in San Franzisco sowie durch die Un-
terzeichnung des Sicherheitsvertrages im Jahre 1951, kraft deren
Japan offen in die fernöstliche Invasionspolitik der USA-einge-
gliedert werden sollte, wurde die totale Besetzung Japans durch
die USA in einen halbokkupierten Zustand umgeändert und das soge-
nannte San-Franzisco-System errichtet. Außenpolitisch gesehen
handelt es sich bei ihm um ein System des Krieges und der Inva-
sion durch die reaktionären Kräfte Japans und der USA gegen den
Sozialismus, den Kommunismus und die nationale Befreiungsbewe-
gung. Innenpolitisch stellt es ein Machtsystem dar, durch welches
die Selbständigkeit Japans geraubt und die Ausbeutung und Aus-
plünderung des japanischen Volkes aufrechterhalten werden sollte.
Nach der Errichtung des San-Franzisco-Systems kam es zur raschen
Wiederbelebung und Stärkung sowie Entfaltung des japanischen Mo-
nopolkapitals, dessen Grundcharakteristikum mit der abhängigen
und untergeordneten Position dem US-Imperialismus gegenüber je-
doch unverändert blieb. 1)
Nach dem 2. Weltkrieg wurde es als theoretisch relevantes Problem
betrachtet, daß entwickelte bzw. hochentwickelte kapitalistische
Länder durch andere mächtigere imperialistische Staaten militä-
risch, politisch, wirtschaftlich etc. in unterschiedlichem Grad
untergeordnet werden. Lenin schrieb in seiner Imperialismus-Stu-
die: "Für den Imperialismus ist gerade das Bestreben charakteri-
stisch, nicht nur agrarische Gebiete, sondern sogar höchst ent-
wickelte Industriegebiete zu annektieren, denn erstens zwingt die
abgeschlossene Aufteilung der Erde bei einer Neuaufteilung die
Hand nach jedem beliebigen Land auszustrecken, und zweitens ist
für den Imperialismus wesentlich der Wettkampf einiger Großmächte
in ihrem Streben nach Hegemonie, d.h. nach der Eroberung von Län-
dern, nicht so sehr direkt für sich, als vielmehr zur Schwächung
des Gegners und Untergrabung seiner Hegemonie." 2) Er schrieb
ferner: "(Es muß hinzugefügt werden, daß) der Imperialismus nicht
allein in den neu erschlossenen, sondern auch in den alten Län-
dern zu Annexionen, zur Verstärkung der nationalen Unterdrückung
und folglich auch zur Verschärfung des Widerstandes führt." 3)
Dieser Leninsche Satz ist wichtig, weil er auf die Möglichkeit
hindeutet, daß entwickelte kapitalistische Länder durch einen
mächtigeren imperialistischen Staat "annektiert" werden. Es ist
zu beachten, daß das Problem hier unter dem Gesichtspunkt der
wechselseitigen Beziehungen der imperialistischen Staaten zuein-
ander nach der bereits abgeschlossenen Aufteilung der Erde disku-
tiert wird. Dieser Hinweis Lenins also ist äußerst bedeutsam beim
Erfassen des Problems der Abhängigkeit von entwickelten kapitali-
stischen Ländern nach dem 2. Weltkrieg. Denn nach dem 2. Welt-
krieg wurde erstens die Aufteilung der Erde nicht nur abgeschlos-
sen, sondern eine Reihe von Ländern befreite sich vom kapitali-
stischen System und bildete das sozialistische Weltsystem. Ferner
ging der Zerfall des Kolonialsystems immer weiter, so daß sich
das Herrschaftsgebiet des Imperialismus immer verengte. Zweitens
haben imperialistische Länder heute in mehr als 50 Jahren nach
der Leninschen Imperialismus-Studie eine gewaltige Akkumulation
des Kapitals und der Produktion realisiert, was die Triebkraft
zur Stärkung der Annexionsabsichten bildet. Drittens ist das Ge-
falle zwischen dem US-Imperialismus und anderen entwickelten ka-
pitalistischen Ländern in dem wirtschaftlichen und militärischen
Potential äußerst groß. 4)
Bei der Untersuchung des Problems der Abhängigkeit des japani-
schen Monopolkapitals vom US-Imperialismus ist es notwendig, die
Herrschaft des US-Imperialismus über das japanische Monopolkapi-
tal einerseits und die imperialistische Wiederbelebung und Festi-
gung des japanischen Monopolkapitals andererseits einheitlich zu
erfassen. Bekanntlich erfährt das japanische Monopolkapital unter
der Herrschaft des US-Imperialismus eine rasche imperialistische
Wiederbelebung und Festigung. Das japanische Monopolkapital, wel-
ches durch die Niederlage im letzten Krieg einen großen Schlag
erhalten hatte, erfreute sich der amerikanischen Hilfe, verwirk-
lichte mittels rücksichtsloser Ausbeutung und Ausplünderung der
werktätigen Massen Japans die Wiederherstellung der Produktion,
steigerte sie, akkumulierte und konzentrierte das Kapital, ver-
stärkte seine monopolistische Herrschaft und hat sich im schnel-
len Tempo wiederbelebt und gestärkt. In der Suche seines Marktes
und seiner Rohstoffe in Übersee wird seine Politik der imperiali-
stischen Invasion und Expansion in Kooperation mit dem US-Impe-
rialismus immer deutlicher, so daß eine große Gefahr für die
friedliebenden Völker Asiens von dem japanischen Monopolkapita-
lismus ausgeht. Dies vertieft gleichzeitig seine Widersprüche mit
Monopolen in den anderen Ländern. Der Gegensatz zu seinem Herrn,
dem nordamerikanischen Imperialismus, wird auch immer stärker.
Nun aber steht bei der vorliegenden Abhandlung die Frage so: Ist
bei der Lagebestimmung des japanischen Monopolkapitalismus der
Aspekt eines selbständigen, die anderen Völker unterdrückenden,
imperialistischen Invasionsstaates überwiegend, oder ist der Zu-
stand eines "faktisch vom US-Imperialismus abhängigen" Staates
unter dem San-Franzisco-System als wesentlicher Aspekt zu be-
trachten? Besonders bei der neuerlichen Vertiefung der interna-
tionalen Währungskrise und somit der Widersprüche der kapitali-
stischen Weltwirtschaft wurden die Gegensätze zwischen dem Kapi-
tal der USA und Japans zugespitzt wie nie zuvor. Trotzdem wäre es
ein voreiliger Schluß, wollte man ökonomische Widersprüche direkt
mit politischen bzw. militärischen Gegensätzen verbunden sehen.
Hinsichtlich der gegenwärtigen Lage bildet die Tendenz, bei ag-
gressiver Festigung des San-Franzisko-Systems im wesentlichen die
Zusammenarbeit mit den USA in Abhängigkeit von ihnen beizubehal-
ten, vielmehr den Hauptaspekt. Im folgenden sehen wir, wie sich
die vom US-Imperialismus abhängigen, untergeordneten Beziehungen
des japanischen Monopolkapitals bezüglich Kapital, Technik, Markt
und Rohstoffen vertieften und wie es zur weiteren Entwicklung
verschiedener Aspekte in der letzten Zeit kam.
1. Die japanische Abhängigkeit von den USA
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in bezug auf das Kapital und die Technik
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Der Reorganisations- und Verstärkungsprozeß des japanischen Mono-
polkapitals nach dem 2. Weltkrieg beruhte prinzipiell auf dem
niedrigeren Lohn und der höheren Exploitationsrate durch die Ar-
beitsintensivierung als in den anderen kapitalistischen Ländern
sowie auf der zusätzlichen Ausbeutung durch den Mechanismus des
staatsmonopolistischen Kapitalismus. Er war aber zugleich ein
Prozeß, in dem die Abhängigkeit vom US-Imperialismus zunahm, denn
die japanischen Monopole mußten sich auf den umfangreichen Import
von Kapital und technischen Lizenzen aus den USA stützen, um die
schnelle Kapitalakkumulation zu realisieren und den großen Rück-
stand auf dem Gebiet des wissenschaftlich-technischen Fort-
schritts rasch zu verringern.
In wenigen Jahren nach dem Krieg, d.h. in der Periode der völli-
gen Besetzung Japans durch die US-Truppen, spielten die Gegenlei-
stungsmittel und die sogenannten "Korea-Sonderaufträge" während
des US-Aggressionskrieges auf der koreanischen Halbinsel für die
Wiederherstellung der japanischen Monopole eine große Rolle. Au-
ßerdem entwickelte sich die wirtschaftliche Bindung der japani-
schen Monopole mit dem US-Imperialismus dank dem "Sicher-
heitsvertrag" und dem "separaten Friedensvertrag" im Jahr 1951
weiter. In den 50er Jahren, in der Periode des ersten "Sicher-
heitsvertrages" nämlich, wurde das US-Kapital vorwiegend in Form
des Staatskapitals nach Japan ausgeführt. Das US-Staatskapital
von der Weltbank und der Export-Import-Bank in Washington
verstärkte die Herrschaft über die japanischen Schlüssel-
industrien (Monopole der Energieerzeugung und Eisen-Stahl-In-
dustrie).
Eine Kollektivarbeit der japanischen Wirtschaftswissenschaftler
über die Monopolunternehmen des Landes - "Nihon no dokusen-
kigyoo" (Die japanischen Monopolunternehmen) - führt in ihrem
Einleitungskapitel "Die Monopole im modernen Japan" über die Be-
deutung der Infiltration des US-Kapitals in die japanische Ener-
gieindustrie, insbesondere in ihren Kern, die Stromerzeugung, so-
wie in die Eisen-Stahl-Erzeugung folgendermaßen aus: Sofort nach
Kriegsende beschäftigte sich der US-Imperialismus mit der japani-
schen Stromerzeugung, was einen Eckstein seiner wirtschaftlichen
und militärischen Herrschaft über Japan darstellte. Die zwei
großen Monopolgesellschaften für Stromerzeugung (NIHON HASSOODEN
und NIHON KYUUHAIDEN) wurden auf Grund der Weisung der US-Besat-
zungstruppen im Oktober 1950 entflochten und in neun neue Gesell-
schaften nach jeweiligen geographischen Gebieten umgewandelt.
Diese Zerteilung schuf günstige Bedingungen für die Herrschaft
des US-Imperialismus über die japanische Energiewirtschaft da-
durch, daß das Schwergewicht bei der Stromerzeugung vom Wasser-
kraftwerk auf das Wärmekraftwerk umgelegt werden sollte. Gerade
bei der Gewährung der sogenannten "Wärmekraftwerke-Anleihe" durch
die Weltbank und die Export-Import-Bank in Washington wurden den
japanischen Monopolen diese Bedingungen diktiert. Die Rolle, die
die Anleihe des US-Kapitals für die Abhängigkeitsbeziehungen ge-
spielt hatte, wurde in den folgenden Punkten zusammengefaßt:
1. Der nacheinanderfolgende Bau der großen Wärmekraftwerke dank
der ungeheuren Anleihe gab nicht nur den beiden amerikanischen
Elektromonopolen (GE und WH) den japanischen Markt für Stark-
stromanlagen frei - denn der Kauf der amerikanischen Anlagen war
in den Kredit-Bedingungen fixiert -, sondern vertiefte die Abhän-
gigkeit der japanischen Elektromonopole (TOSHIBA, MITSUBISHI-
DANKI) vom US-Imperialismus auf dem Gebiet des Kapitals und der
Technik, was später auch die Erzeugung der Atomenergie beeinflus-
sen sollte.
2. Nach diesem Anleihevertrag dürfen sich die neuen japanischen
Stromerzeugungsgesellschaften ohne Einwilligung seitens der USA
nicht wieder vereinen; die USA forderten von der japanischen
Regierung und der japanischen Entwicklungsbank (KAIHATSU GINKOO)
das japanische Staatseigentum als Pfand für die Anleihe und be-
hielten sich das Recht vor, bei der Entscheidung über den Strom-
preis mitzusprechen.
3. Ferner machten die Umorientierung vom Wasserkraftwerk auf das
Wärmekraftwerk und der Bau der großen Wärmekraftwerke die Ände-
rung der Energiebasis von der Steinkohle zum Erdöl notwendig und
gaben Anlaß zur neuen Abhängigkeit von den internationalen Erdöl-
monopolen, in denen die US-Monopole die entscheidende Rolle spie-
len. Diese Tatsache erhält später im Zusammenhang mit dem Bau der
Erdölraffinerien an der pazifischen Küste und der direkten Inve-
stition in den japanischen Erdölgesellschaften eine besondere Be-
deutung.
Unter den Anleihen von der Weltbank und der Export-Import-Bank
erlangte ferner die Anleihe für den Ausbau der japanischen Eisen-
Stahl-lndustrie seit den 1950-er Jahren eine große Bedeutung. Für
den "Zweiten Fünfjahrplan für die Rationalisierung der Eisen-
Stahl-lndustrie 1956-1960" wurde eine Geldsumme von 740 Mrd Yen
benötigt, die Eigenfonds der japanischen Eisen-Stahl-Monopole be-
trugen hiervon lediglich 200 Mrd Yen. Die Weltbank und die Ex-
port-Import-Bank stellten durch Anleihe das nötige Geld bereit,
wobei das Geld von der Weltbank für den Bau der neuen Hochöfen
und Konverter und die von der Export-Import-Bank gewährte Anleihe
für die Modernisierung der Walzwerke (mit strip-mill-Anlagen) be-
stimmt waren. Wegen der langfristigen Anleihe des Staatsgeldes
der USA sind die japanischen Stahlmonopole finanziell unter die
amerikanische Kontrolle gestellt und verpflichtet, halbjährlich
den Investitionsbericht (Investment report) der Weltbank vorzule-
gen. Diese. finanzielle Abhängigkeit der japanischen Stahlindu-
strie, die den fundamentalen Produktionszweig in der Schwer- und
Chemieindustrie darstellt, muß im Zusammenhang mit der Abhängig-
keit von den USA auf dem Gebiet der Rohstoffe (Eisenerz etc.) be-
trachtet werden.
Außerdem erfreut sich die japanische Staatseisenbahn (KOKUTETSU),
die ein wichtiges Gefäßsystem der Volkswirtschaft bildet, auch
einer riesigen Weltbank-Anleihe, die die Gefahr mit sich bringt,
daß der Transporttarif erhöht wird und die Weltbank gegebenen-
falls sich in den industriellen und militärischen Transport ein-
mischt.
Nach der Erneuerung des "Sicherheitsvertrages" im Jahre 1960 nah-
men die Investitionen des amerikanischen Privatkapitals in Japan
in Verbindung mit der Forderung der "Liberalisierung" rasch zu.
Die unmittelbaren Investitionen wie die Aktien- und Obligations-
investments und die Gründung der gemeinsamen Gesellschaften wur-
den besonders in dieser Periode die wesentlichen Formen des ame-
rikanischen Kapitalexports, während die Formen des bisherigen Ka-
pitalexports wie Finanzhilfe und Anleihen durch die Weltbank bzw.
die Export-Import-Bank immer noch fortbestanden. Nach einer zu-
sammenfassenden Statistik des japanischen Finanzministeriums in
bezug auf die Einfuhr des ausländischen Kapitals betrug die Summe
des eingeführten Kapitals von 1950 bis 1960 insgesamt 1,07 Mrd
US-Dollar, wobei der überwiegende Teil dieses Betrags aus den USA
kam. In den 60-er Jahren nahm der Kapitalimport sprunghaft zu, so
daß die gesamte Summe des eingeführten ausländischen Kapitals von
1961 bis 1969 über 11 Mrd US-Dollar betrug, was sich auf das Elf-
fache der Summe der 50-er Jahre beläuft. Bei dieser raschen Zu-
nahme des Kapitalimports wuchs auch der Anteil des US-Kapitals
besonders.
In den 50-er Jahren betrugen innerhalb der genannten Summe des
ausländischen Kapitals von 1 Mrd Dollar die Anleihen allein 854
Mio US-Dollar, d.h. über 85%. Die Investitionen mittels Wertpa-
pieren bzw. Schulden in fremden Währungen waren äußerst gering.
Innerhalb der Anleihen hatten die der Weltbank bzw. der Washing-
toner Export-Import-Bank ein besonders hohes Gewicht, so daß ihr
Anteil in der Summe des ausländischen Kapitals sich auf 54% be-
lief. In den 60-er Jahren hingegen nahm der absolute Betrag der
Anleihen zwar zu, aber ihr Anteil zeigte eine sinkende Tendenz,
was auf die Steigerung der ausländischen Kapitalinvestition durch
den Kauf der japanischen Aktien zurückzuführen war. Diese Tendenz
intensivierte sich, und seit dem Jahr 1968 zeichnete sich eine
Wende zu ihrer sprunghaften Zunahme ab. Seit Juli 1967 wurde näm-
lich die Investition des ausländischen Kapitals in Japan
"liberalisiert". Das rasche Wachstum der japanischen Monopole war
zu erwarten, worauf die Tatsache einen starken Einfluß nahm, daß
die japanische Ausfuhr nach Südostasien sowie nach den USA wegen
der Zusammenarbeit und Beteiligung der japanischen Monopole an
dem Aggressionskrieg der USA in Vietnam schnell erhöht wurden.
Die sich in Form von Konglomeraten entwickelnden amerikanischen
Weltunternehmen, welche in den 60-er Jahren in die hochentwickel-
ten kapitalistischen Länder der EWG und in Großbritannien massiv
eindrangen, bereiteten sich angesichts der oben erwähnten japani-
schen Lage auf die direkten Investitionen - nämlich auf die Eta-
blierung ihrer Gesellschaften - auch in Japan vor. In einer sol-
chen Situation kam es zum Boom der japanischen Effekten auf den
ausländischen Börsenmärkten, wobei natürlich spekulative Manöver
eine bestimmte Rolle mitspielten. Das spezifische Gewicht der An-
leihen von der Weltbank und der Washingtoner Export-Import-Bank
innerhalb der gesamten Anleihen wurde in den 60-er Jahren gerin-
ger und lag unterhalb der Eindrittelgrenze der akkumulativen
Summe der ausländischen Anleihen. Dafür aber stieg der Anteil der
Kredite von den Privatbanken der USA sowie der anderen Schulden
auf 2/3 bzw. 3/4, was eine charakteristische Änderung in der ge-
nannten Zeitspanne darstellte. In den 50-er Jahren waren 6/7 der
ausländischen Kredite für Stromerzeugung, Eisen-Stahl-Industrie,
Transportwesen und Erdölindustrie bestimmt, so daß die Anleihen
für sonstige Zwecke lediglich 1/7 ausmachten. Diese "sonstigen"
Bereiche der Wirtschaft übernahmen jedoch 54% der akkumulativen
Summe der ausländischen Anleihen in den 60-er Jahren. Die genann-
ten vier Industriezweige erfreuten sich lediglich der 46% von den
auswärtigen Krediten. Betrachtet man die Anleihen von der Welt-
bank, Export-Import-Bank, amerikanischen Privatbanken und sonsti-
gen Banken genau, so kann man Zusammenarbeit und Arbeitsteilung
sowie Spezialisierungstendenzen in bezug auf die japanischen Kre-
ditnehmer feststellen. Die Gewährung der Kredite bildet zusammen
mit der technischen Kooperation seitens des amerikanischen Mono-
polkapitals, der Bildung der Tochtergesellschaften bzw. gemeinsa-
men Gesellschaften, oder auch der Beteiligung an der Leitung
durch den Erwerb der Aktien eine organische Einheit in dem Vorge-
hen des US-Monopolkapitals. 5)
Außerdem stützt sich das japanische Monopolkapital in vielen Fäl-
len auf die modernsten Techniken der wissenschaftlich-technischen
Revolution in den USA, so daß die Abhängigkeitsbeziehungen des
japanischen Kapitalismus vom US-Imperialismus auch auf dem tech-
nischen Bereich gestärkt wird. Die nach 1950 bis Ende 1968 einge-
führten technischen Lizenzen der Kategorie A (die Lizenzen, deren
Vertrags- bzw. Zahlungsfrist sich über ein Jahr erstreckt und de-
ren Einfuhr laut Devisengesetz einer besonderen Genehmigung der
Regierung bedarf) zählten insgesamt 5840. Hiervon fallen aber le-
diglich 1350 auf den Zeitraum 1950 bis 1960, was auf die sprung-
hafte Zunahme der ausländischen Lizenzen in den 60-er Jahren hin-
deutet. In den genannten 5840 Lizenzen sind 3468 (ca. 60% der ge-
samten Lizenzen) amerikanischen Ursprungs. Dies zeigt eindeutig,
wie hoch der technische Abhängigkeitsgrad Japans von den USA ist.
Die Zahl verdeutlicht nämlich, daß das Hochwachstum der japani-
schen Wirtschaft - die Hauptgewichtsverlagerung auf die Schwer-
und Chemieindustrie - sich in hohem Maße auf die Einfuhr der
technischen Lizenzen aus den USA stützte.
Die US-Abhängigkeit auf Grund der technischen Lizenzeinfuhr be-
schränkt sich nicht nur darauf, daß die Lizenzgebühren bezahlt
werden; sondern sie äußert sich auch darin, daß man verschiedene
Bedingungen in Verbindung mit der Lizenzgabe annehmen muß. Er-
stens erhöhte sich die Zahl solcher Verträge, nach denen die ame-
rikanischen Lizenzgeber nur dann zur technischen Zusammenarbeit
bereit sind, wenn durch Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft
bzw. durch Übergabe von Aktien des japanischen Partners ihre Be-
teiligung an der Leitung der japanischen Gesellschaften verwirk-
licht wird, in den 60-er Jahren besonders. Zweitens besteht eine
geographische Absatzeinschränkung der Erzeugnisse, die auf Grund
der eingeführten Lizenztechnik hergestellt werden. Diese Mark-
teinschränkung wird Jahr für Jahr strenger. Drittens werden die
technisch hochentwickelten Waffensysteme der japanischen Streit-
kräfte, die von den Monopolen der japanischen Schwerindustrie be-
reitgestellt, werden fast ausschließlich an Hand der technischen
Lizenzen aus den USA produziert. Eine derartige imperialistische
Monopolisierung der Technik stellt die Grundlage des aggressiven
Charakters des Imports von technischen Lizenzen dar.
Wie aus dem bisher Gesagten ersichtlich, war das japanische Mono-
polkapital bei der schnellen Entwicklung seiner Schwer- und Che-
mieindustrie sowie bei dem "Hochwachstum" seiner Wirtschaft zum
beträchtlichen Teil von dem Kapital und der Technik aus den USA
abhängig. Insbesondere ist die Tatsache zu beachten, daß die Ein-
flüsse des amerikanischen Kapitals und der Technik aus den USA in
solchen Zweigen der Energiewirtschaft wie Stromerzeugung und Erd-
ölindustrie und auch in den fundamentalen Bereichen der Schwer-
und Chemieindustrie wie Eisen-Stahl, Chemie- und Elektroindustrie
hervorstechen.
2. Die japanische Abhängigkeit von den USA
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in bezug auf den Markt und die Rohstoffe
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Es wurde gezeigt, daß die entscheidenden Einflüsse des US-Impe-
rialismus auf das japanische Monopolkapital hinsichtlich des Ka-
pitals und der Technik ein wichtiges Mittel seiner imperialisti-
schen Herrschaft ausmachen. Die Einflußnahme auf dem Gebiet des
Marktes und der Rohstoffe bildet selbstverständlich ein genauso
wichtiges Infiltrationsmittel. Das japanische Monopolkapital
mußte sich im Prozeß seines "Hochwachstums" immer mehr um die Ge-
winnung der überseeischen Rohstoffe bemühen, wobei es sich meist
auf die Finanzkraft der US-Monopole stützte, so daß sich eine
führende japanische Wirtschaftszeitung zur folgenden Feststellung
veranlaßt sah: "Im Gesamtimport Japans beträgt der Anteil der
Einfuhr aus den USA ca. 30%. Nach einer Kalkulation soll jedoch
unter Einbeziehung aller Partner, die unter Kontrolle des US-Ka-
pitals stehen, der Grad der US-Abhängigkeit sich auf die Hälfte
der gesamten Einfuhr belaufen. Dies deutet auf die Einseitigkeit
bei der Wahl des Marktes hin, von dem man bezüglich der Rohstoffe
abhängt. 6)
In bezug auf die Versorgung mit den Primärenergien beispielsweise
überwog der Anteil der inländischen Rohstoffe bis vor dem fakti-
schen Beginn der "Liberalisierung des Außenhandels" (1960) gegen-
über dem der importierten. Im Jahre 1955 betrug der Anteil der
japanischen Energierohstoffe in den gesamten Primärenergien bei
Steinkohle 45% und bei Hydroenergie 21%, so daß beide zusammen
mit 66% die Hauptträger der japanischen Energieversorgung dar-
stellten. Der Anteil des Erdöls lag bei 20%, sein Anteil inner-
halb der eingeführten Energien belief sich auf 21%. Mit der Libe-
ralisierungspolitik und durch die radikale energiepolitische Umo-
rientierung, welche zur selben Zeit durch die Liberaldemokrati-
sche Regierung praktiziert und in deren Folge die Hauptenergieba-
sis von der bisherigen Steinkohle auf das Erdöl verlegt wurde,
sank der Anteil der inländischen Steinkohle 1965 auf 19% und der
der Wasserkraft auf 11%, so daß die beiden einheimischen Energien
insgesamt nur 30% - also nicht einmal ein Drittel - betrugen,
während das Erdöl mit 58% - innerhalb der importierten Energien
66% - über die Hälfte der Energieversorgung übernahm. Nach einem
Bericht von der Untersuchungskommission der Energieprobleme im
Februar 1967 wird der Anteil im Jahre 1975 bei der japanischen
Kohle 9%, der Wasserkraft 7% - die beiden zusammen 16% - und bei
dem Erdöl 73% - innerhalb der ausländischen Primärenergien 82% -
betragen. Wie nun verständlich ist, bedeutet die Herrschaft der
US-Monopole über die japanische Erdölindustrie da, wo 60% oder
gar 70% der Gesamtenergien auf der Erdölbasis bestritten werden,
für die japanische Industrie etwas ganz anderes als zu der Zeit,
als der Erdölanteil in den Energierohstoffen lediglich 20% be-
trug.
Es wird außerdem erwartet, daß durch die Energiepolitik der Libe-
raldemokratischen Regierung die Atomkraftwerke sehr rasch an Be-
deutung gewinnen werden. In diesem neu erschlossenen Gebiet ist
bereits vertraglich festgelegt, daß das angereicherte Uran nun-
mehr 30 Jahre lang ausschließlich von den USA geliefert werden
muß. Nach dem neuen US-japanischen Atomenergieabkommen ist Japan
zum Kauf von Leichtwasserreaktoren von den Firmen GE und WH ver-
pflichtet. Hierdurch wird ermöglicht, die Herrschaft des amerika-
nischen Monopolkapitals über die japanische Energiewirtschaft er-
neut auszudehnen. 7)
Was die anderen Rohstoffe anbelangt, so ist Japan bezüglich ande-
rer Industrierohstoffe als Erdöl auch von den USA bzw. ihrer
Herrschaftssphäre abhängig. Im Jahre 1966 beispielsweise wurden
76% der Eisenschrotte, 44% der Schrotte vom NE-Metall, 66% des
Phosphaterzes, 43% der Steinkohle, 58% der Rohstoffe für Pflan-
zenöle und 27% des Holzes aus den USA eingeführt. Zum überwiegen-
den Teil kam das Eisenerz aus Chile, Malaysien und Peru, das
Kautschuk aus Malaysien und Thailand, NE-Erze aus Kanada, den
Philippinen und Peru usw. Bei den genannten Ländern handelt es
sich meist um solche, welche unter dem starken Einfluß des US-Im-
perialismus stehen. Das Rohstoffproblem bildete bereits vor dem
Krieg die Achillesferse des japanischen Kapitalismus. Nach dem
Krieg aber wird diese Schwäche zusammen mit dem relativ neuen
Problem der Energierohstoffe durch den US-Imperialismus ausge-
nutzt. 8)
Einen anderen wichtigen Aspekt der US-Abhängigkeit Japans bildet
sein Marktproblem. In der Vorkriegszeit nahm für den Export von
japanischen Erzeugnissen neben den USA noch der asiatische Markt
mit China im Mittelpunkt eine wichtige Position ein. Nach dem
Krieg blieb der Handel mit China - besonders unter den Bedingun-
gen des US-japanischen Sicherheitsvertrages - in einem stark ein-
geschränkten Umfang. In der Exportstruktur der Nachkriegszeit, wo
Produkte der Schwer- und Chemieindustrie Japans an der Spitze
stehen, weisen die USA und deren ökonomische Gefolgsländer ein
erhöhtes Gewicht auf.
Der Export nach den USA erhöhte sich von 1100 Mio US-Dollar im
Jahre 1960 auf 4940 Dollar im Jahre 1969. Die Zunahme betrug also
das Viereinhalbfache. Zu dem Gesamtumfang der japanischen Ausfuhr
stand der Export nach den USA 1960 in einer Proportion von 27,1%,
die sich 1969 auf 31,0% vergrößerte. Bei der Steigerung des Wa-
renexports nach Amerika bildet die erhöhte Konkurrenzfähigkeit
des japanischen Monopolkapitals zusammen mit der US-Abhängigkeit
auf dem Exportmarkt eine komplizierte Einheit. Die japanische Au-
ßenhandelsbilanz mit den USA verzeichnete vom Anfang der 50-er
Jahre bis zur Mitte der 60-er Jahre einen starken Importüber-
schuß, was die Hauptursache für das japanische Außenhandelsdefi-
zit darstellte. Dieses Defizit wurde erst im Fiskaljahr 1965
überwunden. Mit Ausnahme des Jahres 1967 blieb der japanische Ex-
portüberschuß den USA gegenüber kontinuierlich, dessen Summe Jahr
für Jahr wuchs, so daß sich im Fiskaljahr 1969 ein Ausfuhrüber-
schuß von 870 Mio US-Dollar verzeichnete. Dabei ist der große
Einfluß der "Sonderaufträge für den amerikanischen Vietnam-
Krieg", die als Gegenleistung für das japanische Engagement in
der Vietnam-Aggression des US-Imperialismus 700 bis 1400 Mio US-
Dollar einbrachten, auf die Verbesserung der japanischen Außen-
handels- und somit auch Zahlungsbilanz sowie auf die Vergrößerung
des Devisengewinns nicht zu übersehen.
Betrachtet man die Warensortimente des japanischen Exports nach
den USA, so hatten 1956 die Erzeugnisse der Schwer- und Chemiein-
dustrie einen Anteil von ca. 20%. Den überwiegenden Teil der ja-
panischen Warenausfuhr bildeten Produkte der Leichtindustrie bzw.
Krämerwaren. Selbst im Jahre 1960 lag der Anteil der Erzeugnisse
der Schwer- und Chemieindustrie noch bei 32%. Er steigerte sich
1966 auf 61,2% und 1967 auf 63,1%. Im selben Jahr hatten die Er-
zeugnisse der Eisen-Stahl-Industrie in dem gesamten japanischen
Export einen Anteil von 17,7% und in der Ausfuhr der Erzeugnisse
der Schwer- und Chemieindustrie 28 bis 30%, was besonders auf-
fiel. Zugenommen hat der Export von Autos, Fernsehempfängern,
Kofferradios, Haushaltselektrik bzw. -elektronik. Hierbei handelt
es sich um die Erzeugnisse, die unter Ausnutzung der niedrigen
japanischen Löhne mit konzentrierter Arbeit hergestellt werden.
Die US-Monopole der Elektro- bzw. Elektronikindustrie beschäftig-
ten sich hauptsächlich mit solchen Produktionsgebieten wie Flug-
zeugbau, Raumfahrt, Raketenwaffen etc., die auf staatlichen Auf-
trägen basieren und deshalb gewinnsicher sind. Der Exportzuwachs
von den auf Grund niedrigerer Löhne preisgünstig hergestellten
Massenbedarfsgütern der japanischen Elektro- bzw. Elektronikindu-
strie ist wohl als Ergänzung der hierbei entstehenden Lücke in
den USA zu betrachten. Die Lieferung von Eisen-Stahl-Erzeugnissen
entwickelte sich wegen der niedrigen Preise, die wiederum von
niedrigen Löhnen in Japan herrührten und in der Konkurrenz als
wirksame Waffe verwendet wurden, sowie wegen der gesteigerten
Nachfrage für den Indochina-Krieg, die die Eisen-Stahl-Monopole
der USA allein nicht befriedigen konnten. 9)
Wie aus den bisherigen Ausführungen festzustellen ist, reali-
sierte der japanische Monopolkapitalismus die rasche Entwicklung
der Schwer- und Chemieindustrie sowie die Kapitalakkumulation da-
durch, daß die Abhängigkeit von und Unterordnung unter den USA-
Imperialismus auf den Gebieten des Kapitals, der Technik, der
Rohstoffe und des Marktes verstärkt wurden, wodurch aber das ja-
panische Monopolkapital in seinen Produktions- und Absatzbedin-
gungen schwer belastet werden mußte. Angesichts des ständig sich
verschärfenden internationalen Konkurrenzkampfes will das japani-
sche Monopolkapital gerade diese Widersprüche überwinden, indem
es dem US-Imperialismus weiterhin Hilfe leistet, zur Sicherstel-
lung von Rohstoffen und Märkten aber imperialistisch in südost-
asiatische bzw. lateinamerikanische Länder eindringt und im eige-
nen Lande durch die "Rationalisierung" noch niedrigere Löhne und
noch intensivere Arbeit den Arbeitern aufzwingt.
3. "Wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Japan und den USA"
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und eine neue Phase zur militaristisch-imperialistischen
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Wiederbelebung des japanischen Monopolkapitals
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Im raschen Wiederbelebungs- und Stärkungsprozeß des japanischen
Monopolkapitals, besonders beim Fortschreiten der "Liberali-
sierung" nach 1960 und bei der Entwicklung der einheimischen
Schwer- und Chemieindustrie - Höherstrukturierung der Industrie
-, verstärkte der US-Imperialismus seine Herrschaft über die
japanischen Monopole dadurch, daß gerade die Bereiche, deren
Gewicht mit der Entwicklung der japanischen Wirtschaft sehr
schnell vergrößert wird, finanziell, technisch, rohstoff- und
marktgemäß durch die USA kontrolliert werden, wie es die vorher-
gehenden Kapitel zeigten.
Gleichzeitig ist die Tatsache nicht zu übersehen, daß das japani-
sche Monopolkapital mit der raschen Entfaltung seiner Wirt-
schaftspotenzen auch als Konkurrenz gegen die US-Monopole auf den
Plan tritt. Der Umschwung der japanischen Außenhandelsbilanz mit
den USA vom lang andauernden Importüberschuß der Nachkriegszeit
zum Exportüberschuß nach 1965, die beträchtliche Steigerung der
Lieferung von japanischen Autos und Eisen- u. Stahlerzeugnissen
nach den USA, die auffällige Rolle Japans bei der neuerdings in
überseeischen Ländern vorgenommenen Erschließung der Rohstoffvor-
räte, bei der Asiatischen Entwicklungsbank, bei der Konferenz der
Gläubigerländer für Indonesien, bei der Gemeinsamen Asiatischen
Gesellschaft für Privatinvestment etc. unterstreichen diese Tat-
sache eindeutig. Ferner kamen die verschärften Gegensätze zwi-
schen den japanischen und den US-Monopolen bei der Diskussion
über die "Liberalisierung" der Autoindustrie in Japan oder auch
bei den amerikanischen Maßnahmen zur Importeinschränkung von ja-
panischen Waren zum Ausdruck. Besonders beim Ausbruch der Dollar-
krise im letzten Jahr, bei den dringenden Maßnahmen Nixons zur
Rettung der amerikanischen Währung oder auch im Verlauf der in-
ternationalen währungspolitischen Koordinierungsmaßnahmen, die
darauf folgten, spitzten sich die Widersprüche zwischen den USA
und dem japanischen Monopolkapital wie nie zuvor zu. Die Nixon-
schen Maßnahmen sollten den US-Dollar auf Kosten der Werktätigen
im Lande und durch die Opfer der anderen Staaten im Ausland ge-
waltsam über die Krise hinüberretten, wodurch Japan im Vergleich
zu den anderen betreffenden Staaten der kapitalistischen Welt be-
sonders hart getroffen wurde. Denn erstens ist die US-Abhängig-
keit der japanischen Wirtschaft durch ihre Nachkriegsentwicklung
sozusagen systemimmanent fixiert. Zweitens aber stellt die soge-
nannte "wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA und Ja-
pan" einen Mechanismus dar, kraft dessen die USA Japan solche Zu-
sammenarbeit, die sie für sich verlangen, aufzwingen.
Diese "wirtschaftliche Zusammenarbeit" ist durch § 2 des japa-
nisch-amerikanischen Sicherheitsvertrages (1960) festgelegt, de-
ren Prototyp allerdings im Hinweis der US-Besatzungsbehörde auf
die "ökonomische Kooperation der beiden Länder" (1951) zu finden
war. Unter der "Kooperation" wurden u.a. die Eingliederung der
Produktionspotenzen der japanischen Industrie in den US-Plan für
die nationale Verteidigung und Mobilisierung sowie die Entwick-
lung der südostasiatischen Länder auf Grund des Kapitals aus den
USA und der Technik bzw. der Ausrüstungen aus Japan verstanden.
Die gegenwärtige "amerikanisch-japanische wirtschaftliche Zusam-
menarbeit" ist von dem Tenor durchdrungen, daß Japan den USA
seine Unterstützung gibt auf Grund der amerikanischen Forderungen
an Japan, die sich aus der neuen Nixonschen Politik ergeben. Be-
züglich der amerikanischen Forderungen weist Akira Kudoo
(Vorsitzender der wirtschaftspolitischen Kommission beim ZK der
KPJ) auf folgende Punkte hin:
1. Abwälzung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der USA auf die
Schulter Japans; d.h. die radikale Aufwertung der japanischen
Währung Yen, die Liberalisierung des japanischen Imports und die
Herabsetzung der japanischen Zollgebühren, der völlige Abbau der
nicht-zolltechnischen Handelsbarrieren, die Eigenrestriktion der
japanischen Textilien und anderer Warenlieferungen nach den USA
etc.
2. Umgestaltung Japans zu einem freien, dem US-Monopolkapital
völlig offenen Markt; die japanische Regierung entschied sich mit
der "4. Liberalisierung des Kapitalimports" für eine beinahe
vollkommene Freigabe der unmittelbaren Investition ausländischen
Kapitals in Japan. Die USA geben sich damit noch nicht zufrieden
und fordern die ausnahmslose Liberalisierung der direkten Inve-
stition selbst mit dem 100-prozentigen ausländischen Aktienan-
teil.
3. Weitere Ausnutzung der japanischen Wirtschaftskräfte im Inter-
esse der US-Politik für Krieg und Invasion; hierbei wird von Ja-
pan erwartet, daß es sich an den Militärkosten und Auslandshilfen
der USA beteiligt. Es ist beachtenswert, daß die wirtschaftlichen
Forderungen der USA an Japan immer mehr eskaliert werden, während
die Manöver, die zur hundertprozentigen Durchsetzung dieser For-
derungen unternommen werden, immer härter und drastischer werden.
10)
Die Widersprüche zwischen dem japanischen und dem US-Monopolkapi-
tal verschärfen sich unter derartigen Bedingungen. Es ist unver-
meidlich, daß dieser Prozeß weitergeht. Trotzdem kam das japani-
sche Monopolkapital ständig auf seine Grundlinie zurück, daß es
mit den USA im wesentlichen zusammenarbeitet, wie es der bishe-
rige Verlauf der Entwicklung aufzeigt. Diese Rückfallstendenz ist
auf die vielen schwachen Punkte des japanischen Monopolkapitals -
die Auslandsabhängigkeit bezüglich der Energie- und Industrieroh-
stoffe, die Abhängigkeit von den USA und den Ländern unter der
Dollar-Herrschaft hinsichtlich des Warenexports, die fehlende
Selbständigkeit auf dem Gebiet der Technik etc. - zurückzuführen,
die trotz seiner "verstärkten internationalen Konkurrenzfähig-
keit" stets vorhanden sind. Für das japanische Monopolkapital ha-
ben das Rohstoffproblem und das Problem der technischen Entwick-
lung in den Spitzenbereichen im Hinblick auf die künftige Wirt-
schaftsexpansion höchsten Dringlichkeitsgrad. Desto weniger ist
das japanische Monopolkapital bereit, das abhängige Bündnis mit
dem US-Monopolkapital aufzugeben. Nicht zuletzt wegen der Konkur-
renz mit den EWG-Ländern müssen die japanischen Monopole ihre
Bindung mit den USA festigen.
Das japanische und das amerikanische Monopolkapital sind gewillt,
die Widersprüche zwischen ihnen, eben weil sie ökonomisch immer
schärfer werden, möglichst im Rahmen des Militärbündnisses auf
Grund des US-japanischen Sicherheitsvertrages zu überwinden. Es
ist diesbezüglich bedeutsam, daß die USA nicht nur dank der
"wirtschaftlichen Zusammenarbeit" das japanische Kapital auf die
Position eines gehorsamen Juniorpartners zwingen wollen, sondern
mit Nachdruck Japan dazu stimulieren, seine wirtschaftliche Ex-
pansion weiterzutreiben, sich militaristisch-imperialistisch wie-
derzubeleben und zu verstärken. Die Wiederbelebung und Stärkung
des Imperialismus und Militarismus bildet eine der wesentlichen
Forderungen des japanischen Monopolkapitalismus, für deren Ver-
wirklichung er sich konsequent einsetzt.
Dem japanischen Monopolkapital wurden vom US-Imperialismus "be-
sondere Vorteile" als Gegenleistung dafür eingeräumt, daß es
unter dem San-Franzisco-System die Souveränität des japanischen
Staates stückweise den USA verkaufte. Die Stationierung der US-
Streitkräfte in Japan und auf Okinawa glich nämlich die noch
schwachen Unterdrückungsapparate des japanischen Militarismus im
Lande aus. Die Präsenz der US-Truppen im Fernen Osten ersetzte
die Funktion des Militarismus zur Aufrechterhaltung der eigenen
"Machtsphäre" nach außen. Dies zeigte sich z.B. dadurch, daß die
japanischen Militärausgaben noch auf einem verhältnismäßig nied-
rigen Niveau liegen und daß die unmittelbaren und mittelbaren
Sonderaufträge für die japanische Industrie, durch welche die
blutbefleckten, von den USA in Asien verteilten Dollar aufgesam-
melt werden, und die Gewinnung der Rohstoffe etc. ein außerge-
wöhnliches Glied in den Akkumulationsbedingungen des japanischen
Kapitalismus ausmachen. Und das war gleichzeitig der Grund, warum
der japanische Monopolkapitalismus eher als wirtschaftliche und
weniger als politische bzw. militärische "Großmacht" in Erschei-
nung trat. Unter den neuen Bedingungen jedoch, wo sich die Gegen-
sätze soweit vertieft haben, daß der US-Imperialismus seinem ja-
panischen Partner nicht mehr die bisherigen "besonderen Vorteile"
zu gewähren vermag, wird Japan gezwungen, für die Zukunft der
wirtschaftlichen "Großmacht" selbst die volle Verantwortung tra-
gen. Daher wird der Trieb, den japanischen Imperialismus und Mi-
litarismus auf allen Linien zu festigen, im japanischen Monopol-
kapital heftiger als je zuvor. 11) Dieser Trieb offenbart sich
zur Zeit allmählich darin, die imperialistische Expansion zu ver-
stärken, die "Liberalisierung" des Außenhandels zu erweitern und
die des Kapitals einzuführen, die sogenannten "Verteidigungs-
kosten" zu erhöhen, die Militärproduktion zu steigern, zum Kauf
der amerikanischen Waffen mehr Geld auszugeben, einen Teil der
amerikanischen Militärausgaben zu übernehmen, zu diesem Zweck den
Umfang des japanischen Staatshaushalts zu vergrößern und durch
hohe Steuern und steil hochschnellende Inflation die werktätige
Masse auszuplündern. Die japanischen Monopole beabsichtigen, an
Hand des "Repatriationsabkommens für die Inselgruppe Okinawa"
(1971) und entsprechend den ökonomischen Potenzen, die in der
kapitalistischen Welt hinsichtlich der Industrieproduktion den
zweiten Platz hinter den USA für sich beanspruchen, den
Sicherheitsvertrag de facto zu revidieren, damit ihre politische
und militärische Position des Haupthelfers der USA bei der
Durchführung des Invasionsvorhabens des US-Imperialismus in Asien
aufgebaut wird.
Konkret gesprochen geht es erstens um die Verwandlung des US-ja-
panischen Militärbündnisses in ein nukleares Bündnis, wobei die
Rückgabe Okinawas samt den dort befindlichen Kernwaffenstützpunk-
ten unter Maßgabe, daß die Basen den USA weiterhin frei zur Ver-
fügung stehen sollen, als Anlaß genommen wird. Zweitens handelt
es sich um die enorme Steigerung und Modernisierung der japani-
schen Militärpotenzen, die durch den 4. Verteidigungsplan mit
über 5 Billionen Yen hauptsächlich zwecks der "Verteidigung" Oki-
nawas zustande gebracht werden sollen. Drittens hängt es zusammen
mit der de-facto Abschaffung der Vertragseinrichtung, daß die USA
mit Japan konsultieren müssen, wenn sie ihre in Japan stationier-
ten Streitkräfte gegen ein drittes Land einsetzen wollen. Da
durch die Rückgabe Okinawas in der vorliegenden Form das
g a n z e Japan in einen Okinawa ähnlichen Status gebracht wird,
bedeutet es, daß die US-Streitkräfte von ihren japanischen Basen
aus frei gegen ein drittes Land operieren dürfen und daß die Mög-
lichkeit der militärischen Kooperation zwischen Japan und den USA
im westpazifischen Raum erhöht wird. Viertens geht es darum, ein
antikommunistisches Militärbündnis von den USA, Japan, Südkorea
und Taiwan faktisch aufzustellen. 12)
Die Absicht des japanischen Monopolkapitals wird noch deutlicher,
wenn man bedenkt, daß die Konzeption des 5. Verteidigungsplans,
der den 4. Plan in der 2. Hälfte der 70er Jahre ablösen soll und
eine Plansumme von 12 Billionen Yen vorsieht, für die Abänderung
der pazifistischen Verfassung Japans zwecks Entsendung der japa-
nischen Streitkräfte nach Übersee sowie nuklearer Bewaffnung des
Landes spätestens während des Planzeitraums plädiert.
Der japanische Militarismus belebt sich rasch unter aggressiver
Stärkung des japanisch-amerikanischen Militärbündnisses in Abhän-
gigkeit von den USA wieder. Er befindet sich jedoch in einer
schwierigen Situation, in der ihm der Weg zur Einführung der
Wehrpflicht oder auch zur Entsendung der japanischen Truppen nach
Übersee mit der Zielstellung auf die Unterdrückung der anderen
Völker vor allem wegen der verfassungsmäßigen Einschränkungen
(dank ihrer pazifistischen und demokratischen Artikel) sowie ver-
möge der Kämpfe der demokratischen Kräfte Japans eben noch ver-
sperrt bleibt. Im Unterschied zur Vorkriegszeit gelingt es den
reaktionären Kräften Japans und der USA noch nicht, solche Bedin-
gungen hervorzurufen, mit dem offen verkündeten Ziel auf Krieg
oder Aggression die ganze Politik, das ganze gesellschaftliche
Leben des Landes militaristisch zu mobilisieren.
Unter diesen Umständen wird das reaktionäre Bemühen der herr-
schenden Kreise Japans und der USA heftiger, die gewaltsamer denn
je die politische Reaktion vorantreiben und dadurch die aggres-
sive Festigung des japanisch-amerikanischen Militärbündnisses in
Abhängigkeit von den USA sowie die totale Wiederbelebung und
Stärkung des japanischen Militarismus ermöglichen wollen. Sie in-
tensivieren ihren ideologischen Angriff gegen das japanische Volk
noch mehr. Diese Umstände deuten jedoch zur gleichen Zeit darauf
hin, daß eine reale Möglichkeit vorhanden ist, kraft eines ge-
schlossenen Kampfes aller demokratischen Menschen gegen die japa-
nisch-amerikanische Reaktion dem sich wiederbelebenden Militaris-
mus Einhalt zu gebieten, ferner das Militärbündnis zwischen Japan
und den USA zu zerschlagen, den Militarismus auszurotten und da-
durch ein selbständiges, demokratisches, friedliebendes, neutra-
les und blühendes neues Japan aufzubauen. 13)
Die Kämpfe des japanischen Volkes in den 70er Jahren bleiben da-
her nicht im Rahmen einer Defensive gegen die Angriffe der japa-
nisch-amerikanischen Reaktion. In ihrer Entwicklung wird der Cha-
rakter dieser Kämpfe immer deutlicher: Es handelt sich dabei um
das Entweder-Oder zwischen den zwei Perspektiven Japans, zwischen
dem Weg des japanischen Volkes und dem der reaktionären Kräfte
Japans und der USA; es ist eine totale politische Konfrontation
des Weges zur Unabhängigkeit, Demokratie, dem Frieden, der Neu-
tralität und dem Wohlstand gegen den Weg des von den USA abhängi-
gen, japanisch-amerikanischen Militärbündnisses und der militari-
stisch-imperialistischen Wiederbelebung.
_____
1) Vgl. hierzu: DAS PROGRAMM DER KP JAPANS, Juli 1961; Oka, Ma-
sayoshi: "Die wirtschaftliche Abhängigkeit und die Wiederbelebung
des Imperialismus", in: ZEN' EI, Juni-Heft 1961; Uno, Saburoo:
"Die Perspektive der japanischen Revolution und die Leninsche
Lehre über den Imperialismus", in: KEIZAI, Dezember-Heft 1967,
u.a.m.
2) W.I. Lenin: WERKE, Bd. 22, S. 273, Berlin 1960.
3) W.I. Lenin: WERKE, Bd. 22, S. 303, Berlin 1960.
4) Siehe hierzu: Ichinose, Hidebumi: "Das Abhängigkeitsproblem
bei entwickelten kapitalistischen Ländern", in: KEIZAI, Dezember-
Heft 1967.
5) Vgl. hierzu: Yokote, Fumio: "Die Entwicklung des japanischen
Kapitalismus in den 60er Jahren und die Perspektive der 70er
Jahre", 2. Teil, in: ZEN'EI, August-Heft 1970.
6) Siehe: MHON KEIZAI SHIMBUX, Ausgabe vom 2.2.1969.
7) Vgl. Kudoo, Akira: "Der Sicherheitsvertrag und die japanische
Wirtschaft", in: KEIZAI, Sondernummer, April 1969.
8) Siehe: DIE MONOPOLUNTERNEHMEN IN JAPAN, Bd. 1, Einleitungska-
pitel.
9) Vgl. Yokote, Fumio, a.a.O.
10) Vgl. AKAHATA, Ausgabe vom 9.10.1971.
11) Siehe Koozuki, Tooru: "Der japanische Militarismus in den
70er Jahren", in: KEIZAI, September-Heft 1971.
12) Vgl. Ueda, Kooichiroo: "Die Perspektive der japanisch-ameri-
kanischen Verhandlungen und eine neue Phase in der Wiederbelebung
des japanischen Militarismus und Imperialismus in Abhängigkeit
von den USA", in: ZEN'EI, Juli-Heft 1969.
13) Vgl. "Besonderheiten der Lage in bezug auf das Problem des
Jahres 1970 und die Politik und Orientierung der Kommunistischen
Partei Japans", in: ZEN'EI, Juli-Heft 1969.
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