Quelle: Sozialistische Politik Jahrgang 1973


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       Kurzanalysen, Berichte
       

ARBEITERBEWEGUNG UND WISSENSCHAFT

Lange vor Marx war bereits bürgerlichen Historikern und Ökonomen der Begriff des "Klassenkampfs" nicht fremd. Doch es fehlte ihnen die wissenschaftliche Erklärung des "rätselhaften" Phänomens, seiner geschichtlichen Entstehung und Entwicklung. Erst Marx ge- lingt der Nachweis, daß die Existenz der Klassen an bestimmte hi- storische Entwicklungsphasen der Produktion gebunden ist, und im Verlauf dieser Phasen die "Diktatur des Proletariats" den Über- gang bildet zur Aufhebung jeder Klassenspaltung überhaupt. 1) Diese wissenschaftliche Erkenntnis, erarbeitet auf der Grundlage des modernsten Standes der damaligen bürgerlichen Gesellschafts- und Naturwissenschaft, ist allerdings nicht von der Art positivi- stischer Beschreibung und Erklärung eines dem menschlichen Han- deln vorgegeben, gleichsam mechanisch ablaufenden Geschichtspro- zesses. Die Bedingung ihrer Wahrheit ist ihre Vermittlung zur Praxis der zum Klassenkampf Gezwungenen. Erst die Einführung der wissenschaftlichen Erkenntnis von den Bedingungen und der Funk- tion des Klassenkampfes in diesen selbst legt die Grundlage für seine endgültige Aufhebung. 2) Mit der Entstehung der Arbeiterbe- wegung und ihrer sozialistischen Politik war zum ersten Mal in der Geschichte eine organisierte politische Kraft gegeben, die auf Grund ihrer kontinuierlichen Arbeit (erzwungen durch die Lo- gik der Kapitalverwertung) neue Formen der demokratischen Organi- sation und neue Ideen der demokratischen Herrschaft entwickeln konnte. Mit der "Organisation der Arbeiterklasse, die selbst das natürliche Produkt war, wurde das Ziel, jegliche Ausbeutung des Menschen durch den Menschen endgültig abzuschaffen und die ge- sellschaftliche Produktion zur Befriedigung der Bedürfnisse aller zu planen, möglich" 3). Einem solchen langfristigen Interesse konnte die Arbeiterbewegung nur dann erfolgreich nachgehen, wenn sie ihre Politik auf wissenschaftliche Grundlagen stellte. Welcher Methoden die Arbeiterbewegung sich für die Verwissen- schaftlichung ihrer Politik bediente und zu bedienen hat, ist al- lerdings umstritten. 4) Der These, das wissenschaftliche Bewußt- sein der Arbeiterklasse entstehe gleichsam spontan im Verlaufe ihres Kampfes 5) steht die Auffassung gegenüber, die Ausarbeitung der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus sei gleichsam von der neugeborenen Arbeiterbewegung in Auftrag gegeben worden, weil sie die Theorie benötigte und weil Arbeitergruppen die Probleme der revolutionären Politik und der revolutionären Organisation zu diskutieren begannen. Lenin formulierte diese Auffassung sehr deutlich: "Die Geschichte aller Länder zeugt davon, daß die Ar- beiterklasse ausschließlich aus eigener Kraft nur ein trade-unio- nistisches Bewußtsein hervorzubringen vermag, d.h. die Überzeu- gung von der Notwendigkeit, sich in Verbänden zusammenzuschlie- ßen, einen Kampf gegen die Unternehmer zu führen, der Regierung diese oder jene für die Arbeiter notwendigen Gesetze abzutrotzen u.a.m. Die Lehre des Sozialismus ist hingegen aus den philosophi- schen, historischen und ökonomischen Theorien hervorgegangen, die von den gebildeten Vertretern der besitzenden Klassen, der Intel- ligenz, ausgearbeitet wurden." 6) Die Synthese einer Unmenge von Daten, die der Praxis entnommen und zu einer wissenschaftlichen Theorie zusammengefaßt wurden, konnte sich nach Lenins Auffassung nicht spontan aus der Massenbewegung selbst ergeben, da sie eine langfristige und exakte wissenschaftliche Forschungsarbeit zur Voraussetzung hatte. Cornforth folgert daraus: "Diese Arbeit konnte nur von Gelehrten, von Intellektuellen getan werden". 7) Er fährt dann fort: "Die Männer, die ursprünglich an der Theorie arbeiteten, haben selbst nicht in Fabriken oder Bergwerken gear- beitet. Aber sie konnten diese Aufgaben bewältigen, weil sie wuß- ten, was in den Fabriken und Bergwerken vor sich ging, und weil sie ihre Tätigkeit ausschließlich der Sache der Arbeiterbewegung widmeten, mit der sie sich solidarisch erklärten. Sie konnten die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus aufstellen, weil sie sich, erstens, von Anfang an mit den Ungerechtigkeiten und Wider- sprüchen der von ihnen vorgefundenen Gesellschaft auseinander- setzten und entschlossen waren, eine Lösung zu finden; weil sie, zweitens, das aus der Vergangenheit stammende Erbe der fort- schrittlichen Wissenschaften und Philosophie heranziehen und gleichzeitig erkennen konnten, wie unzulänglich die Ideen und Ge- danken der Vergangenheit für die Probleme der Gegenwart waren; und weil sie, drittens, in der Arbeiterbewegung die Bewegung der Zukunft erkannten." 8) Sowohl die Spontaneitätsthese als auch eine zwischen den beiden oben genannten Positionen vermittelnde 9) erscheint bei näherem Hinsehen als fragwürdig. Denn die Tatsache, daß für eine grundle- gende gesellschaftliche Umwälzung notwendige objektive Vorausset- zungen existieren müssen, hat zur Folge, daß diese Revolution praktisch nur durchführbar ist, wenn eine auf der wissenschaftli- chen Einschätzung der Notwendigkeit beruhende Aktion diese Vor- aussetzungen kennt und beachtet. Werden die Voraussetzungen nicht wissenschaftlich analysiert und entsprechend beachtet, fehlt die Vermittlung der gesellschaftlichen Praxis mit der Realität. Wis- senschaftliche Analyse heißt dabei in jedem Falle theoriegelei- tete und theoriebezogene Analyse. Wissenschaftliche Erkenntnis ist stets theoretische, d.h. in einen Zusammenhang eingeordnete, daher systematische Erkenntnis. Eine einzelne wahre Aussage ist noch lange keine wissenschaftliche Aussage. "Wissenschaftliche Erkenntnis ist immer relativiert, auf ein System, eine Theorie oder Hypothese bezogen und liegt immer in Gestalt wissenschaftli- cher Systeme, Theorien und Hypothesen vor." 10) Eine unstruktu- rierte Menge wahrer Aussagen, nur summarisch zusammengefaßt, stellt keine wissenschaftliche Erkenntnis dar. Dieser Systemcha- rakter der Wissenschaft hängt eng zusammen mit der logischen De- duzierbarkeit im Rahmen der Theorie und der sich daraus ergeben- den Erprobbarkeit der Theorie in der Praxis. Ohne eine solche Er- probbarkeit hätte die Theorie von vornherein keine Aussagefähig- keit. Sie könnte prinzipiell alles oder nichts erklären. Gerade idealistische Theorien zeichnen sich durch solch einen "Vorteil" aus, nicht erprobbar zu sein; sie sind damit weder empirisch wi- derlegbar, noch praktisch fruchtbar (wohl aber nützlich für die Verschleierung wirklicher Zusammenhänge). Die Erarbeitung solch systematischer theoretischer Erkenntnis, also wissenschaftlicher Erkenntnis, ist ohne Kenntnis von Logik und Methodik, der Geschichte der Wissenschaft und ihrer Funkti- onszusammenhänge gänzlich ausgeschlossen. Dies erhellt bereits aus dem oben beschriebenen Charakter systematischer Erkenntnis. Deshalb erfordert wissenschaftliche Analyse selbstverständlich hohes intellektuelles Niveau und gründlichste Vorbildung. Sie konnte und kann nur von "Intellektuellen" geleistet werden. Jede Spontaneitätstheorie oder ihr verwandte Vorstellungen gehen am Kern der allgemeinsten Voraussetzungen von "Wissenschaftlichkeit" überhaupt vorbei und landen dort, wo alle subjektiv Wohlmeinen- den, sind sie nur der Arbeiterklasse verbunden oder in einer ih- rer Parteien organisiert, einen Beitrag zur Theorie des wissen- schaftlichen Sozialismus meinen liefern zu können. Dies aber wäre das Ende eines wissenschaftlichen Sozialismus und ein Rückfall der Theorie der Arbeiterbewegung auf das Niveau diskussionsfreu- diger Pragmatiker. Jedwedem Opportunismus wäre damit Tür und Tor geöffnet. Gerade in der Auseinandersetzung mit opportunistischen Strömungen in der Arbeiterbewegung hat deshalb Lenin seine Kon- zeption von der Verwissenschaftlichung der Politik der Arbeiter- klasse entwickelt 11). Wissenschaftliche, theoretische Arbeit und die Aneignung ihrer Ergebnisse hängen demnach von gewissen intellektuellen Fähigkei- ten des Denkens in geschichtlichen Zusammenhängen, der "Kon- struktion" von in der Praxis erprobbaren Theorien mit Hilfe der Mittel der Dialektik und der Logik, der theoretischen Verar- beitung und Systematisierung von empirischen Fakten u.a. ab. Die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus mußte dementsprechend sowohl von Intellektuellen erarbeitet als auch später auf Grund intellektueller Fähigkeiten erlernt, studiert, in der Praxis er- probt und entwickelt werden. Insofern ist die Behauptung, die Theorie der Arbeiterbewegung und ihre Weiterentwicklung stamme "im wesentlichen nicht von Intellektuellen" 12) falsch, da sie irrtümlicherweise den Begriff des "Intellektuellen" mit dem Be- griff der "Intelligenz" als spezifischer sozialer Gruppe verwech- selt. Selbstverständlich sind die Begründer des wissenschaftlichen So- zialismus von der Arbeiterbewegung nicht getrennt gewesen, sie waren auch nicht Angehörige einer "Intelligenz", die der Arbei- terbewegung beitraten, um ihr Unterricht zu erteilen, sondern sie arbeiteten innerhalb dieser Bewegung und führten sie. Gerade die Führer der Internationalen Arbeiterbewegung waren und sind solche Intellektuelle, die auf Grund ihrer Bildung und theoretischen Praxis zur Aneignung und Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Sozialismus fähig waren und sind. Deshalb konnte von ihnen gesagt werden: "Sie erarbeiteten die Theorie für die Bewegung, trugen diese Theorie in die Bewegung hinein und kämpften dann darum, daß diese Theorie anerkannt und verstanden werde." 13) Lenin weist mit Recht auf die Ausführungen von Engels über die Bedingungen für das Akzeptieren des wissenschaftlichen Sozialismus gerade durch die deutsche Arbeiterbewegung hin: Ohne "theoretischen Sinn unter den Arbeitern wäre dieser wissenschaftliche Sozialismus nie so sehr in ihr Fleisch und Blut übergegangen, wie dies der Fall ist" 14). Intellektualität, verstanden als Fähigkeit zu wissenschaftlichem, theoretischem Denken, ist also eine prinzipielle Voraussetzung für die Entwicklung und Aneignung des wissenschaftlichen Sozia- lismus. Allerdings ist sie n u r e i n e Bedingung neben ande- ren für die Entstehung und Entwicklung der Theorie der Arbeiter- bewegung. Wie jede andere wissenschaftliche Theorie kann der wis- senschaftliche Sozialismus natürlich nur in seiner Anwendung ent- wickelt werden. Deshalb entstand er erst im Zusammenhang mit der politischen Praxis einer vereinigten Arbeiterbewegung, d.h. nur in deren politischer Organisation, also in ihrer Partei und deren Vorläufer. "Eine politische Partei ist die einzige Organisation, die ... die Wissenschaft in die Bewegung hineintragen kann. Und nur, indem sie das tut, kann eine politische Partei die Massenbe- wegung mit einer politischen Führung ausrüsten, damit sie die Macht erringen und den Sozialismus aufbauen kann." 15) Ausge- schlossen ist damit, daß zwischen den intellektuellen Führern ei- nerseits und etwa Bebel, Dimitroff und Thorez andererseits unter- schieden werden könnte. 16) Letztere sind gerade solche intellek- tuell befähigten Führer der Arbeiterbewegung, die die Weiterent- wicklung des wissenschaftlichen Sozialismus garantieren. 17) Wenn der wissenschaftliche Sozialismus einerseits auf dem modern- sten Stand bürgerlicher Gesellschafts- und Naturwissenschaft auf- baut, ist er damit andererseits natürlich gleichzeitig in der Lage, in Auseinandersetzung mit dieser bürgerlichen Wissenschaft sich zu bewähren. Die Geschichte seiner Entwicklung zeigt, wie es ihm immer wieder gelang, durch die bürgerliche Wissenschaft auf- geworfene Fragen und Probleme zu lösen, deren Beantwortungsversu- che die Wissenschaft der herrschenden Klasse in ausweglose theo- retische Widersprüche verwickelte. Gleichwohl war diese Aufarbei- tung neuer Problemstellungen durch die wissenschaftliche Theorie der Arbeiterbewegung oft selbst ein widersprüchlicher Prozeß. Man denke etwa an die Auseinandersetzungen des Marxismus mit dem Neo- positivismus, dem modernen Empirismus, von denen Fiedler sagt, es müsse noch heute berücksichtigt werden, "daß sich Kritik und Ein- schätzung des Neopositivismus durch die marxistisch-leninistische Philosophie im Verlauf der letzten fünfzehn Jahre erheblich ge- wandelt haben, Fehleinschätzungen und bloße Beschimpfungen haben allmählich einer wissenschaftlich fundierten und sachlichen Kri- tik Platz gemacht." 18) In der Analyse der Auseinandersetzung des wissenschaftlichen Sozialismus mit sogenannten neomarxistischen Anschauungen weist Gedö darauf hin, daß eine "doktrinäre Deutung" der Lehre von Marx und Lenin für den Prozeß der Widerlegung und Überwindung idealistischer Positionen wertlos ist. Denn sie "hält Verdammung schon für Widerlegung, nimmt die ideellen Meinungsver- schiedenheiten und die wirklichen Probleme, die die 'Neomar- xisten' falsch stellen und lösen, nicht ernst" 19). Die wissen- schaftliche Auseinandersetzung hat gerade auch die "ideellen Meinungsverschiedenheiten" ernstzunehmen. Eine Ausarbeitung die- ser Auseinandersetzungen bedeutet nicht, die "Illusion vom rationalen Diskurs" 20) zu reproduzieren; sie stellt lediglich einen ersten, gleichwohl aber notwendigen Schritt der ideo- logischen Auseinandersetzung, des ideologischen Kampfes dar. Dies umso mehr, als die wissenschaftlich-technische Revolution im Rah- men des staatsmonopolistischen Systems zu verstärkten Widersprü- chen in der gesellschaftlichen Entwicklung führt, zugleich , aber eine zunehmende Verwissenschaftlichung weiterer Bereiche gesell- schaftlicher Praxis nach sich zieht. Der "Prozeß der Verwissen- schaftlichung bereitet sich gerade gegenwärtig mit außerordentli- cher Beschleunigung in allen Sphären des gesellschaftlichen Le- bens aus" 21). Ideologische Auseinandersetzung als wissenschaft- liche Auseinandersetzung, in der die Problemstellungen des Gegners ernst genommen werden müssen, ist deshalb mehr denn je ein Gebot der Stunde. Auf Grund der zunehmenden Labilität und Widersprüchlichkeit des imperialistischen Weltsystems verschärft sich die ideologische Auseinandersetzung; auf Grund der zunehmenden Verwissenschaftlichung stellt diese Auseinanderset- zung auch zunehmende theoretisch-systematische Ansprüche an die Kontrahenten. 22) Ideologischer Klassenkampf ist deshalb auf allen Ebenen immer mehr an Vorbildung und methodisches Rüstzeug gebunden. Primär ist die Forderung nach immer gründlicherer Verwissen- schaftlichung der Politik der Arbeiterbewegung aber gegründet auf die Notwendigkeit der Masse der Werktätigen, sich im Widerspruch zu den herrschenden Klassen mit dem Ziel der Veränderung der Ge- sellschaft zu organisieren und zu politisieren. Erst die wissen- schaftliche Analyse deckt die Bedingungen für die notwendige Ver- änderung gesellschaftlicher Verhältnisse auf. "Die wissenschaft- liche Forschung entdeckt stets und ständig Möglichkeiten für die menschliche Aktion. Denen, die interessiert sind, sagt sie, wie sie solche Dinge tun können, die sie zuvor nicht tun konnten. Sie läßt praktische Errungenschaften möglich werden, von denen man kaum zu träumen wagte, da sie die wirklichen Voraussetzungen da- für, daß diese Dinge hervorgebracht werden, und dafür, wie sie hervorgebracht werden können, aufdeckt. Die marxistische Wissen- schaft zeigt der Arbeiterklasse, wie es möglich ist, die Befrei- ung zu erringen ... Die marxistische Wissenschaft zeigt die not- wendigen Voraussetzungen für die Befreiung - und eine dieser Vor- aussetzungen ist, daß die Bewegung die wissenschaftliche Theorie zur Grundlage ihrer Praxis machen und daß der 'Sozialismus eine Wissenschaft werden muß'." 23) Karl Theodor Schuon _____ 1) Vgl. dazu: Michael Mauke: DIE KLASSENTHEORIE VON MARX UND EN- GELS, Frankfurt/M. 1970, S. 18 ff. 2) Vgl. Friedrich Engels: "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft", in: MEW 19, Berlin 1969, S. 177- 228, hier: S. 223 ff. Die "Prognose" der Aufhebung ist also eine bedingte, d.h. es gibt auch andere Möglichkeiten, den Klassen- kampf zu beenden, wie z.B. den "gemeinsamen Untergang der kämp- fenden Klassen" (Karl Marx und Friedrich Engels: MANIFEST DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI, Berlin 1968, S. 43). 3) Maurice Cornforth: MARXISTISCHE WISSENSCHAFT UND ANTIMARXISTI- SCHES DOGMA, Frankfurt/M. 1970, S. 192. 4) Vgl. Franz Jakubowski: DER IDEOLOGISCHE ÜBERBAU IN DER MATE- RIALISTISCHEN GESCHICHTSAUFFASSUNG, Frankfurt/M. 1968, S. 110 ff. 5) Vgl. etwa: Rosa Luxemburg: SCHRIFTEN ZUR THEORIE DER SPON- TANEITÄT, Reinbek 1970, S. 95. 6) W.I. Lenin: "Was tun?", in: Lenin: AUSGEWÄHLTE WERKE, Band I, Berlin 1970, S. 166. 7) Cornforth: MARXISTISCHE WISSENSCHAFT..., a.a.O., S. 193. 8) Ebda., S. 193. 9) Vgl. etwa: Jakubowski: DER IDEOLOGISCHE ÜBERBAU..., a.a.O., S. 111/112. 10) Karel Berka u.a.: DIE WISSENSCHAFT VON DER WISSENSCHAFT, Ber- lin 1968, S. 150. 11) Vgl. Lenin: "Was tun?", S. 161: "Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben. Dieser Gedanke kann nicht genügend betont werden in einer Zeit, in der die zur Mode gewordene Predigt des Opportunismus sich mit der Begeiste- rung für die engsten Formen der praktischen Tätigkeit paart." 12) Werner Keil: "Wissenschaft...", in: MARXISTISCHE BLÄTTER, 10/1972, Nr. 6, S. 97/98, hier: S. 98. 13) Cornforth: MARXISTISCHE WISSENSCHAFT..., a.a.O., S. 193. 14) Lenin: "Was tun?", S. 162 15) Cornforth: MARXISTISCHE WISSENSCHAFT..., a.a.O., S. 194. 16) Hätte Keil (vgl. Keil: "Wissenschaft", S. 98), der meinen früheren Ausführungen dazu (vgl. Karl Theodor Schuon: WISSEN- SCHAFT, POLITIK UND WISSENSCHAFTLICHE POLITIK, Köln 1972, S. 214 ff.) unberechtigterweise eine solche Unterscheidung unterzuschie- ben versucht, meine dortigen Bemerkungen über Bebel und den Wan- del des Klassenursprungs der Intellektuellen der proletarischen Partei gelesen (S. 223 ff.), wäre er vor der fälschlichen Gleich- setzung von Intellektuellen und Intelligenz, die seiner Kritik zugrunde liegt, bewahrt geblieben. 17) Ebenso: Wilhelm Raimund Beyer: "Der interessanteste Jubilar des Jahrgangs 1902: Lenins Schrift: Was tun? ", in: DZFPH, 10/1972, Nr. 11, S. 1352. 18) Frank Fiedler: EINHEITSWISSENSCHAFT ODER EINHEIT DER WISSEN- SCHAFT? , Berlin 1971, S. 80/81. 19) Andras Gedö: "Synthese oder zusammengesetzter Irrtum? Zur Philosophie des 'Neomarxismus' ", in: MARXISTISCHE BLÄTTER, 10/1972, Nr. 6, S. 73-81, hier: S. 80; vgl. dazu auch: Werner Hofmann: STALINISMUS UND ANTIKOMMUNISMUS, Frankfurt/M. 1967, S. 87 ff., wo davon die Rede ist, daß nicht vorschnell an die Stelle der "immanenten" Kritik gegnerischer Auffassungen die "transzen- dente" treten darf. Sonst treten Parteilichkeit und Objektivität auseinander, wo doch Parteilichkeit der Wissenschaft in Wirklichkeit Vertiefung ihrer Objektivität zu bedeuten hat. 20) Keil, Wissenschaft..., a.a.O., S. 98. 21) Jürgen Kuczynski: WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT, Berlin 1972, S. 19. 22) Vgl. dazu auch: Walter Jopke: IDEOLOGISCHER KLASSENKAMPF UND SOZIALISTISCHES BEWUSSTSEIN, Frankfurt/M. 1971, S. 29 ff. 23) Cornforth: MARXISTISCHE WISSENSCHAFT..., a.a.O., S. 195. zurück