Quelle: Sozialistische Politik Jahrgang 1973
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Diskussion, Besprechung
THESEN ZU EINIGEN "LINKEN" BILDUNGSÖKONOMISCHEN AUFFASSUNGEN
1.
Im Laufe der 60er Jahre verschärften sich die Klassenkämpfe in
den entwickelten kapitalistischen Ländern, so auch in der BRD.
Die Zunahme der Klassenkämpfe in der BRD führte auch zu einer
Stärkung der demokratischen Bewegung im Bildungssektor. Sowohl
diese Stärkung wie die Komplexität der Entwicklungen zwang die
demokratische Bewegung zu einer genaueren Analyse des Bildungs-
sektors unter den kapitalistischen Bedingungen der BRD und West-
berlins, um die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung aufzudecken. 1)
Das führte zu Bestrebungen zur Entwicklung einer Theorie, die aus
der Untersuchung dieses Teilbereiches der Gesellschaft auch schon
strategische Folgerungen schließen wollte. Es wurde versucht,
eine "Politische Ökonomie des Ausbildungssektors" zu entwickeln.
2.
Dieser Versuch mußte schon deswegen scheitern, weil das komplexe
Gebiet der Bildungsökonomie nicht auf Politische Ökonomie redu-
ziert werden kann. So kann etwa die Erklärung der Bewegungsweise
von Didaktik als Bezugswissenschaft von Bildungsökonomie nicht,
wie es Huisken in "Kritik der bürgerlichen Didaktik und Bildungs-
ökonomie" 2) versucht, auf Politische Ökonomie reduziert werden -
zumindest muß als weitere Wissenschaft die Psychologie eingehen:
mit dem Untersuchungsgegenstand: die Tätigkeit des Menschen. 3)
Es ist interessant, daß neuere Schriften aus der hier angespro-
chenen Richtung den Mangel dieser Reduktion offenbar spüren und
mit der Rezeption der Schriften Sohn-Rethels über körperliche und
geistige Arbeit gerade die Tätigkeit des Menschen wieder in die
Theorie einführen wollen (s. dazu die Bemerkungen in These 4 zur
"Kapitalistischen Hochschulreform").
Was den reduzierten Teil selbst betrifft, so haben wesentlich zur
Erarbeitung polit-ökonomischer Grundlagen für eine solche Theorie
in der BRD und Westberlin Altvater, Huisken und K.H. Roth beige-
tragen. Ihre Theorien haben viele Linke beeinflußt, auch unorga-
nisierte - wie etwa Martin Baethge. Politisch folgenschwer ist,
daß viele Linke mit diesen Grundlagen auch die von den genannten
Autoren vorgenommenen Revisionen der marxistischen Politischen
Ökonomie und des wissenschaftlichen Sozialismus übernommen haben.
Diese Übernahme liefert die Grundlage für Gemeinsamkeiten von
Links- und Rechtsopportunisten (siehe These 17, 18).
Die Revisionen sollen in den Bereichen Verhältnis Politik-Ökono-
mie, Finanzierung und Qualifikation beleuchtet werden.
3.
Wesentliche theoretische Ursache dieser Revisionen ist, - allge-
mein gesagt - daß die angestrebte "Politische Ökonomie des Aus-
bildungssektors" nicht als Teil der Politischen Ökonomie des Ka-
pitalismus entwickelt, nicht ihr Verhältnis zu dieser entwickelt,
sondern isoliert untersucht wird, daß der Anspruch erhoben wird,
aus dieser Teil-Theorie bereits strategische Schlußfolgerungen
ziehen zu können. Konkreter gesagt, liegt die Ursache darin, daß
zwar die Kategorien: Wert der Ware Arbeitskraft, Verwertung, pro-
duktive und unproduktive Arbeit 4) herausgearbeitet werden, daß
diese Kategorien aber angewandt werden auf einen im wesentlichen
überzeitlich, sich nicht entwickelnden Kapitalismus, daß nicht
die Entwicklung der Widersprüche im Kapitalismus untersucht wurde
und ebenso nicht deren gegenwärtige Form. 5)
4.
Die Entwicklung des Kapitalismus vom Konkurrenz- über den Mono-
pol- zum staatsmonopolistischen Kapitalismus ist nicht analysiert
worden oder wird geleugnet: Das Kapital stellt sich dar als
schlichte Anhäufung von Einzelkapitalien, der Staat als ideeller
Gesamtkapitalist verfolgt die langfristigen Interessen der Ein-
zelkapitalien, die Einzelkapitalien selbst nur ihre kurzfristi-
gen. 6)
Dringt die Analyse über solch platten Mechanismus hinaus etwas
tiefer, so werden im Kapital (feste) Kapitalfraktionen ausge-
macht: kleine, mittlere und große, aus deren Interessengegensät-
zen die Widersprüche kapitalistischer Bildungspolitik zu erklären
versucht werden 7) nach der Art: (technologisch) fortgeschrit-
tene, große Kapitalien versus rückständige mittlere Kapitalien.
Diese angesichts des erreichten Monopolisierungsgrades völlig un-
genügende Analyse der gegenwärtigen Kapitalstruktur und des Ver-
hältnisses der Kapitalien zum Staat führt zum einen zu so absur-
den Behauptungen wie der Ableitung des gegenwärtigen dreigliedri-
gen Schulsystems aus der Kapitalstruktur: "Der Hauptschule
kommt... die Aufgabe zu, die Arbeitskräfte für das Handwerk und
in geringerem Umfang für die mittleren Kapitale heranzuziehen."
Und: "Gegenwärtig befriedigen die Großkonzerne ihre Ausbildungs-
bedürfnisse primär... durch die bevorzugte Einstellung von Real-
schulabhängern und Gymnasiasten mit Mittlerer Reife." 8) Frage:
Für welche Kapitalfraktion werden die Abiturienten produziert?
Die einzige konkrete Analyse zur Bestimmung der Rolle des Staates
im Bildungswesen findet sich in dem Buch "Kapitalistische Hoch-
schulreform" einer Erlanger Gruppe 9): Ihm wird die Funktion zu-
geschrieben, die Bereitstellung a l l g e m e i n e n Wissens
als Produktionsvoraussetzung zu organisieren und somit auch von
der Qualifikationsseite her f l ü s s i g e Arbeitskräfte (im
Marxschen Sinne) den Kapitalisten zur Verfügung zu stellen.
Hierzu wird auch viel interessantes Material dargelegt. Die
Grundthese wird aber nur abstrakt abgeleitet - ohne irgendeine
konkrete Angabe über die Durchsetzung dieser Funktionszuweisung -
von der Auffassung vom Staat als ideellen Gesamtkapitalisten, der
die Gattungsgeschäfte des gesamten Kapitals besorge. Daher meinen
die Autoren, die Abtrennung der Ausbildung von der Produktion be-
deute gerade ihre Subsumption unter das Kapital (obwohl die Aus-
bildung innerhalb der Produktion nicht subsumiert war?), konse-
quent meinen sie: "Wissenschaft und Ausbildung sind von vornher-
ein als k a p i t a l i s t i s c h e Wissenschaft, k a p i-
t a l i s t i s c h e Ausbildung zu begreifen." /S. 170/ Den
richtig konstatierten Widerspruch zwischen Allgemeinbildung und
Spezialbildung sehen die Autoren daher nur bedingt durch den
Widerspruch zwischen Gesamtkapital (mit Staat gleichgesetzt) und
Einzelkapital. Schließlich haben die Autoren keine lerntheoreti-
schen Begriffe über die Ausbildung allgemeiner Begriffe: Meinen
sie doch, daß die - von bürgerlicher Seite gewünschte - Verstär-
kung allgemeiner Fähigkeiten nur in längerer Studienzeit erreich-
bar sei, also durch mehr Wissensanhäufung /S. 34, 72/. Sie halten
daher die gleichzeitig angestrebte Studienzeitverkürzung für eine
Tendenz der "Zurücknahme" der Ausbildung allgemeiner Fähigkeiten,
ohne zu berücksichtigen, daß nur f o r m a l e, nicht i n-
h a l t l i c h bestimmte Begriffe ausgebildet werden sollen,
was sich sehr wohl mit Studienzeitverkürzung verträgt.
5.
Zum anderen ist die ungenügende Klärung des Verhältnisses zwi-
schen Kapital und Staat nur Kennzeichen eines allgemeineren Feh-
lers: der Trennung von Politik und Ökonomie. Der Anspruch einer
"Politischen Ökonomie des Ausbildungssektors" wird nicht einge-
löst. Die Tatsache, daß in den kapitalistischen Ländern der Klas-
senkampf sich ständig verschärft, daß das Kapital seine Interes-
sen nur eingeschränkt und widersprüchlich durchsetzen kann, wird
bestenfalls verbal konstatiert, ist aber kein wesentliches Ele-
ment der Analyse.
In der Tat gehen in die Analysen nicht ein als Kategorien die
drei Momente, die heute die Entwicklung der Widersprüche in den
kapitalistischen Ländern entscheidend bestimmen:
5.1.
Die immer mehr zunehmende internationale Konkurrenz zwischen Mo-
nopolen und kapitalistischen Staaten. Es wird zwar die
"technologische Lücke" zwischen den USA und Westeuropa erwähnt,
diese aber nicht analysiert als Erscheinungsform der internatio-
nalen kapitalistischen Konkurrenz bzw. als Verschleierung der
Forderung nach weiterer Umverteilung des gesellschaftlichen
Reichtums zugunsten der Monopole. (Immerhin geht dieses Moment
noch am ehesten in die bildungsökonomischen Analysen ein.)
5.2.
Der Druck der Systemkonkurrenz auf die kapitalistischen Staaten.
Auch hier werden nur vereinzelte Momente der Auswirkung der Sy-
stemkonkurrenz genannt: die verstärkten Bildungsanstrengungen der
USA nach dem Sputnik-Schock von 1957, aber nicht auf deren poli-
tische Implikationen hin untersucht. Einhellig erwähnen alle Au-
toren den 13. August 1961. Doch nicht als Beginn der Konsolidie-
rung des sozialistischen Systems in der DDR mit der Auswirkung
der zunehmenden Attraktivität der Qualität des Bildungssystems in
der DDR auf die arbeitende Bevölkerung in der BRD und Westberlin,
sondern nur im Zusammenhang des Entzugs qualifizierter Arbeits-
kräfte für das Kapital.
5.3.
Die sich verschärfenden Klassenkämpfe im eigenen Lande. Gerade
dieses wichtige verursachende politische Moment für Veränderungen
im Ausbildungssektor fällt praktisch völlig weg oder wird von
vornherein als technokratisch denunziert oder als wirkungslos ge-
genüber den sich offenbar stets durchsetzenden Verwertungsinter-
essen des Kapitals hingestellt.
6.
Während gerade die Entwicklung der Bildungsökonomie und als deren
Konkretion Bildungsplanung immer mehr zeigen, daß der Kapitalis-
mus im Weltmaßstab die Initiative verloren hat, daß seine zuneh-
menden Verwertungsschwierigkeiten, die Gefährdung des gesamten
kapitalistischen Systems nur erklärbar sind durch das Zusammen-
wirken der drei genannten Faktoren, daß er unter Anpassungszwang
handelt, trennen die Linksopportunisten die politische Erschei-
nungsweise der Verwertungsbedingungen des Kapitals von der zu-
grundeliegenden ökonomischen Bewegungsweise. So wird aus der, von
Huisken beschworenen 10) "Logik des Kapitals" auch die Bildungs-
politik des Staates erklärt.
So werden die Änderungen in der Bildungspolitik der Herrschenden
in den sechziger Jahren einseitig erklärt mit der Rezession
66/67, "zunehmenden Verwertungsschwierigkeiten des Kapitals",
"dem Ende der Rekonstruktionsperiode". Wird dennoch einmal zu-
sätzlich die demokratische Bewegung in der BRD als Ursache für
Veränderungen erwähnt, so wird diese Bewegung auf die Studenten-
bewegung reduziert, der Kampf der Arbeiterklasse vernachlässigt
oder diffamiert 11), und auch diese Bewegung im gleichen Atemzug
denunziert als Erfüllungsgehilfe der "effektivsten Konzepte der
fortgeschrittensten Monopole" 12).
Besonders dreist in dieser Hinsicht ist Herbert Maass, wenn er
etwa feststellt: "Im Gegensatz zu den Chemie-Elektro-Konzernen,
die sich durch den progressiven Pädagogenflügel, die Gewerkschaf-
ten und den Deutschen Bildungsrat gut vertreten fühlen und die
direkte Konfrontation mit anderen (Kapital-) Fraktionen meiden,
ist die Schwerindustrie (Metall) auf eine eigene Artikulation ih-
rer Reorganisationsvorstellungen angewiesen." 13)
7.
Sehen sie Differenzierungen in der Bildungspolitik des Staates,
so werden diese einseitig auf Einflüsse fester Kapitalfraktionen
zurückgeführt. Besonders deutlich wird dies nach dem Regierungs-
wechsel 1969, wo zunehmend die Bildungspolitik der CDU/CSU in den
20 Jahren zuvor als "mittelständisch" bezeichnet wird. 14) Gegen-
über einer der ökonomischen Auswirkungen des 3-gliedrigen Schul-
systems und der dualen Ausbildung, nämlich der Versorgung der
kleinen und mittleren Betriebe mit billigen Arbeitskräften, den
Lehrlingen, werden die politischen Ursachen dieser Bildungspoli-
tik übersehen. Neben den riesigen Profiten, die gerade die Groß-
konzerne aus den billigen Lehrlingen herausholten, wird dabei
vergessen, daß die CDU/CSU - die Partei der reaktionären Kreise
des Großkapitals, die sich nur demagogisch zur Sprecherin des
Mittelstandes erklärt - gerade in dieser Zeit die demokratischen
Errungenschaften oder Forderungen der Nachkriegszeit nach einem
einheitlichen Bildungssystem zerschlagen bzw. verhindert hat -
ganz sicher nicht im Interesse des Mittelstands! Vielmehr war die
Wiedereinführung des alten Schulsystems (mit Zwergschulen, Kon-
fessionalisierung etc.) zur Verdummung der Schüler zusammen mit
staatlich verordnetem Antikommunismus und Bündnis mit den reak-
tionärsten Bildungspolitikern wesentlicher Teil der Strategie des
Monopolkapitals zur Wiederherstellung seiner vollen Macht.
8.
Wird einmal an diese Kämpfe in der Nachkriegszeit erinnert, wie
in den "Materialien zur Politischen Ökonomie des Ausbildungssek-
tors", 15) so werden sie allein vom Verwertungsinteresse des Ka-
pitals her beleuchtet: In Berlin war nach 1945 in Aktionseinheit
zwischen SPD und KPD eine demokratische Schulreform durchgeführt
worden. Im Schulgesetz von 1947 wurde die 12-jährige Einheits-
schule mit Lehr- und Lernmittelfreiheit und Trennung von Kirche
und Schule eingeführt. Zur allmählichen Zerschlagung dieser demo-
kratischen Schulreform und der Wiedereinführung des 3-gliedrigen
Schulsystems heißt es nur kurz: "Die in Berlin eingeleitete
Schulreform erwies sich als gemessen an den Ansprüchen des Kapi-
tals offensichtlich als überflüssig; der Bedarf wurde hinreichend
durch das dreigliedrige Schulsystem gedeckt, auf bildungspoliti-
sche Aktivitäten konnte aus diesem Grund verzichtet werden". 16)
9.
Diese Beseitigung der Reform war Teil des Klassenkampfs von oben:
Sie sollte aus Gründen der Herrschaftssicherung eine Demokrati-
sierung des Schulsystems verhindern und einen großen Teil der
Ausbildung auch der besseren ideologischen Kontrolle wegen in den
Betrieben, in der dualen Ausbildung belassen. Dieser Teil des
Klassenkampfs von oben wird in den "Materialien ..." zu einem Akt
ökonomischer Rationalität. Eine ähnliche Beurteilung wesentlicher
demokratischer Forderungen nur von der "Logik des Kapitals" und
seiner Fraktionen her nimmt R. Heinrich in ihrer These vor: "Die
Einführung der integrierten Gesamtschule als Regelschule zur Ver-
einheitlichung des nationalen Schulwesens ist aufgrund der gegen-
wärtigen ökonomischen Situation gesamtgesellschaftlich nicht not-
wendig". 17) Abgesehen von dem völligen Unverständnis gegenüber
der Bedeutung der demokratischen Bewegung ist das Buch eine sehr
interessante Analyse der Entwicklungen im Schulbereich.
10.
Sitzen die Linksopportunisten schon hier dem Schein der kapitali-
stischen Wirklichkeit auf, so erst recht in der Frage der Finan-
zierung der Bildungsausgaben. Sie gehen der bürgerlichen Bil-
dungsökonomie völlig auf den Leim, indem sie wie diese den
"Mangel an Ressourcen" konstatieren bzw. zur Gesetzlichkeit im
Kapitalismus erklären. Huisken macht diesen Mangel zum roten Fa-
den seines obengenannten Buches und zur erklärenden Determinante
kapitalistischer Bildungsplanung. Er sitzt der Demagogie dieser
Bildungsplaner auf, erklärt eine Umverteilung im Staatshaushalt
zugunsten der Bildung für mit den Kapital Interessen unvereinbar
18), eine Erhöhung des Bildungshaushalts nur als möglich aus dem
Zuwachs des Wirtschaftswachstums 19) - so in gemeinsamer Front
mit der rechten SPD.
11.
Tatsächlich wäre genügend Geld vorhanden für Bildungsausgaben
(das sieht man schon daran, wie schnell Riesensummen für Aufbau
neuer Polizeitruppen oder BuWeHochschulen oder für Konzernsubven-
tionen da sind), es wird aber nicht bereitgestellt wegen der ge-
genwärtig zu großen Gefahren, die die Monopole von Reformen im
Bildungswesen für ihre Herrschaftssicherung ausgehen sehen. Die
Bildungsplaner haben die Aufgabe, unter dem Deckmantel der opti-
malen Verteilung knapper Mittel die besten Strategien der Herr-
schaftssicherung über Formen und Inhalte des Bildungswesens zu
ermitteln. Die lautstark von den Bundestagsparteien ausgetragene
Diskussion um den Bildungsgesamtplan ging nur vordergründig um
Finanzierungsfragen (die finanziellen Vorstellungen von CDU und
SPD waren nie sehr unterschiedlich), in den politischen Parteien
spiegelten sich tatsächlich innermonopolistische Auseinanderset-
zungen wider um die Inhalte der - von der CDU so genannten -
"Reformutopien". Häufig wird in diesem Zusammenhang die Äußerung
des DIHT-Präsidenten Wolff von Amerongen gegen die zu kostspieli-
gen Bildungsreformen vom Herbst 70 als Beleg verwandt für die Re-
levanz der mittleren Kapitalien in der Bildungsreformdiskussion.
Tatsächlich aber ist Wolff von Amerongen einer der exponiertesten
Vertreter des Großkapitals, seine Warnung richtete sich eindeutig
gegen die Gefahr demokratischer Inhalte der Reformen.
12.
Angesichts der vehementen, sowohl direkten wie über die Bundes-
tagsparteien vermittelten Einwirkungen auf die Bildungspolitik
erweist sich daher die Behauptung Huiskens eindeutig als falsch:
"Das Einzelkapital interessiert sich prinzipiell nicht für den
Prozeß der Qualifizierung im öffentlichen Ausbildungssektor, son-
dern allein für die Resultate des Ausbildungsprozesses". 20)
13.
Diese Behauptung war nur gewonnen aus der abstrakten Untersuchung
der Kategorien der marxistischen politischen Ökonomie, nicht aus
der Analyse der Realität. Ähnlich steht es mit einer der zentra-
len Behauptungen von Altvater, Huisken und Nachfolgern: aus der
Entfaltung der Kategorien produktive und unproduktive Arbeit wird
die geringe Höhe der Bildungsausgaben gefolgert, da diese als
Ausgaben für unproduktive Arbeit Abzüge vom möglichen Mehrwert
wären 21). In dieser Form ist die Behauptung aber für den gegen-
wärtigen Kapitalismus nicht mehr richtig, sie offenbart die
falsche Bestimmung des Verhältnisses Staat-Kapital für den
h e u t i g e n Stand. Denn die Bildungsaufwendungen werden ja
heute vom Staat finanziert und das heißt im wesentlichen von der
arbeitenden Bevölkerung selbst (und immer mehr zunehmend ange-
sichts der noch immer erfolgreichen Bemühungen der Monopole, die
Steuerlast auf die Werktätigen abzuwälzen).
In dem Artikel "Anmerkungen zur Klassenlage der pädagogischen In-
telligenz", der wohl nach dem Buch "Kritik der bürgerlichen Di-
daktik ..." entstanden ist, beschreibt Huisken immerhin die Um-
verteilungsprozesse, die der Staat zur Finanzierung u.a. des Bil-
dungswesens vornimmt 22). Wegen der Beschränkung seiner Sicht auf
dem Bildungssektor sieht er nur, daß der Staat durch Steuerein-
treibung von den Kapitalisten für Bildung den "akkumulations-
fähigen Teil des Mehrwerts verringert" 23), und nicht die
Möglichkeit, daß die Monopole den Steuer-Anteil der Werktätigen
ihrerseits zu sich als Extraprofite umverteilen. Er spricht
vielmehr dem Staat "eine eher technische Redistributionsfunktion"
24), wohl als quasi-neutraler Sachwalter der Kapitalinteressen
zu, er sieht nicht die relative Selbständigkeit des Staates
gegenüber den Monopolen, die ihn auch empfindlich macht gegenüber
dem Druck der Arbeiterklasse.
Zu welch absurden Schlußfolgerungen Huiskens Umverteilungserklä-
rung führt, macht H. Maass deutlich, der sich direkt darauf
stützt: "Diese technische Redistributionsfunktion wird allerdings
vorwiegend innerhalb der Arbeiterklasse wirksam, d.h. letztlich
bezahlt die Masse der unqualifizierten Arbeiter die Ausbildung
der qualifizierten Arbeitskräfte, was besonders makaber ist; denn
die schlechter entlohnten, unqualifizierten Arbeiter bezahlen
nicht nur die bessere Qualität ihrer eigenen Aufseher (!), son-
dern schaffen über den Umweg des Staates auch noch die Vorausset-
zung dafür, daß privilegierte Arbeitskräfte aufgrund der Wert-
steigerung ihrer Arbeitskraft höheren Lohn bekommen" 25) Die
Klassenlinie zwischen Lohnarbeit und Kapital wird hier ersetzt
durch eine zwischen Ungebildeten und Gebildeten Aufhebung von
Privilegien bedeutet Abschaffung von Bildung.
14.
Das Nehmen des Scheins für die Wirklichkeit erweist sich als
durchgängiger Zug in den bildungspolitischen Aussagen der ange-
sprochenen Theoretiker. Dies trifft auch zu für den Bereich der
Inhalte der Bildung, in dem sie lediglich eine
"Andersqualifizierung" zu entdecken glauben anstatt einer, angeb-
lich von SMK-Theoretikern behaupteten, "Höherqualifizierung". 26)
15.
Bei der Behauptung, "es wäre nicht sinnvoll, bei der Änderung der
Qualifikationsstruktur im Verlauf des wissenschaftlich-techni-
schen Fortschritts von einer 'Verbesserung' zu sprechen" sondern
von einem "'Anderswerden' konkreter Kenntnisse und Tätigkeiten"
27), bei der Behauptung, "daß (die überwiegende Zahl der Arbeits-
kräfte im Bereich der ausführenden Arbeit) auf dem Qualifikati-
onsniveau einer durchschnittlichen Handwerkslehre ihre Arbeit an
sich ständig wechselnden Arbeitsplätzen verrichten können" 28),
handelt es sich lediglich um die Beschreibung einiger Momente,
mit denen die kapitalistischen Bildungsplaner bestimmten objekti-
ven Erfordernissen zu entsprechen suchen. Welche objektiven Er-
fordernisse das sind und was die Richtung des "Anderswerdens"
ist, wird nicht untersucht, sondern völlig unkritisch, so von
Baethge, die "empirischen Befunde der (bürgerlichen!, G.S.) Indu-
striesoziologie" 28) übernommen.
Zur marxistischen Qualifikationsforschung
-----------------------------------------
Die objektiven Erfordernisse sind begründet in der fortschreiten-
den Entwicklung der Produktivkräfte (vor allem der Arbeitskraft
des Menschen!) im Zuge der historischen Entwicklung. Der Charak-
ter dieser Entwicklung der Produktivkräfte wird angegeben durch
das Gesetz der zunehmenden Komplizierung der gesellschaftlichen
Arbeit. Intensität und Äußerungsformen des Gesetzes sind aber ab-
hängig vom Charakter der jeweiligen Produktionsverhältnisse.
Auch die kapitalistischen Konzerne sind aufgrund der internatio-
nationalen kapitalistischen Konkurrenz und des Drucks der System-
konkurrenz zur Weiterentwicklung der Produktivkräfte gezwungen.
"Aber die Komplizierung der gesellschaftlichen Arbeit im Kapita-
lismus wird durch die Produktionsverhältnisse gehemmt, durch die
spezifischen Gesetze des Kapitalismus eingeschränkt. Vor allem
die Erhöhung des Qualifikationsniveaus der Arbeiterklasse bleibt
hinter dem Wachstum der gesamten Arbeitskraft der Gesellschaft
zurück". 29) "Kapitalistische Arbeitsteilung und kapitalistische
Anwendung von Maschinen (verwandeln) die Arbeiter weitgehend in
Anhängsel der Maschine; sie führen zur Zersplitterung und Verein-
fachung der Produktionsoperationen, welche von den 'Teil-
arbeitern' erfüllt werden" 29). "Es kommt zur Aufsplitterung
vieler Arbeitsfunktionen in Elementartätigkeiten, bei denen sich
geringster Qualifikationsanspruch, hohe Arbeitsmonotonie, extreme
Vereinseitigung der Tätigkeit und Zwang zu gleichbleibend hoher
Intensität zu hohen psychophysischen Belastungen vereinen." 30)
Das betrifft nicht nur un- und angelernte Arbeiter, sondern auch
Facharbeiter: "Auch die Qualifikation hochqualifizierter Arbeiter
(muß) wegen ihrer Einseitigkeit - sowohl infolge eng speziali-
sierter Ausbildung als auch infolge ständiger einseitiger Bean-
spruchung - differenziert eingeschätzt werden." 31)
Insoweit beschreiben also die "empirischen Befunde" der bürgerli-
chen Soziologie die Qualifikationsstruktur der Arbeiter richtig.
Freilich fragen sie nicht nach den Ursachen dieser Entwicklung.
Sie bestehen in dem Bestreben der Kapitalisten nach Profitmaxi-
mierung, in dem immer mehr auch vom Interesse der Herrschaftssi-
cherung geprägten Bestreben der Reduktion komplizierter auf ein-
fache Arbeit.
Ebensowenig fragen die "empirischen Befunde" nach der Richtung
der Bewegung der Qualifikationsstruktur.
Auch im staatsmonopolistischen Kapitalismus "erfordert der tech-
nische Fortschritt ein Wachstum der Kompliziertheit der durch-
schnittlichen gesellschaftlichen Arbeit und einen Anstieg des
Qualifikationsniveaus der gesamten Arbeitskraft der Gesellschaft,
des kombinierten Arbeitspersonals". "Es ist offensichtlich, daß
das Qualifikationsniveau des kombinierten Arbeitspersonals, wel-
ches moderne Ozeanschiffe baut, höher ist, als das in den alten
Werften, wo die Fulton-Dampfer und noch früher Segelschiffe ge-
baut wurden" 32). "Wenn trotzdem von einem Steigen des durch-
schnittlichen Qualifikationsniveaus gesprochen wird, so deswegen,
weil eben nicht nur von einzelnen Arbeitern oder Arbeiterkollek-
tiven ausgegangen werden darf, sondern auch der Betrieb, das Un-
ternehmen, der Industriezweig und schließlich die gesamte Wirt-
schaft in die Betrachtung einbezogen werden müssen. Dann ergibt
sich, daß der Stagnation oder auch dem Sinken des Qualifikations-
niveaus einer Mehrheit der Arbeiter und Angestellten in einem
Kollektiv das rasche und überproportionale Steigen des Qualifika-
tionsniveaus einer Minderheit von Beschäftigten teilweise im sel-
ben Kollektiv, meist aber in den höheren Produzenteneinheiten
(technische Intelligenz, Wissenschaftler) gegenübersteht." 33)
16.
Diese Zitate marxistischer Wissenschaftler zeigen, daß die Be-
hauptungen von Baethge u.a., die Marxisten ("Stamokap-Theoreti-
ker") - ebenso wie die SPD-Führung würden eine generelle Höher-
qualifizierung der Arbeiterklasse konstatieren, barer Unsinn
sind. Es wird nicht auseinandergehalten, daß einerseits die Mar-
xisten eine relative Dequalifizierung im Kapitalismus feststellen
(Altvater, Janossy, Baethge nennen das "Andersqualifizierung"),
daß sie ferner d i e p o l i t i s c h e Forderung nach
a l l g e m e i n e r Höherqualifizierung stellen. Diese politi-
sche Forderung begründet sich aus dem Interesse der Arbeiter-
klasse an umfassender Ausbildung, um gemäß der Produktivkraftent-
wicklung und ihrer historischen Mission die Leitung von Produk-
tion und Gesellschaft übernehmen zu können. Nichts anderes bedeu-
tet die Formulierung der "Notwendigkeit" der allgemeinen Höher-
qualifikation. Sie enthält nicht im geringsten eine Aussage über
einen Automatismus der Durchsetzung. Auch die Aussage, daß ein
"Zwang" von der Produktivkraftentwicklung auf den Kapitalismus
einwirkt, sagt noch nichts über die konkrete Form der Durchset-
zung.
17.
Der Taschenspielertrick der Verwechslung der politischen Forde-
rung nach Höherqualifizierung mit der Beschreibung der gegenwär-
tigen kapitalistischen Wirklichkeit dient der Diffamierung der
demokratischen Bewegung. Der Trick soll die Bewegung spalten und
sie vom konsequenten Kampf gegen das kapitalistische Bildungspri-
vileg abhalten. Das wird schon belegt dadurch, daß die Baethge-
Argumentation in b:e begierig von Johano Strasser in seiner Hetz-
schrift gegen die Juso-Linke aufgegriffen wurde. 34)
18.
Die These von einer allgemeinen Höherqualifizierung wird nicht
von den Marxisten, sondern von Rechtsopportunisten aufgestellt.
So haben die Reste des SHB/SF in ihrem Antrag für eine Hauptreso-
lution des vds auf der 25. vds-MV folgende These aufgestellt:
(dabei offenbar fußend auf Kanzow/Roth, auf deren Buch ansonsten
einiges der hier geäußerten Kritik insoweit nicht zutrifft, als
sie eine wesentlich konkretere Analyse der Entwicklung des Kapi-
talismus und der Produktivkraftentwicklung durchführen. Doch auf-
grund der fehlenden Bestimmung der widersprüchlichen Entwicklung
der Produktivkräfte im Kapitalismus leisten sie Auffassungen von
sich automatisch durchsetzenden Anforderungen der Technologie
Vorschub). "Da das Kapital jedoch aufgrund des tendenziellen
Falls der Profitrate (Internat. Konkurrenz) zur permanenten Revo-
lutionierung der technologischen Basis der Produktion gezwungen
ist, müssen die entsprechenden Qualifikationen der Ware Arbeits-
kraft vermittelt werden."
19.
Hinzufügen muß man freilich, daß eine Grundlage für die Verwechs-
lung der politischen Forderung mit der Beschreibung der kapitali-
stischen Wirklichkeit gelegt ist in konvergenz-theoretlerischen
Arbeiten zur Bildungsökonomie, wie etwa Janossy, und in einigen
marxistischen Analysen der wissenschaftlich-technischen Revolu-
tion und des wissenschaftlich-technischen Fortschritts im Kapita-
lismus, die nicht genügend die widersprüchliche Entwicklung der
Produktivkräfte im Kapitalismus und deren Folgerungen untersuchen
(z.B. Richta-Report).
20.
Linke und rechte Opportunisten benutzen diese demagogische Ver-
drehung, weil sie die Bedeutung der politischen Forderung nach
höherer Qualifikation im demokratischen Kampf und die Perspekti-
ven der Durchsetzung nicht erkennen. Die von ihnen entwickelten
Theorien entsprechen ihrer objektiven Funktion, den demokrati-
schen Kampf zu behindern und zu hemmen. Diese Funktion erfüllen
sie auch mit ihren bildungs-ökonomischen Theorien, wenn sie ent-
gegen den Forderungen der Arbeiterbewegung nach höherer Qualifi-
kation erklären, daß "unter kapitalistischen Bedingungen die Qua-
lifikation des Arbeitsindividuums nicht seine Qualifikation dar-
stellt, sondern Qualifikation des Kapitals ist". 35) Der Charak-
ter der Qualifikation für den Arbeiter - einerseits gebrauchs-
werterhöhend fürs Kapital, andererseits qualifizierend zur Lei-
tung der Produktion wie der Gesellschaft zu sein - wird nicht ge-
sehen. Wie freilich die Arbeiter ohne bessere Bildung, die insbe-
sondere Abstraktionsfähigkeiten ausbildet, von den Erscheinungen
zum Erkennen des Wesens des Kapitalismus und richtigen Handeln
gelangen sollen, bleibt Geheimnis der Revolutionsromantiker.
Das Übersehen dieses Doppelcharakters hängt mit folgenden vier
grundsätzlichen Fehlern zusammen:
1. Sie können Andersqualifizierung nicht von Höherqualifizierung
unterscheiden, da sie aufgrund fehlender Untersuchung der Produk-
tivkraftentwicklung keine Kategorien für eine solche Untersuchung
haben.
2. Insoweit können sie Wissensaneignung immer nur verstehen als
Erweiterung des Wissensbestandes, nicht als Höherentwicklung des
Denkens.
3. Das Bildungsziel der D i s p o n i b i l i t ä t, - gemeint
ist die Herausbildung der allseitig entwickelten und gebildeten
Menschen - dessen Verwirklichung in Übereinstimmung mit den Ten-
denzen der Produktivkraftentwicklung von den fortgeschrittensten
Teilen der Arbeiterklasse gefordert wird, wird verwechselt mit
F l e x i b i l i t ä t und M o b i l i t ä t, dem Bildungs-
ziel der vielseitigen Einsetzbarkeit, mit dem Kapitalisten den
ihnen auf gezwungenen Erfordernissen der Produktivkraftentwick-
lung zu entsprechen versuchen.
4. Schließlich verbirgt sich dahinter als schwerwiegendste Revi-
sion des Marxismus die Leugnung der revolutionierenden Rolle der
Produktivkräfte. Während die Produktionsverhältnisse im Kapita-
lismus hypostasiert werden, fehlt völlig eine Analyse der Ent-
wicklung der Widersprüche im Kapitalismus und insbesondere der
zunehmenden Rolle, die die Bildung der Hauptproduktivkraft Mensch
innerhalb der Entwicklung dieser Widerspruchsstruktur bekommen
hat.
Gerd Schubring
_____
1) Siehe in diesem Zusammenhang: H. Lange: WISSENSCHAFTLICH-TECH-
NISCHE INTELLIGENZ, Köln 1972; Deppe, Herkommer u.a.: INTELLIGENZ
IM SPÄTKAPITALISMUS, Köln 1973.
2) F. Huisken: ZUR KRITIK DER BÜRGERLICHEN DIDAKTIK UND BILDUNGS-
ÖKONOMIE, München 1972.
3) Siehe dazu: A.N. Leontjew in: SOWJETWISSKNSCHAFT 4 und 5/73.
4) Siehe etwa: E. Altvater, F. Huisken u.a.: "Produktive und un-
produktive Arbeit als Kampfbegriffe, als Kategorien zur Analyse
der Klassenverhältnisse und der Reproduktionsbedingungen des Ka-
pitals", in: SOPO 8/70.
5) Huisken, a.a.O., S. 256; "Der Staat (hat) keine oder nur äu-
ßerst geringe Möglichkeiten, in den Produktionsprozeß der priva-
ten Wirtschaft einzugreifen."
6) Ebenda, S. 294.
7) So etwa: J. Hirsch, St. Leibfried: MATERIALIEN ZUR WISSEN-
SCHAFTS- UND BILDUNGSPOLITIK, Frankfurt/M. 1971, S. 20; M.
Baethge: "Abschied von Reformillusionen, in: BETRIFFT: ERZIEHUNG
11/72, S. 24 f.
8) M. Schmidt: "Der 'mündige' Gesamtschüler - Mündel des Kapi-
tals?", in: BETRIFFT: ERZIEHUNG 8/72.
9) Marxistische Gruppe Erlangen: KAPITALISTISCHE HOCHSCHULREFORM.
Analysen und Dokumente, Erlangen 1972.
Die folgenden Seitenangaben in Querbalken beziehen sich auf die-
sen Text.
10) Huisken, a.a.O., S. 251.
11) Siehe Kanzow in: K.H. Roth, E. Kanzow: UNWISSEN ALS OHNMACHT,
Berlin 1970, Kap. 4.
12) R. Hickel: "Zur Politischen Ökonomie der Gesamthochschule",
VDS-HOPOMAT 2, S. 5.
13) H. Maass: POLITISCHE ÖKONOMIE DER LEHRLINGSAUSBILDUNG, Frank-
furt/M. 1971, S. 42.
14) So u.a.: M. Baethge, a.a.O.
15) E. Altvater, F. Huisken (Hrg.): MATERIALIEN ZUR POLITISCHEN
ÖKONOMIE DES AUSBILDUNGSSEKTORS, Erlangen 1971.
16) Ebenda, S. 128.
17) R. Heinrich: ZUR POLITISCHEN ÖKONOMIE DER SCHULREFORM, Frank-
furt/ M. 1973, S. 59.
18) Huisken, a.a.O., S. 250, 252.
19) Ebenda, S. 322 f.
20) Ebenda, S. 293.
21) Z.B. ebenda, S. 271 ff.
22) In: Altvater, Huisken: MATERIALIEN ..., a.a.O., S. 420 ff.
23) Ebenda, S. 423.
24) Ebenda, S. 421.
25) H. Maass, a.a.O., S. 36.
26) Siehe: E. Altvater, in: St. Leibfried (Hrg.): WIDER DIE UN-
TERTANENFABRIK, Köln 1967, S. 54; Baethge, a.a.O.
27) Altvater, ebenda.
28) Baethge, a.a.O., S. 22.
29) J. Kusmitschow: "Probleme der Beziehung von technischem Fort-
schritt und Qualifikationsniveau der Arbeiterklasse im Staatsmo-
nopolistischen Kapitalismus", in: KONSEQUENT Nr. 8/71, S. 15.
30) H. Kolbe, P. Delitz u.a.: "Probleme der Lage und des Kampfes
der Arbeiterklasse im staatsmonopolistischen Kapitalismus", DWI-
Berichte Nr. 6/71, S. 19; auch veröffentlicht in SOPO 12/71.
31) Kaufhold, Menke, Sandow: "Veränderungen in der Qualifikati-
onsstruktur der Industriearbeiter", in: IPW-Berichte 2/72.
32) Kusmitschow, a.a.O., S. 15.
33) Kaufhold u.a., a.a.O., S. 16/17.
34) Siehe JUSO Informationsdienst, Nr. 1/73, S. 3.
35) Altvater, Huisken: MATERIALIEN .... a.a.O., S. 85.
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