Quelle: Sozialistische Politik Jahrgang 1974


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       Bernd P. Löwe
       

THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES ANTIKOMMUNISMUS

Wenn hier einige theoretische Grundlagen des Antikommunismus in den USA und in der BRD untersucht werden sollen, dann geht es in erster Linie um eine Skizzierung von parallelen Entwicklungen im philosophisch-weltanschaulichen und soziologisch-politologischen Bereich. Unter den gegenwärtigen Bedingungen und Tendenzen der Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus er- scheint es mehr denn je geboten, die philosophisch-weltanschauli- chen und sozial- wie politikwissenschaftlichen Konzeptionen der antikommunistischen Ideologie und Politik der internationalen Mo- nopolbourgeoisie genauestens zu kennen, weil erstere zu einem wesentlichen Teil eingehen in die politische Entscheidungsfindung der bourgeoisen Klasse. 1) Grundlagen der ideologisch-theoretischen ---------------------------------------- Entwicklungslinien in den USA und in der BRD -------------------------------------------- Eine Untersuchung von Parallelitäten in den philosophisch-weltan- schaulichen und sozial- wie politikwissenschaftlichen Grundlagen antikommunistischer Politik und Ideologie in den USA und in der BRD geht wesentlich über eine ideengeschichtliche Bestandsauf- nahme hinaus. Denn eine Reihe von sozialökonomischen Entwicklun- gen, die ehemals oder heute noch als typisch für die USA angese- hen wurden bzw. werden, haben sich als gesetzmäßige Entwicklungen des staatsmonopolistischen Kapitalismus herausgestellt und sind zu allgemeinen Merkmalen einer qualitativ neuen Etappe der allge- meinen Krise des Kapitalismus geworden. Das Erscheinungsbild solcher Veränderungen, das sich aus den kon- kret-historischen Entwicklungen in den USA ergab, hat sich in mo- difizierter Gestalt in den westeuropäischen kapitalistischen Staaten zum Teil um Jahre später wiedererkennen lassen. Das hat in marxistisch-leninistischen Untersuchungen berechtigterweise zu dem Schluß geführt, daß diese Merkmale auf allgemeine Gesetzmä- ßigkeiten der Entwicklung des staatsmonopolistischen Kapitalismus rückführbar sind. 2) Unter diesem Gesichtspunkt verwundert es nicht, daß ideologisch- theoretische Konzeptionsbildungen der internationalen Monopol- bourgeoisie, die sich als relativ dauerhaft und von nachhaltiger Wirkung in der Politik und im Gesamtarsenal der imperialistischen Ideologie erwiesen, in der Mehrzahl als richtungsbestimmende Grund Positionen in den USA ihren Ausgangspunkt nahmen. Der all- gemeine Grund dafür besteht darin, daß die USA die stärkste impe- rialistische Macht verkörpern und in ihrer Entwicklung (Krisenmerkmale, Zerfallserscheinungen, Auswirkungen des kapita- listischen Grundwiderspruchs in gesamtgesellschaftlichen Dimen- sionen, Anpassungsversuche an das veränderte Kräfteverhältnis, Anwachsen der innerimperialistischen Widersprüche usw.) am weite- sten fortgeschritten sind. Trotz dieser sich verschärfenden Widersprüche und der auch in Zu- kunft anhaltenden Konkurrenz zwischen den imperialistischen Machtzentren wird die Tatsache zu beachten sein, daß die allge- meinen theoretischen Grundlagen und leitenden Orientierungen in der antikommunistischen Politik und Ideologie der USA auch wei- terhin bestimmend bleiben werden, weil die USA-Monopolbourgeoisie an ihrer Vormachtstellung in dem von ihr geführten imperialisti- schen Lager festhalten wird. Die besonders augenfälligen Parallelitäten in den philosophisch- weltanschaulichen und sozial- wie politikwissenschaftlichen Grundlagen des Antikommunismus zwischen den USA und der BRD sind vordringlich auf folgende objektiven Ursachen zurückzuführen: 1. Nach dem zweiten Weltkrieg war in der BRD eine direkte Fort- setzung der unter dem Faschismus typischen Ideologienbildung nicht möglich. 3) Unter bestimmten Bedingungen konnte so der Neuthomismus zu einer Art Staatsphilosophie avancieren. Seine Krise und der Schwund an Einfluß und Wirksamkeit der klerikalen Ideologie führte zu einer Reihe sekularisierter ideologisch-theo- retischer Konzeptionen, die trotz ihrer stärkeren sozial- und po- litikwissenschaftlichen Fundierung keine geringere Weltanschau- ungsfunktion übernehmen als die in den Hintergrund getretenen traditionellen philosophischen "Schulen" und Richtungen. 4) 2. Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre zeichnen sich - her- vorgerufen durch das zugunsten des Sozialismus spürbar veränderte Kräfteverhältnis, durch seine gewachsene Anziehungskraft und durch die weltweite Offensive des Marxismus-Leninismus - Evolu- tionen im Antikommunismus ab, der eine veränderte theoretische Begründung und Legitimierung erfordert. 5) Der offene und mili- tante Antikommunismus tritt - ohne gänzlich seine Bedeutung und seinen Einfluß aufzugeben - zurück hinter einem verfeinerten, versteckten und flexibleren Antikommunismus, der unter Beibehal- tung seiner Grundpositionen und Ziele nach angemessenen Formen und Methoden sucht, um auf der nunmehr bestimmenden Ebene des ideologischen Klassenkampfes in die Offensive zu gelangen. 6) 3. Die Monopolbourgeoisie der BRD steht auf Grund ihres Sonder- bündnisses mit dem USA-Imperialismus im Rahmen des internationa- len Klassenkampfes vor vergleichbar ähnlichen Aufgaben wie die USA-Bourgeoisie und entwickelt entsprechende analoge Theorie-und Ideologiebedürfnisse. 7) Neben diesen teilweise recht offensicht- lich übereinstimmenden sozialpolitischen Situationen sind es in bedeutendem Maße die sozialökonomischen Bindungen und Entwick- lungstendenzen des Monopolkapitals sowie der wachsende Einfluß des militärisch-industriellen Komplexes, die für die Bestimmung ideologisch-theoretischer Parallelitäten ausschlaggebende Bedeu- tung besitzen. 8) 4. Wesentliche Entwicklungen auf sozialökonomischem und sozialpo- litischem Gebiet in den USA werden von den geistigen Vertretern der Monopolbourgeoisie seit Jahrzehnten einer interessenadäquaten Analyse unterzogen. Solche - zunächst scheinbar nur für die USA typischen - Erscheinungen und Prozesse haben sich entweder längst als allgemeingültig für die Entwicklung des staatsmonopolitischen Kapitalismus herausgestellt oder werden für die absehbare Zeit derartig eingeschätzt. 9) Das führte dazu, daß die zur Schau ge- tragenen antiamerikanischen Positionen von Vertretern der westeu- ropäischen und auch der BRD-Bourgeoisie vielfach nichts anderes waren, als ein aktivistischer Zweckpessimismus. Liegt doch der Verdacht nahe, daß die Ideologieproduktionen der "europäischen Partei" der internationalen Monopolbourgeoisie stärker als bisher bestrebt sein wird, den "ideologisch-theoretischen Vorlauf" der USA-Monopolbourgeoisie wettzumachen. Dies soll unter Aufgreifen zweier Forderungen geschehen: a) praktisch erprobte und erfolg- versprechende ideologisch-theoretische Konzeptionen sollen den eigenen Bedingungen angepaßt und b) unter Reduzierung des Zeit- aufwandes für diesen "Lernprozeß" in den politischpraktischen Prozeß übergeführt werden. 10) 5. Bestimmte Ideologiebildungen der USA-Monopolbourgeoisie, die sich aus ihrer imperialistischen Führungsrolle und aus ihren Weltherrschaftsplänen ergeben, sind vergleichbar mit den Bestre- bungen der BRD-Bourgeoisie bezüglich ihres Strebens um eine Vor- machtstellung in Westeuropa und ihrer besonderen Rolle bei der Auseinandersetzung mit den sozialistischen Ländern. 11) Ähnliche Faktoren gibt es zu berücksichtigen, wenn man die Politik gegen- über den nichtpaktgebundenen Staaten und gegenüber den Ländern der nationalen Befreiungsbewegung untersucht. Bei Betrachtung der jeweiligen Spezifik (konkrete Möglichkeiten der Macht und des Einflusses, Traditionen, Anpassungsmöglichkeiten, Bündnisver- pflichtungen usw.) sind auch diesbezüglich Analogien unverkenn- bar. 12) 6. Schließlich haben sich - bedingt durch diesen Komplex objekti- ver Determinanten - Ähnlichkeiten im politisch-ideologischen Überbau herausgebildet, die besonders die Bereiche der "Techni- ken" und des "Wissens" im Zusammenhang mit imperialistischer Macht und Herrschaft betreffen. Theoretische Ansatzpunkte in der Geschichts- und Gesellschaftsauffassung, in den allgemein- verbindlichen ideologischen Grundwerten und Leitbildern, in den organisatorischen und institutionellen Maßnahmen der Sicherung von bourgeoiser Macht und Herrschaft, Praktiken sozialpolitischer Regulierung von sogen. Konflikten und Modelle des Sozialrefor- mismus sind in vielerlei Hinsicht äquivalent. Dabei spielen subjektive Faktoren "wie die Kongruenz in den politisch-ideo- logischen Denkstilen, wie der personelle "Austausch" im poli- tischen, Wissenschafts- und Wirtschaftsmanagement - eine nicht zu unterschätzende Rolle. Angesichts dieser Faktoren liegt die Annahme nicht fern, daß auch im Bereich des politisch-ideologischen Überbaus - bei aller rela- tiven Selbständigkeit, die ihm zuzubilligen ist - auch in der BRD solche Parallelitäten tendenziell weiter ausgebildet werden. Dies ist schon insofern keine bloße Hypothese mehr, weil auf dem be- deutsamen Gebiet der Außen- und Militärpolitik diese Entwicklun- gen bereits signifikant sind. 13) Deshalb soll hier die Aufgabe stehen, diejenigen philosophisch- weltanschaulichen und sozial- wie politikwissenschaftlichen Par- allelitäten zu skizzieren, die langfristig und konzeptionell be- stimmend die antikommunistische Politik und Ideologie der Mono- polbourgeoisie in den USA und in der BRD getragen haben. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, die komplexen Zusammenhänge der Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus un- ter internationalistischem Gesichtspunkt differenzierter erfassen und daraus notwendige Schlußfolgerungen für die Stärkung der wei- teren Offensive des Marxismus-Leninismus und seinen Kampf gegen die Ideologie des Imperialismus ableiten zu können. Im hier zur Verfügung stehenden Rahmen ist dabei eine erhebliche Eingrenzung und Beschränkung erforderlich, weshalb sich diese Ausführungen als ein Diskussionsbeitrag verstehen. Denn es wird im wesentlichen eine Konzentration auf die weltanschaulich-metho- dologischen Grundlagen des bourgeoisen sozial- und politikwissen- schaftlichen Denkens erfolgen. Bekanntlich verkörpert dieses einen Ausgangspunkt für die theoretischen Begründungen der poli- tisch-ideologischen Konzeptionsbildungen, die ihrerseits ein ent- scheidendes Arsenal zur Ausarbeitung und Legitimierung strategi- scher Doktrinen und taktischer Verhaltenskataloge der praktischen Politik der internationalen Monopolbourgeoisie darstellen. 14) Eine solche Untersuchung muß bei dem angestrebten Vergleich davon ausgehen, daß die letztlich entscheidenden Ursachen für die ge- nannten Parallelitäten durch sozialökonomische und sozialpoliti- sche Entwicklungen hervorgerufen oder bedingt werden, die als Ge- setzmäßigkeiten der materiellen Basis der Gesellschaft den beiden staatsmonopolistischen Systemen immanent sind. Dies wird voraus- gesetzt. 15) Zudem muß berücksichtigt werden, daß es die ökonomi- schen Beziehungen, wirtschaftspolitischer Verbindungen und mono- polistischen Verflechtungen selbst und in direkter Weise sind, die unter dem dominierenden Einfluß des USA-Monopolkapitals in der Wirtschaft der BRD Verhältnisse hervorrufen, die eine rasche Ausbreitung scheinbar "typisch amerikanischer" Erscheinungen be- dingten und gegenwärtig auch verstärkt auslösen. 16) Doch zeigt sich bei genauerer Analyse, daß es sich dabei nicht um irgendwel- che "Amerikanisierungs"-Prozesse handelt, sondern um Entwicklun- gen staatsmonopolistischen Charakters. Daß diese Prozesse zeit- lich früher schon in den USA ausgemacht werden konnten, liegt be- gründet in dem dort wesentlich weiter fortgeschrittenen Stadium staatsmonopolistischer Entwicklungen und ihrer Krisenmerkmale. 17) Zu berücksichtigen sind außerdem die engen politischen Bindungen, die geschichtlichen Traditionen, die Homogenität bzw. die Wider- sprüchlichkeit ihrer Entwicklung im Zusammenhang mit der Krise in der NATO, weil diese Faktoren Rückschlüsse auf wesentliche impe- rialistische Interessenübereinstimmung besonders in den Fragen der politischen Macht und des politischen Einflusses zulassen. Zurecht spricht deshalb Kalenski bezüglich der "Konzeptionen von der politischen Macht und dem politischen Einfluß" von ideolo- gisch-theoretischen Auffassungen, deren "Vaterschaft" scheinbar spezifisch die Interessenkonstellationen der Monopolbourgeoisie der USA widerspiegeln, tatsächlich aber in originärer Weise den Interessen und Bedürfnissen der Monopolbourgeoisie unter ihren gegenwärtigen objektiven Existenzbestimmungen schlechthin Aus- druck verleihen. 18) In gleichem Maße ist deshalb auch zu berücksichtigen, daß unter den Bedingungen der Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus die von Lenin aufgedeckte Gesetzmäßigkeit der un- gleichmäßigen und sprunghaften Entwicklung unter den kapitalisti- schen Staaten sich ausweitet und als objektiver Entwicklungsfak- tor größere Bedeutung erlangt. Da sich diese Widersprüche in kom- plizierter Weise mit der Dialektik imperialistischer Anpassungs- prozesse an das veränderte Kräfteverhältnis verflechten, hat dies nicht zuletzt auch Auswirkungen im ideologischen Bereich. Leit- bilder wie die "amerikanische Herausforderung", die "technologi- sche Lücke", der "EWG-Protektionismus" u.a. zeugen davon, daß sich innerimperialistische Widersprüche verschärfen und zu ihrer Verschleierung vielfach verzweifelte Rückgriffe auf traditionelle Formen des Antikommunismus erfolgen. Diese ideologischen Ablen- kungsmanöver, bei denen die verschiedensten gesellschaftlichen Probleme in den Vordergrund gespielt werden (z.B. "Umwelt-Krise", "Nord-Süd-Konflikt", Wachstumsprobleme), sollen den Blick abwen- den von den formationsspezifischen Widersprüchen im Kapitalismus und von dem Grundwiderspruch unserer Epoche. Ob es nun aber Homogenität oder Dissenz sind, die die bilateralen und multi- lateralen Beziehungen zwischen den USA und ihren sogenannten Partnern prägen, ob es gelungen oder fehlgeschlagene An- passungsmanöver an das zugunsten des Sozialismus veränderte Kräf- teverhältnis sind, fest steht, daß es die allgemeinen objektiven sozialökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Imperialismus und das Gesetz unserer Epoche sind, die zu analogen ideologisch-theoreti- schen Positionen der internationalen Monopolbourgeoisie führen. Der Generalnenner dieser Ideologie ist der Antikommunismus mit seiner besonderen Ausprägung als Antisowjetismus. 19) Seine Ent- larvung und Zerschlagung erfordert u.a., die philosophisch-welt- anschaulichen und sozial- wie politikwissenschaftlichen Quellen und Bestandteile, aus denen sich diese Ideologie speist und die die theoretische Basis des gegenwärtigen bourgeoisen Weit- und Selbstverständnisses bilden, zu untersuchen, um die tendenziell bestimmenden Richtungen und Schwerpunkte des ideologischen Kampfes der Monopolbourgeoisie gegen ihren inneren und äußeren Klassengegner fixieren und entsprechende Konsequenzen für die Of- fensive des Marxismus-Leninismus ableiten zu können. 20) Konkret-historische Entwicklung und ----------------------------------- ideologisch-theoretische Erscheinungen -------------------------------------- Die philosophisch-theoretische Neuorientierung ---------------------------------------------- nach dem Zweiten Weltkrieg -------------------------- Eine erste größere Phase der Parallelität im weltanschaulich-me- thodologischen Grundgehalt antikommunistischer Konzeptionsbildung der Monopolbourgeoisie in den USA und in der BRD läßt sich zeit- lich etwa für die ersten zehn Jahre nach dem zweiten Weltkrieg bestimmen. In den USA waren während bzw. unmittelbar nach dem zweiten Welt- krieg bemerkenswerte ideologisch-theoretische Konzeptionsbildun- gen, die in direktem Zusammenhang mit einer forcierten antikommu- nistischen ideologischen Aufrüstung standen, kaum auszumachen. Unter den Bedingungen der Anti-Hitler-Koalition mußten sich die Ideologen der Bourgeoisie bestimmte Mäßigung in der Propagierung eines offenen Antikommunismus auferlegen. Solche Äußerungen wie die des erzreaktionären Senators R.A. Taft, daß "ein Sieg des Kommunismus für die Vereinigten Staaten weitaus gefährlicher (sein würde) als ein Sieg des Faschismus" 21), wurden deshalb zunächst auch wenig beachtet. Das sollte sich nahezu über Nacht ändern. Als Repräsentant der Rüstungsmonopole, Harry S. Truman, eine Administration schuf, in der zunächst hintergründig der Bruch der Anti-Hitler-Koalition betrieben und machtpolitische wie ideologische Vorbereitungen für eine Periode des kalten Krieges getroffen wurden, erhielten auch die Ideologen der Monopolbour- geoisie das Zeichen zur frontalen ideologischen Kriegführung ge- gen die Sowjetunion. 22) Für die "offizielle" Truman-Doktrin wur- den im Hinblick auf die Politik und Ideologie des Antikommunismus drei Schwerpunkte bestimmend: 1. Verstärkung des politischen Ein- flusses der aggressivsten und im Rüstungsgeschäft am mächtigsten gewordenen Monopolverbände; damit 2. Korrektur und schließlich gänzliche Zurücknahme der außenpolitischen Realistik des New Deal von Präsident Roosevelt und Vorbereitung einer globalen "kalten" - gegebenenfalls auch "heißen" - Kriegführung gegen die So- wjetunion und die entstehenden sozialistischen bzw. antifaschi- stisch-demokratischen Ordnungen in den vom Hitler-Faschismus be- freiten Ländern; und zur innenpolitischen "Absicherung" dieses aggressiven Kurses damit 3. die Ausweitung des offenen und mili- tanten Antikommunismus in der McCarty-Ära. 23) Mit der Verstärkung des kalten Krieges gegen die sozialistischen Länder erfolgt dann eine allseits spürbare Hinwendung auch des philosophischen Denkens auf politische Probleme. Unter den Er- schütterungen der Kriegsereignisse hatte diese keimhaft bereits in den 40er Jahren begonnen, um dann zu deren Ende und zu Anfang der 50er Jahre einen entscheidenden Stellenwert innerhalb der po- litischen Ideologie der USA-Monopolbourgeoisie einzunehmen. Eine Strömung des bourgeoisen philosophischen Denkens in den USA, die bereits über nicht unwesentliche Traditionen in der Ideologiebil- dung verfügte, zieht dabei die Aufmerksamkeit besonders auf sich: die sogenannte realistische Schule von der Politik. 24) Im Gewand religiöser "Neubesinnung" und eines demagogischen Miß- brauchs des christlichen Humanismus verfolgte diese "Schule" hauptsächlich zwei ideologische Funktionen: E i n m a l sollte dieser "Realismus", der sich stets in engster Verbindung mit den Traditionen des amerikanischen Pragmatismus 25) wußte, der Mono- polbourgeoisie selbst zum Verständnis ihrer gewandelten Existenz- bedingungen verhelfen. Da diese sich nachhaltig durch die weite- ren Erfolge des Sozialismus zuungunsten der internationalen Mono- polbourgeoisie veränderten, stellten sich die Vertreter dieser Richtung die Aufgabe, mit ihren Konzeptionen von der "realistischen Politik" die strategische Erneuerung der imperia- listischen Politik einzuleiten, deren antikommunistischen Charak- ter zu legitimieren und die politischen Aktionen selbst als schicksalhafte Notwendigkeit vor den Augen der werktätigen Massen zu begründen. 26) A n d e r e r s e i t s wurde dazu parallel das Ziel verfolgt, in der Arbeiterklasse und in anderen Schichten der Bevölkerung die gewachsenen Sympathien für die Sowjetunion zu zerschlagen und jeglichen Gedanken an die Fortsetzung normaler Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR - und damit verbunden eine Anerkennung der Prinzipien der friedlichen Koexistenz zwi- schen Staaten gegensätzlicher Gesellschaftsordnung - auszumerzen. 27) Diese von der Monopolbourgeoisie ihren geistigen Interessenver- tretern auf dem Gebiet des ideologischen Klassenkampfes nahege- legten Aufgaben stehen in einem direkten Zusammenhang mit der "personellen" Zusammensetzung dieser an Einfluß gewinnenden ideo- logisch-theoretischen Linie. Die sogenannten Väter dieser "Schule", der Theologe Reinhold Niebuhr, die Politologen H.J. Morgenthau, N.J. Spykman, K.W. Tompson, die Historiker E.H. Carr und H. Butterfield, der Publizist Walter Lippmann sowie die Mit- glieder des Planungsstabes des Departements of State G.F. Kennan, Paul Nitze, Ch.B. Marshall und Louis Halle vertraten in konkreten politischen Fragen zwar durchaus nicht immer einheitliche Meinun- gen, doch war ihre Position zu den Grundwerten der amerikanischen Gesellschaft zum erwünschten Menschenbild, zur Rolle der politi- schen Philosophie im Verhältnis zur Theorienbildung innerhalb der political science, zum Verhältnis von Ideologie und Monopolinter- essen, zum Verhältnis von Macht und Recht sowie im Sinne ihrer bewußten Wahrnehmung der ideologischen Dienstleistung für die Ziele des USA-Imperialismus einheitlich. 28) Diese einheitliche Linie ist es, die für den allgemeinen Denkstil der Monopolbour- geoisie in den Fragen der Innen- und Außenpolitik nie an Bedeu- tung verloren hat, wenngleich nicht unwesentliche Modifikationen erfolgten und die "Realistische Schule von der Politik" unter diesem Namen verschiedentlich nur im Sinne einer "Hintergrundideologie" (J. Habermas) die politische Konzeptions- bildung beeinflußte. 29) Es läßt sich aber offensichtlich der di- rekte Zusammenhang zwischen dieser ideologisch-theoretischen Grundlinie und der Doktrin der amerikanischen Globalstrategie aufdecken, da die philosophisch-weltanschaulichen und die sozial- wie politikwissenschaftlichen Fundamente dieser antikommunisti- schen Politik und Ideologie in jener "Schule" aufzufinden sind. 30) Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg schien es in den westli- chen Besatzungszonen bis zur Gründung der BRD und der damit von den Westmächten und der deutschen Monopolbourgeoisie verfolgten Spaltung Deutschlands, als würde sich ein ideologischer "Pluralismus" durchsetzen. Denn neben bürgerlichem Liberalismus, Konservatismus, neben Revisionismus und Opportunismus hatte auch der Marxismus-Leninismus, gestützt auf revolutionäre Kräfte der Arbeiterbewegung, starke Positionen behaupten können. 31) Für die internationale Monopolbourgeoisie, die dem westdeutschen Monopolkapital bereits eine Bollwerkfunktion gegen den Vormarsch des Sozialismus und eine besondere Rolle im kalten Krieg zuge- dacht hatte, konnte diese Situation ebensowenig befriedigend sein wie für die westdeutsche Bourgeoisie selbst. Mit der ökonomischen und politischen Restauration des deutschen Imperialismus mußten zwangsläufig auch Pläne seiner ideologischen Inthronisierung kon- krete Gestalt annehmen. Unter der "Schirmherrschaft" der westlichen Besatzungsmächte wur- den deshalb bereits 1949 in Waldleiningen 90 Politiker und Pro- fessoren zusammengezogen, die unter dem Vorsitz des Soziologen Alfred Weber, des Bruders von Max Weber, eine Konferenz über die Grundlinien der politischen Bildung und Erziehung in Westdeutsch- land abhielten. Diesem ersten Treffen folgten weitere in König- stein (Taunus) und West-Berlin. Die konzeptionsbildenden Kräfte waren u.a. A. Weber, O. Suhr, D. Sternberger, Th. Eschenburg und E. Kogon. 32) Die Differenzierungen, die im Verlaufe der Zeit in diesem Arbeitskreis auftraten, werden von bürgerlichen Autoren stets auf methodologische Streitpunkte zurückgeführt. Fest steht aber, daß das Auseinanderbrechen der Standpunkte zusammenfällt mit dem Dissenz zwischen einer konservativen und einer liberalen Linie bürgerlicher Ideologie. Denn inzwischen hat sich mit dem Beginn der Adenauer-Ära eine Symbiose von Konservatismus und po- litischem Klerikalismus herausgebildet, der die entscheidende Voraussetzung bilden sollte für eine ideologische Formierung in Gestalt eines offenen und militanten Antikommunismus nach innen und nach außen. Unter dem eindeutigen Primat dieser politisch- ideologischen Ausrichtung soll die "vielberufene Kluft zwischen deutschem Geist und deutscher Politik überbrückt" 33) werden. Dem unterzuordnen haben sich auch die sozial- wie politikwissen- schaftlichen Entwicklungen, als deren Hauptvertreter A. Weber, A. Rüstow, H. Plessner, M. Horkheimer, L. von Wiese, R. König, Th. W. Adorno ihr Wirkungsfeld aufbauen. Dabei hat die philosophisch- weltanschauliche Inthronisierung der imperialistischen Ideologie bereits einen deutlichen Vorsprung gegenüber dieser mehr sozial- und politikwissenschaftlichen Linie auf zuweisen. Besonders der Neuthomismus und in gewissem Maße der Existenzialismus sowie die Lebensphilosophie sind es, die in eigentümlicher Nachbarschaft zu einer Art Staatsphilosophie avancieren. Dieser "Aufbruch in die Illusion" - wie es W. Heise treffend bezeichnete und in gründli- cher Beweisführung nachwies - kennzeichnete den Inhalt und die Funktionen einer bourgeoisen Ideologie, die sich in der Etappe der Restauration des deutschen Imperialismus konstituiert und un- ter den veränderten Nachkriegsbedingungen der wiederentstandenen Monopolherrschaft zur ideologischen Machtausübung dient. 34) Auf den ersten Blick mag es abwegig erscheinen, diese Entwicklun- gen mit denen in den USA hinsichtlich grundlegender Parallelitä- ten auf einen Nenner zu bringen. Eine genauere Untersuchung der ideologischen Aufrüstung in den USA und in der BRD offenbart je- doch einen Prozeß, der - bei allen Unterschiedlichkeiten in den äußeren Erscheinungsformen, unter Beachtung der ideologiege- schichtlichen Traditionen und genetischen Merkmale sowie bei Be- rücksichtigung der zeitlichen "Phasenverschiebung" - nicht nur in den ideologischen Zielsetzungen wesentliche Parallelitäten auf- wies, sondern auch bezüglich der allgemeinen objektiven Rahmenbe- dingungen bourgeoiser Ideologieproduktion unübersehbare Analogien erkennen läßt. So wie mittels der ideologischen Leitbilder der "Realistischen Schule" der McCartyanismus nach innen und die Globalstrategie nach außen gerechtfertigt werden sollten, so legitimierte das Bündnis von Neuthomismus und politischem Klerikalismus in demago- gischer Weise den ideologischen und politischen Feldzug gegen den inneren und äußeren Klassengegner der Monopolbourgeoisie der BRD. In beiden Fällen dienten als philosophisch-weltanschauliches "Ausgangsmaterial" ideologische Werte und Leitbilder, die einmal der protestantischen Ethik entlehnt waren und mit den weltan- schaulichen Dogmen des amerikanischen Pragmatismus den ideologi- schen Bedürfnissen angepaßt wurden bzw. der neuthomistischen Philosophie und Soziallehre entnommen waren und in Verbindung mit den Prämissen des politischen Klerikalismus die neuen ideologi- schen Ansprüche erfüllen sollten. Gleichermaßen wurde eine mili- tante antikommunistische Front errichtet, die sowohl auf ideolo- gischem Gebiet die Nachkriegsoffensive einleiten, als auch auf politischem Gebiet die Politik des kalten Krieges gegen die so- zialistischen Länder begründen sollte. Dieser Rückgriff auf religiöse Werte und Leitbilder, die in bei- den Fällen als äußeres Gewand zur Verschleierung des reaktionären Inhalts der imperialistischen Ideologie dienten, ist erklärbar aus dem bourgeoisen Bestreben, bei den Werktätigen wieder Massen- einfluß zu gewinnen und sie bewußtseinsmäßig an das imperialisti- sche Macht- und Herrschaftssystem zu ketten. Der Krieg und seine Folgen hatten schließlich ein übriges dazu beigetragen, daß die imperialistische Ideologie massenhaft ihre "Anhängerschaft redu- ziert sah. Dabei ist zu beachten: 1. In den USA sind breite Bevölkerungsschichten nie in systemati- scher Weise mit der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbei- terklasse in Berührung gekommen. Der forcierte Antikommunismus in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen hatte trotz des Auf- schwung im antimonopolistischen Kampf tiefe Spuren hinterlassen. Die prosowjetischen Stimmungen in weiten Bevölkerungskreisen wäh- rend des zweiten Weltkrieges waren stark emotional begründet. Dies galt besonders auch für die Arbeiterklasse, die tradeunio- nistisch organisiert und in großen Teilen dem schädlichen Einfluß des bürgerlichen Sozialreformismus der rechten Gewerkschaftsfüh- rung erlegen war. 35) 2. In der BRD wurde entsprechend den Interessen der Monopolbour- geoisie nichts getan, um mit dem Ungeist der faschistischen Ideo- logie historisch abzurechnen; vielmehr konnten seine theoreti- schen Wegbereiter unbehelligt und zum Teil noch mit besonderer Förderung von staatlicher Seite wirken. Andererseits wurde alles unternommen', um die Verbreitung des Marxismus-Leninismus durch die KPD und andere fortschrittliche Kräfte zu verhindern. 36) Wenn also einerseits von einer verlorenen ideologischen Bindung der Massen an die imperialistische Ideologie in beiden Fällen ge- sprochen werden kann, so ist dies nicht gleichbedeutend mit einem gänzlichen Verlust ihres Einflusses oder mit dem Übergang auf marxistisch-leninistische Positionen. Eher kann man von einer partiellen ideologischen Leere sprechen, die infolge einer welt- anschaulich-ideologischen Desillusionierung und Zerstörung bishe- riger, Leitbilder und Werte eingetreten war. In eben diese Lücke stößt in beiden Fällen die bewußt von der Monopolbourgeoisie vor- angetriebene ideologische Aufrüstung zunächst mit gerade den Wer- ten und Leitbildern, die am wenigsten die Klasseninteressen der Bourgeoisie vermuten lassen und zugleich aber für die Verteufe- lung des Sozialismus in Theorie und Praxis geeignet erscheinen. Mit dieser bewußten Intensivierung des ideologischen Klassen- kampfes seitens der Bourgeoisie verbinden sich entsprechende po- litische Repressalien (McCartyanismus in den USA) und Unterdrüc- kungsmaßnahmen (KPD-Verbot in der BRD) gegen all jene Kräfte, die die antifaschistisch-demokratische Bewegung als antimonopolisti- schen und antimilitaristischen Kampf für Frieden und Fortschritt weiterzuführen trachten. Da es sich bei der Realistischen Schule von der Politik wie auch bei der politischen Philosophie des Neuthomismus um ideologische Prozesse mit internationaler Ausdeh- nung handelt, können die allgemeinen Merkmale beider als Bestand- teil verstanden werden für die ideologische Reaktion der interna- tionalen Monopolbourgeoisie auf das veränderte Kräfteverhältnis in der Welt. In diesem Prozeß sind zugleich entscheidende ideolo- gische Triebkräfte für die Entwicklung der political science in den USA bzw. der politischen Philosophie in der BRD aufzufinden. 37) Darüber hinaus prägen sich bereits hier entscheidende Züge der objektiv bedingten Anpassung des Imperialismus aus, wie sie im Rahmen der Gesetzmäßigkeit unserer Epoche als Folge der Ver- schärfung des Grundwiderspruchs die historische Defensivposition des Imperialismus charakterisieren. Verändertes Kräfteverhältnis und die Funktionszunahme ----------------------------------------------------- der Sozial- und Politikwissenschaften in den 60er Jahren -------------------------------------------------------- Ein zweiter Komplex von Parallelitäten in den philosophisch-welt- anschaulichen und sozial-wie politikwissenschaftlichen Grundlagen des Antikommunismus in den USA und in der BRD ergibt sich aus dem zugunsten des Sozialismus veränderten Kräfteverhältnis. Dieser Faktor, der als eine entscheidende Triebkraft in weltweiter Di- mension wirkt, bedarf in dem hier verfolgten Darstellungsziel ei- ner kurzen Präzisierung: 1. "Veränderung des Kräfteverhältnisses zugunsten des Sozialis- mus" ist nicht nur von entscheidender Bedeutung für die Entwick- lung der Beziehungen zwischen den beiden Weltsystemen, sondern auch von ausschlaggebender Bedeutung für eine Reihe innerimperi- altstischer ökonomischer und politischer Beziehungen sowie von maßgeblicher Bedeutung für die nationale Unabhängigkeitsbewegung und den weltweiten antiimperialistischen und Friedenskampf. 38) 2. "Veränderung des Kräfteverhältnisses zugunsten des Sozialis- mus" erfaßt nicht nur eine außenpolitische Komponente, sondern schließt auch die Innenpolitik in komplexer Weise ein. Dabei geht es in erster Linie um den Beispielcharakter des real existieren- den Sozialismus bei der Lösung grundlegender Probleme der Mensch- heit, die da z.B. sind: Frieden, Recht auf Arbeit, soziale Ge- rechtigkeit, soziale Sicherheit, Gleichberechtigung der Frau, Be- seitigung von Rassismus und Nationalismus, sozialistischer Huma- nismus, proletarischer und sozialistischer Internationalismus und Patriotismus. 39) 3. "Veränderung des Kräfteverhältnisses zugunsten des Sozialis- mus" bedeutet folglich auch deutlicheres Hervortreten der Gebre- chen und Krankheiten des Kapitalismus, weil im Vergleich mit dem Sozialismus als Verkörperung des gesetzmäßigen gesellschaftlichen Fortschritts die Krisen- und Verfallsmerkmale der bürgerlichen "Ordnung" den Glauben an eine historische Alternative für den Ka- pitalismus zerstören. Als zentrales Problem erweist sich dabei stets der Grundwiderspruch und seine gesamtgesellschaftlichen Folgeerscheinungen, die da z.B. sind: Grenzen der Produktiv- kraftentwicklung, Widerspruch zwischen Wissenschaftsentwicklung und Produktionsverhältnissen, sozialökonomischen Wachstumsschwie- rigkeiten, ökologische Krise. 40) Diese Faktoren beginnen bereits Ende der 50er Jahre, verstärkt dann im Übergang zu den 60er Jahren zu wirken. Parallel dazu wirkt das Scheitern der außenpolitischen Doktrin der internatio- nalen Monopolbourgeoisie auf die weitere Evolution des Antikommu- nismus. 41) Die bis in diese Phase der Entwicklung nahezu undis- kutierte Gültigkeit der philosophischweltanschaulichen und so- zial- wie politwissenschaftlichen Grundlagen des Antikommunismus wird nunmehr in Frage gestellt und führt zu Wandlungen im bour- geoisen Welt- und Selbstverständnis. Der für die imperialistische Ideologie in ihrer Grundsubstanz seit der Herausbildung des Impe- rialismus typische "Aufbruch in die Illusion", der an sich schon ein inneres Merkmal der Krise des bürgerlichen philosophisch- weltanschaulichen Denkens darstellt, vermag der Bourgeoisie für keines der vor ihr aufgetürmten Probleme realistische Lösungswege aufzuzeigen. Die tiefe Krise der imperialistischen Ideologie wird selbst für die geistigen Repräsentanten der Monopolbourgeoisie zu einer offensichtlichen Tatsache und führt zu entsprechenden Ein- geständnissen. 42) Um Jahre früher als in der BRD zeichnen sich Erscheinungen dieses Prozesses in den USA ab. Deshalb wird auch hier zuerst der Ruf nach brauchbaren, der bourgeoisen Praxis dienenden Theorien und langfristigen Konzeptionen unüberhörbar. 43) In dieser Situation mobilisieren die imperialistischen Ideologen einen Bestandteil des bourgeoisen Klassenbewußtseins, der in diesem nicht nur vom Umfang her schon immer einen großen Raum einnahm, sondern der auch in Teilbereichen der Gesellschaft schon Nutzen für die Bour- geoisie einbrachte. Gemeint sind die bürgerlichen Sozial- und po- litischen Wissenschaften, die sich nunmehr gegenüber den stärker philosophisch-weltanschaulichen Grundlagen für die Begründung der antikommunistischen Politik und Ideologie in den Vordergrund schieben. Zwar bleiben auch im weiteren Idealismus und Metaphy- sik, Subjektivismus und Voluntarismus als weltanschaulich-metho- dologische Grundlagen bürgerlicher Geschichts- und Gesellschafts- bewußtseins dem Wesen nach erhalten. Es bleibt ebenso die eindeu- tige Frontstellung gegen die wissenschaftliche Weltanschauung der revolutionären Arbeiterklasse und es bleibt folglich der Antikom- munismus als integrierende Kraft für den von der Bourgeoisie ge- führten ideologischen Kampf gegen ihren inneren und äußeren Klas- sengegner erhalten. Aber in den Formen und methodischen Konzepten einer zweckorientierten Neuformierung des bourgeoisen Geschichts- und Gesellschaftsverständnisses gewinnen Theorien mit größerer Praxisnähe und Praktikabilität für die Bedürfnisse imperialisti- scher Macht und Herrschaft das Übergewicht. 44) Dabei wird immer offensichtlicher, daß die sozial- wie politikwissenschaftliche und auch die philosophisch-weltanschauliche Begründung des Anti- kommunismus eine differenzierte Ausprägung entsprechend ihres in- nen-oder außenpolitischen Klassengegners annimmt. 45) In diesem gesamten Prozeß erweisen sich unter weltanschaulich-me- thodologischem Gesichtspunkt und im Hinblick auf Parallelitäten im Arsenal der antikommunistischen Ideologie der USA- und der BRD-Monopolbourgeoisie u.a. folgende drei Faktoren als wesent- lich: 1. Die - wenngleich äußerliche - Gegnerschaft des Positivismus zur Metaphysik, seine verbalen Gefechte gegen Mystik und reli- giöse Weltanschauung sowie sein Anspruch, alle bisherige Philoso- phie - einschließlich des Gegensatzes von Materialismus und Idea- lismus - "positiv" überwunden zu haben, verschaffen ihm eine ex- ponierte Stellung in den weltanschaulich-methodologischen Aus- gangspositionen der ideologischen Umgruppierung und teilweisen Neuformierung. 46) Zwar hatte der Positivismus als "Denkstil" in den bürgerlichen Sozialwissenschaften schon immer seine Heimat, weil deren empiristisches Wissenschaftsverständnis dafür weitge- hende Möglichkeiten bot. 47) Auch hatten pragmatische Anforderun- gen der Bourgeoisie an die sozialtheoretischen und politikwissen- schaftlichen Konzeptionsbildungen dafür stets hinreichende Mög- lichkeiten erschlossen. Denn die bourgeoisen Interessen an der optimalen Gestaltung der Verwertungsbedingungen der Ware Arbeits- kraft, an der Notwendigkeit, unter den Bedingungen des staatsmo- nopolistischen Kapitalismus den wissenschaftlich-technischen Fortschritt dem Profitstreben zu unterwerfen, und an den Erfor- dernissen für die innen- und außenpolitische Sicherung imperiali- stischer Macht und Herrschaft übten einen nachhaltigen Druck auf positivistisch-scientistische, technokratische und pragmatisch- utilaristische Fundierungen der ideologischen Konzeptionsbildung aus. Aber die nahezu uneingeschränkte Okkupation dieser weltan- schaulich-methodologischen Grundposition gegenüber den tra- ditionellen Prämissen antikommunistischer Politik und Ideologie wird in diesem Umfang erst möglich, als die imperialistischen Ideologen an der Krise ihres eigenen gesellschaftlichen Seins und Bewußtseins nicht mehr vorbeigehen können und sie sich mit unvor- hergesehenen, ihren Interessen zuwiderlaufenden Entwicklungen konfrontiert sehen. 48) 2. Das Dogma des Positivismus, daß alles Weltanschauungs- und philosophische Denken Ideologiecharakter trage und Ideologie schlechthin falsches Bewußtsein sei, macht ihn in der skizzierten krisenhaften Situation für die bourgeoisen Ideologen in zweierlei Hinsicht anziehend, läßt ihn brauchbar und nützlich erscheinen. Zum einen sollte mit der Übernahme dieses Dogmas in jegliche Ge- schichts- und Gesellschaftsdeutung die Ideologie der Arbeiter- klasse als unwissenschaftlich abqualifiziert werden. Die Diskre- ditierung der wissenschaftlichen Weltanschauung des revolutio- nären Proletariats konnte als permanenter und immanenter Faktor imperialistischer Ideologie in scheinwissenschaftlicher Pose ge- steigert werden. Zum anderen bot das positivistische Dogma der angeblichen Ideologiegegnerschaft und eigenen Ideologiefreiheit einen Deckmantel für die wissenschaftliche Beschränktheit bour- geoiser Geschichts- und Gesellschaftskonzeptionen. Diese wurden mit dem objektivistischen Anspruch auf "reine" Wissenschaftlich- keit und absolute Gültigkeit verbrämt. Das verlieh der ideologi- schen Funktionserfüllung dieses bourgeoisen Denkens sowohl in Richtung der Verteidigung gegenüber dem Marxismus-Leninismus, als auch im Hinblick auf die Rechtfertigung der bestehenden kapitali- stischen "Ordnung" eine relativ einheitliche Plattform, die sich in Form und Methode sowie in den theoretischen Möglichkeiten er- heblich von den traditionellen philosophisch-weltanschaulichen Grundlagen antikommunistischer Politik und Ideologie unterschied. Daß dafür im Schwerpunkt die wissenschaftliche und technische In- telligenz und - bei Koppelung mit sozialreformistischer und rechtssozialdemokratischer Ideologie - bestimmte Schichten der werktätigen Massen empfänglich waren, das zeigt sich wiederum frühzeitig in den USA und mit einer gewissen "Verspätung" dann auch augenfällig in der BRD. Zudem bestimmten diese Positionen in vorherrschender Weise die mehr zu Zwecken der ideologischen Di- version und psychologischen Kriegsführung gegen die sozialisti- schen Länder gerichteten, scheinbar ideologiefrei aufgebauten Konzepte, wie sie z.B. in den Industrie- und konvergenztheore- tisch orientierten Gesellschaftsinterpretationen vorzufinden sind. 49) 3. Die scheinbare wissenschaftsoptimistische und wissenschafts- fördernde Erscheinung des positivistischen Denkstils und die an bourgeoise Interessen unmittelbar gebundenen technokratischen und pragmatischen Positionen vermochten aber nicht nur bestimmte Be- völkerungsschichten ideologisch zu binden, sondern schufen auch Voraussetzungen dafür, sozialökonomische und sozialpolitische Er- scheinungen und Prozesse im Interesse der Monopolbourgeoisie zielgerichtet erforschen zu lassen, ohne dabei sogleich Gefahr zu laufen, wesentliche gesellschaftliche Zusammenhänge und Gesetzmä- ßigkeiten aufzuhellen. Die positivistische Beschränktheit auf das unmittelbar Gegebene, auf Erscheinungen, die "meßbar" im Sinne empirischer "Zugänglichkeit" sind, die technokratische Gläubig- keit an den Sieg der Rationalität im Bereich des sozial Machbaren und die pragmatische Doktrin von der Allgemeingültigkeit des ein- mal praktisch Erprobten - all diese Faktoren waren zunächst dazu angetan, dem Bedürfnis der Bourgeoisie nach einer Art von Wissen zu entsprechen, mit dem die Stabilisierung der bestehenden Ver- hältnisse und eine effektive Verbesserung der allgemeinen Bedin- gungen der Macht und Herrschaft bewirkt werden sollte. Als nicht unwesentliche "Begleiterscheinung" einer solchermaßen orientier- ten sozial- und politikwissenschaftlichen Konzeptionsbildung war der Bourgeoisie "erwünscht" und in ihrer ideologischen Wirkung willkommen, daß in jedem Falle der Verzicht auf eine dialektisch- materialistische Untersuchung der inneren objektiven Bewegungs- und Entwicklungsgesetzmäßigkeiten von Geschichte und Gesellschaft präsent war. Die dadurch sich öffnenden Möglichkeiten, das Bestehende als das Dauerhafte, die gegebenen Erscheinungen als das Notwendige und Wesentliche, das praktisch Evidente als das Wahre und Gute ausgeben zu können, sollte einen ideologischen Wall errichten gegen die wissenschaftliche Geschichts- und Ge- sellschaftsauffassung des Marxismus-Leninismus und die darauf gründenden praktisch-politischen Ansätze einer grundlegenden "Systemveränderung". Denn nichts war den bourgeoisen Ideologen mit größerer Verpflichtung auferlegt als die Aufgabe, dem Kapita- lismus eine historische Alternative zu konstruieren, die sich als bewußtes Gegenmodell zur Theorie und Praxis des realen Sozialis- mus bewähren sollte. Die Vorherrschaft der genannten weltanschaulich-methodologischen Prämissen und ihre allgemeine gesellschaftliche Determination lassen bezüglich von Parallelitäten des Anti-kommunismus in den USA und in der BRD zunächst also neben der analogen ideologischen Bedürfnissituation seitens der Monopolbourgeoisie auch ein ent- sprechendes Äquivalent in Gestalt allgemeiner Grundlagen der so- zial- und politikwissenschaftlichen Theorienbildung erkennen. Die enge Verflechtung dieser Prozesse sowohl in ihrem genetischen Charakter als auch in ihren Struktur- und Funktionszusammenhängen und die Tatsache, daß die Dialektik von Objektivem und Subjekti- vem eine ständige Dynamik hervorrufen und spezifische Ausprägun- gen bedingen, erfordert bei der Erforschung der weiteren Entwick- lung dieser Momente des bourgeoisen Ideologiebildungsprozesses umfangreiche, komplex und interdisziplinär angelegte Untersuchun- gen. Dies gilt gerade für den Umstand, daß mit der nahezu undiskutier- ten Übernahme des positivistischen Wissenschaftsverständnisses in das bürgerliche sozial- und politikwissenschaftliche Denken Mög- lichkeiten eröffnet werden, Ergebnisse der modernen Wissen- schaftsentwicklung in den Begründungszusammenhang sozialtheoreti- scher und politikwissenschaftlicher Konzeptionsbildung systema- tisch einzubeziehen. 50) An Wissenschaftsdisziplinen stehen dabei im Vordergrund: Mathematik, Kybernetik und Informationstheorie. Spieltheorie und allgemeine Systemtheorie. Dies zum ersten. Zum zweiten sind die im bürgerlichen sozial- und politikwissenschaft- lichen Denken bereits vorhandenen Traditionen aus der Phase einer einseitig empirischen Grundlegung ein fruchtbares Feld, um in eklektischer Weise rasch eine Integration der aus den genannten Disziplinen stammenden "Theoriesplitter" zu bewirken. Solche Vor- aussetzungen wie quantifizierende Methoden, modell-theoretische Abbildung, psychologisierende Ursachenanalyse, verhaltenstheore- tische Analogien sowie strukturalistische und funktionalistische Untersuchungsmethoden bilden mit den übernommenen Aussagen bzw. einzelnen Theorien eine eigentümliche Symbiose. Sie ist die all- gemeinste theoretische Voraussetzung für die Herausbildung eines Theorie- und Methodentyps im bürgerlichen sozial- und politikwis- senschaftlichen Denken, der unter dem verschwommenen Begriff "Systemtheorie" allgemeine Gültigkeit beansprucht. Dabei soll zugleich wieder - und die Träger und Verfechter dieser Entwick- lung lassen darüber keinen Zweifel aufkommen - mittels Scheindia- lektik, vordergründigem Historismus, Mechanismus und Ökonomismus eine Front gebildet werden gegen den dialektischen und histori- schen Materialismus. Insofern erweist sich dieses Denken als theoretische Grundlage antikommunistischer Politik und Ideologie als äußerst "anfällig" gegenüber dem Marxismus-Leninismus. Denn einerseits bedingt das Bedürfnis nach Schaffung erkenntnismäßiger Voraussetzungen für eine globale "Steuerung und Regulierung" staatsmonopolistischer Produktions- und Reproduktionsprozesse ein komplexeres Erfassen und tieferes Eindringen in gesellschaftliche Erscheinungen und Prozesse unter dem Gesichtspunkt ihrer Beherrschbarkeit. Anderer- seits bildet sich dabei stets auch eine Konfrontation mit der Theorie heraus, die einzig in der Lage ist, die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung zu erfassen und darauf grün- dend dem gesellschaftlichen Fortschritt praktisch zum Durchbruch zu verhelfen. Diese theoretische Konfrontation nimmt bei antago- nistischen Klasseninteressen ihren Ausgang und bildet somit ein entscheidendes Moment des ideologisch-theoretischen und poli- tisch-praktischen Klassenkampfes zwischen Sozialismus und Impe- rialismus, zwischen revolutionärer Arbeiterklasse und reaktio- närer Bourgeoisie, zwischen Fortschritt und Reaktion überhaupt. Die Zunahme gesamt-gesellschaftlicher bürgerlicher Leitbilder ------------------------------------------------------------- seit dem Ende der 60er Jahre ---------------------------- Aufgrund der aufgezeigten Zusammenhänge und einer Funktionsüber- tragung auf die sozial- wie politikwissenschaftlichen und philo- sophisch-weltanschaulichen Grundlagen antikommunistischer Politik und Ideologie mußte sich zwangsläufig sehr bald eine "Funktions- überbelastung" herausstellen. Der unumschränkte Einzug von positivistischen, technokratischen und pragmatischen Dogmen in das weltanschaulich-methodologische Gefüge bürgerlicher Sozial- und Politikwissenschaften und das damit zusammenhängende Überge- wicht sogenannter Bindestrich-Soziologien erschloß zwar Möglich- keiten, daß diese einigen ideologischen Funktionen entsprachen, erbrachte jedoch keinen spürbaren Nutzen für solche vor der Bourgeoisie stehenden Probleme, die gesamtgesellschaftlichen Charakter trugen bzw. sich aus der Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus herleiteten. 51) Die sogenannte Krise im strategischen Denken der USA-Monopolbour- geoisie ließ dies frühzeitig zutage treten. Wenngleich also im Übergang von den 50er zu den 60er Jahren eine Reihe von Theorie- konglomeraten (z.B. die sogen. Stadien- und Wachstumstheorien, die sogen. Theorie von der einheitlichen Industriegesellschaft und ihre konvergenztheoretischen Ableger sowie ihre Extrapolatio- nen im Stile der postindustriellen Gesellschaft) entstanden, so entsprachen diese doch noch nicht dem wesentlich komplexeren "Theoriebedürfnis" und der umfassenderen Wahrnehmung von Ideolo- giefunktionen im Sinne der Interessen der Monopolbourgeoisie. Auch die auf einzelne soziale Phänomene bzw. auf herausragende Erscheinungen und Prozesse bezogenen Theorien (z.B. sogen. Theo- rie von der Leistungs-, Konsum-, Freizeit- und Überflußgesell- schaft, von der sogen, großen Gesellschaft oder der Wissen- schaftsgesellschaft) erfüllten diese Ansprüche nicht. Trotzdem zeigte sich bereits in diesem Stadium, das" zeitlich etwa Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre seine Merkmale deut- lich offenbart, daß in den Ideologiebildungsprozessen ein Inter- nationalisierungs-Effekt zu verspüren ist wie kaum in vorausge- gangener Zeit. Die im Kampf gegen den Sozialismus und den Marxis- mus-Leninismus erreichte Kongruenz der Interessen der internatio- nalen Monopolbourgeoisie läßt eine Art "antikommunistische Durch- schnittsideologie" sich formieren, die hinsichtlich des theoreti- schen Arsenals ihrer Konzeptionsbildung auf nahezu die gleichen sozial- und politikwissenschaftlichen sowie philosophisch-weltan- schaulichen Grundlagen zurückgreift. 52) Daß dabei die allgemeine Regie von der USA-Monopolbourgeoisie und ihren Ideologen ausgeht, ist ebenso evident wie die Tatsache eines Anspruchs auf ideologi- sche Dirigentenschaft seitens der BRD-Monopolbourgeoisie für Westeuropa. Und gerade innerhalb dieser Parallelitäten hebt sich allseits sichtbar wiederum jenes Moment ab, das Bestandteil der inneren Krise der bourgeoisen Ideologie darstellt. Es zeigte sich näm- lich, daß die positivistische und technokratische - wenn auch nur äußerliche - Ideologieabstinenz, daß der überspannte Objektivis- mus scientistischer Prämissen und die Kurzatmigkeit pragmatischer Dogmen sich zunehmend als ein Hindernis bzw. als ein Ballast für die bourgeoisen Ideologen erweisen, wenn diese ihrem Auftrag nachkommen wollen, eindeutig prokapitalistische, langfristige und mobilisierende Konzeptionen zu schaffen. Diese sollen eine ideo- logische Offensive der Bourgeoisie gegen ihren inneren und äuße- ren Klassengegner bewirken, wobei gerade jene Geschichts- und Ge- sellschaftsinterpretationen "gefragt" sind, die sich zentral und bewußt mit der Stärkung der staatsmonopolistischen Macht und Herrschaft beschäftigen und darüber hinaus weltanschauungsbildend auf die Massen wirken. Wenn also von einer spürbaren Hinwendung bourgeoiser Ideologen auf die Probleme des Klassenkampfes der Bourgeoisie - ohne dies allerdings so zu nennen - auch seitens bürgerlicher Theoretiker gesprochen wird, so ist dieser Prozeß der sogenannten Politisie- rung für sich genommen noch ein Relikt aus den 60er Jahren. 53) Die notwendige "Ergänzung" entsprechend der veränderten ideolo- gisch-theoretischen Bedürfnissituation der internationalen Mono- polbourgeoisie erwartet man genau in den bislang vorhandenen "Lücken". Fehlte diesen sogenannten Politisierungsbestrebungen doch vor allem zweierlei: Einmal forderte die Bourgeoisie bei ma- krosoziologischen Konzeptionsbildungen und systemtheoretisch ori- entierten Konzeptionen der Politikwissenschaft eine klare Bindung und Verpflichtung auf traditionelle bürgerliche Werte, Leitbil- der, Verhaltensmuster usw. Von vornherein sollte jegliche Inkon- sequenz besonders in den Fragen der Legitimität der bürgerlichen "Ordnung" und ihrer Zukunftsträchtigkeit, des Alleinanspruchs auf Macht und Herrschaft und auf gesellschaftsgestaltende Leitfunk- tionen ausgeschaltet werden. Als zweites forderte die Bour- geoisie, daß das ihr bereitzustellende "Herrschaftswissen" die Probleme der Sicherung der bourgeoisen Existenzgrundlagen so be- handelte und derart aufbereitete, daß seine praktikable Nutzung höchste Effektivität versprach. Und schließlich umschloß diese beiden Forderungen der kategorische Anspruch, jede der ausgear- beiteten Konzeptionen im politischen und ideologischen Klassen- kampf gegen den real existierenden Sozialismus und den Marxismus- Leninismus so einsetzen zu können, daß die bürgerlichen Vorstel- lungen als glaubwürdige Alternativen massenwirksame Anziehungs- kraft ausstrahlen. Diese teilweise klar formulierten bourgeoisen Erwartungen an die Ideologieproduktion und ihre sozial- wie politikwissenschaftliche und philosophisch-weltanschauliche Fundierung laufen darauf hin- aus, den Nutzeffekt ideologisch-theoretischer Konzeptionsbildung als das alles entscheidende Kriterium auch an entsprechende For- schungen anzulegen. Der wissenschaftspolitische und strategische Stellenwert, den die Monopolbourgeosie solchen Forschungen beizu- messen pflegt, wurde folglich über die eindeutig antikommunisti- sche Zielstellung hinaus um das "Qualitätsmerkmal" ihrer Effizi- enz erweitert. Die staatsmonopolistische Dienstleistung für die geistigen Vertreter der Monopolbourgeoisie trat eindeutig in den Vordergrund. Diese klassenmäßige Verpflichtung mußte notwendig zu einer gewis- sen Relativierung positivistischer Prämissen, zu einer ideologi- schen Öffnung technokratischer Vorstellungen und zu einer strate- gischen Orientierung pragmatischer Kalkulationen führen, sofern sich in diesen traditionellen Denkstilen Hindernisse gegenüber den aktivistischen ideologischen Bestrebungen fanden. Zugleich erwiesen sich eine Reihe von teils in den Hintergrund gerückten ideologischen Leitbildern als brauchbar, um das Erhoffte zu er- reichen. Dies betraf in erster Linie die politische Philosophie bzw. die praktische Philosophie, die mit ihrer klareren Weltan- schauungsfunktion den ideologischen Nachholbedarf abdecken sollte. So läßt sich seit einigen Jahren die Tendenz verfolgen, daß ein Ineinandergreifen von positivistischen, technokratischen und pragmatischen Grundsätzen mit einer bewußten Ideologisierung einhergeht. Dort, wo die Bindungen an die politische Praxis der Monopolbourgeoisie am engsten sind, hat sich mit der Politologie deshalb ein disziplinärer Rahmen herausgebildet, innerhalb dessen dieser Verschmelzungsprozeß zustande kommt. Daß damit den ideolo- gisch-theoretischen Bedürfnissen der internationalen Monopolbour- geoisie am weitestgehenden entsprochen wird, ist kein Widerspruch zu der inneren Widersprüchlichkeit dieses Prozesses und hebt den Eklektizismus der Konzeptionsbildungen keineswegs auf. Vielmehr ist der darin eingeschlossene Widerstreit zwischen der Ideologie- und Erkenntnisfunktion der sozial- wie politikwissenschaftlichen und philosophisch-weltanschaulichen Begründung antikommunisti- scher Politik und Ideologie geradezu ein herausragendes Merkmal der sich vertiefenden Krise der bürgerlichen Ideologie wie des gesamten bourgeoisen Welt- und Selbstverständnisses unter dem Druck der Offensive des Marxismus-Leninismus und der geschichtli- chen Überlegenheit des Sozialismus in unserer Epoche. Der skizzierte Trend und die angedeuteten Parallelitäten bedürfen deshalb der verstärkten Beachtung seitens marxistisch-leninisti- scher Untersuchungen, weil in ihnen in konzentrierter Weise anti- kommunistische Konzeptionsbildungen ihre theoretische Grundlegung erfahren. Für die Erforschung der weiteren Entwicklungen scheinen deshalb nicht so sehr die innerideologischen Disharmonien und so- gen, innertheoretischen Streitpunkte im Denken der internationa- len Monopolbourgeoisie im Vordergrund zu stehen, wenngleich es diese von der marxistisch-leninistischen Imperialismusforschung ständig zu analysieren gilt. Entscheidend sind die im sozialöko- nomischen und sozialpolitischen Bereich wirkenden Gesetzmäßigkei- ten und Tendenzen mit ihren internationalen Dimensionen, die letztlich ausschlaggebend für die Herausbildung übereinstimmender Interessen der internationalen Monopolbourgeoisie - und dabei solcher führenden Gruppierungen wie denen der USA und der BRD - sind. Die davon bedingte Formierung weiterer wesentlicher ideolo- gisch-theoretischer Gemeinsamkeiten des internationalen Monopol- kapitals und die Ausprägung nationaler Besonderheiten in der an- tikommunistischen Politik und Ideologie erfordert für die weitere Stärkung der Offensive des Marxismus-Leninismus eine Intensivie- rung und Konzentration der Forschung hinsichtlich solcher Pro- zesse. _____ 1) Vgl. näher bei W.G. Kalenski/R. Mocek/B.P. Löwe: POLITOLOGIE IN DEN USA. Zur Kritik imperialistischer Machtkonzeptionen, Ber- lin 1971; A.W. Dmitrijew: POLITITSCHESKAJA SOZIOLOGIJA SSA, Le- ningrad 1971. 2) Vgl. in: SPÄTKAPITALISMUS OHNE PERSPEKTIVE. Tendenzen und Wi- dersprüche des westdeutschen Imperialismus am Ende der 60er Jahre, Berlin 1969; H. Heininger/P. Hess: DIE AKTUALITÄT DER LEN- INSCHEN IMPERIALISMUSKRITIK, Berlin 1970; DER IMPERIALISMUS DER BRD, Berlin 1971; A. Lemmnitz/H. Schäfer: POLITISCHE ÖKONOMIE DES KAPITALISMUS, Frankfurt/Main 1972. 3) Vgl. W. Heise: AUFBRUCH IN DIE ILLUSION. Zur Kritik der bür- gerlichen Philosophie in Deutschland, Berlin 1964; D. Bergner u.a.: IMPERIALISMUS UND WELTANSCHAUUNG. Zu neuen Tendenzen der bürgerlichen Philosophie und Ideologie in Westdeutschland, Berlin 1966. 4) Vgl. SOWREMENNAJA FILOSSOFIJA I SOZIOLOGIJA W FRG, Moskau 1971; SOWREMENNAJA BURZUAZNAJA FILOSSOFIJA, Moskau 1972. 5) DER LENINISMUS UND DER KAMPF GEGEN DIE BÜRGERLICHE IDEOLOGIE UND DEN ANTIKOMMUNISMUS IN DER GEGENWÄRTIGEN ETAPPE, Moskau 1970; E.D. Modrshinskaja: LENINISMUS UND DER GEGENWÄRTIGE IDEOLOGISCHE KAMPF, Moskau 1970; G.P. Tshernikow: OSNOWNIJE TEORII ANTIKOMMU- NISMA, Moskau 1972; W.W. Mschweniradse: ANTIKOMUNISM-IDEOLOGIJA I POLITIKA IMPERIALISMA, Moskau 1973; W.B. Knjashinski: DIE INTER- NATIONALE STRATEGIE DES ANTIKOMMUNISMUS, Berlin 1973; DER GEGEN- WÄRTIGE ANTIKOMMUNISMUS - POLITIK UND IDEOLOGIE, Berlin 1974. 6) Vgl. G.A. Arbatow: IDEOLOGISCHER KLASSENKAMPF UND IMPERIALIS- MUS, Berlin 1972. 7) Vgl. H.-M. Gerlach/B.P. Löwe: "Politik, Philosophie und Sozio- logie im westdeutschen staatsmonopolistischen System", in: DEUT- SCHE ZEITSCHRIFT FÜR PHILOSOPHIE, 1970/Heft 6. 8) Vgl. A.W. Kirsanow: DIE USA UND WESTEUROPA. Ihre ökonomischen Beziehungen nach dem zweiten Weltkrieg, Berlin 1968. 9) Vgl.: DER STAATSMONOPOLISTISCHE KAPITALISMUS, Berlin 1962; N.N. Inosemzew: DER HEUTIGE KAPITALISMUS: NEUE ERSCHEINUNGEN UND WIDERSPRÜCHE, Berlin 1973. 10) Vgl. S.I. Popow: KRITIKA SOWREMENNOJ BURZUAZNOJ SOZIOLOGII, Moskau 1970; R. Mocek/D. Pälike/B.P. Löwe: DER WISSENSCHAFTSBE- GRIFF DER POLITICAL SCIENCE (unveröffentliches Manuskript), Sam- melband zur bürgerlichen Wissenschaftsauffassung, Moskau 1974. 11) Vgl.: ZUR KRITIK DER BÜRGERLICHEN SOZIOLOGIE IN WESTDEUTSCH- LAND, herausgegeben von Kurt Braunreuther, Berlin 1962; BÜRGERLI- CHE ÖKONOMIE IM MODERNEN KAPITALISMUS, herausgegeben von Herbert Meißner, Berlin 1967; B.A. Schabad: DIE POLITISCHE PHILOSOPHIE DES GEGENWÄRTIGEN IMPERIALISMUS. Zur Kritik der antikommunisti- schen Grundkonzeption, Berlin 1970. 12) Vgl. G. Hall: DER AMERIKANISCHE IMPERIALISMUS IN DER WELT VON HEUTE. Eine Einschätzung wichtiger Fragen und Ereignisse unserer Zeit, Berlin 1973. 13) Vgl. A. Karenin: FILOSOFIJA POLITICESKOGO NASILIJA. Kritika antikomunisticeskich koncepcij v oblasti vnesnej politiki SSA, Moskau 1971; E. Krippendorff: DIE AMERIKANISCHE STRATEGIE. Ent- scheidungsprozeß und Instrumentarium der amerikanischen Außenpo- litik, Frankfurt am Main 1970. 14) Vgl. SOVREMENNAJA BURUZAZNAJA IDEOLOGIJA V SSA, Moskau 1967. 15) Vgl. u.a. T.J. Oiserman: DER ANTIKOMMUNISMUS - AUSDRUCK DER KRISE DER BÜRGERLICHEN IDEOLOGIE, Berlin 1963. 16) Vgl. I. Noskova/B. Sokolnikow: "USA-Kapital in der westdeut- schen Wirtschaft", in: SOWJETWISSENSCHAFT/Gesellschaftswissen- schaftliche Beiträge, 1964/Heft 6; M. Dyner: "Das USA-Kapital im Angriff auf Europa", in: EINHEIT, 1967/Heft 2; V. Regner: "Presentday problems in the relations between the USA and GFR", in: INTERNATIONAL RELATIONS, Praha 1972. 17) Vgl. G. Hall: DER AMERIKANISCHE IMPERIALISMUS IN DER WELT VON HEUTE, a.a.O. 18) Vgl. bei W.G. Kalenski/R. Mocek/B.P. Löwe: POLITOLOGIE IN DEN USA, a.a.O. 19) Vgl. D. Bergner/B.P. Löwe: "Philosophische Probleme des Kampfes gegen die Globalstrategie", in: DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR PHILOSOPHIE, 1970/Heft 9; D. Bergner: "Politisch-ideologische Grundlagen des Antikommunismus", in: DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR PHILOSOPHIE, 1971/Heft 9. 20) Vgl. in: L. Stern: DER ANTIKOMMUNISMUS ALS POLITISCHE HAUPT- DOKTRIN DES DEUTSCHEN IMPERIALISMUS, Berlin 1964; VERBRECHEN OHNE CHANCE. Gegen die Ideologie des Antikommunismus, Berlin 1967. 21) R.A. Taft, zit. in H.-P. Schwarz: VOM REICH ZUR BUNDESREPU- BLIK - Deutschland im Widerstreit der außenpolitischen Konzeptio- nen in den Jahren der Besatzungsherrschaft 1945-1949, Neu- wied/Berlin (West) 1966, S. 97. 22) Vgl. ausführlicher bei D. Horowitz: KALTER KRIEG. Hinter- gründe der US-Außenpolitik von Jalta bis Vietnam, Bd. l, Berlin (West) 1969, Teil I. 23) Vgl. u.a. F.J. Donner: THE UN-AMERICANS, New York 1961; S. Lens: THE FUTILE CRUSADE: ANTI-COMMUNISM AS AMERICAN CREDO, Chi- cago 1964. 24) Vgl. G.-K. Kindermann: "Philosophische Grundlagen und Metho- dik der Realistischen Schule von der Politik (mit besonderer Be- rücksichtigung der Werke von Hans S. Morgenthau und Reinhold Nie- buhr)", in: D. Oberndörfer (Hrsg.), WISSENSCHAFTLICHE POLITIK. Eine Einführung in Grundfragen ihrer Tradition und Theorie, Frei- burg i.Br. 1962. 25) Vgl. M.K. Wells: DER PRAGMATISMUS. Eine Philosophie des Impe- rialismus, Berlin 1957; H.S. Thayer: MEANING AND ACTION, New York 1968. 26) Vgl. K.A. Schwarzmann: ETHIK OHNE MORAL. Kritik der modernen bürgerlichen ethischen Theorien, Berlin 1967. 27) Vgl. D. Horowitz: KALTER KRIEG. Hintergründe der US-Außenpo- litik von Jalta bis Vietnam, Bd. I und Bd. II, (West-) Berlin 1969; J.L. Kusnez: OT PERL-CHABORA DO POTSDAM. Ocerk wnesnej po- litiki SSA, Moskau 1970. 28) Vgl. B.P. Löwe: "Politologie und political science in den USA", in: DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR PHILOSOPHIE, 1974/Heft 6. 29) Vgl. A. Karenin, FILOSOFIJA POLITICESKOGO NASILIJA, a.a.O. 30) Vgl. ebenda. 31) Vgl. R. Badstübner/S. Thomas: DIE SPALTUNG DEUTSCHLANDS 1945- 1949, Berlin 1966. 32) Vgl. H.-P. Schwarz: "Probleme der Kooperation von Politikwis- senschaft und Soziologie in Westdeutschland", in: D. Oberndörfer (Hrsg.), WISSENSCHAFTLICHE POLITIK, a.a.O., S. 279 ff. 33) Vgl. ebenda, S. 308. 34) Vgl. W. Heise: AUFBRUCH IN DIE ILLUSION, a.a.O. 35) Vgl. W.Z. Foster: ABRISS DER POLITISCHEN GESCHICHTE BEIDER AMERIKA, Berlin 1957. 36) Vgl. G.S. Wheeler: DIE AMERIKANISCHE POLITIK IN DEUTSCHLAND (1945-1950), Berlin 1958; UNBEWÄLTIGTE VERGANGENHEIT, herausgege- ben von Gerhard Lozek u.a., Berlin 1971. 37) Vgl. H.-M. Gerlach/B.P. Löwe: "Politik, Philosophie und So- ziologie im westdeutschen staatsmonopolistischen System", a.a.O. 38) Vgl. B. Ponomarjow: "Aktuelle Probleme der Theorie des revo- lutionären Weltprozesses", in: DER XXIV. PARTEITAG DER KPDSU UND DIE ENTWICKLUNG DER MARXISTISCH-LENINISTISCHEN THEORIE, Berlin 1971; "Neue Beziehungen zwischen Staaten mit gegensätzlichen Ge- sellschaftsordnungen (Beiträge)", in: MARXISTISCHE BLÄTTER, 1974/Heft 2. 39) Vgl. "Friedliche Koexistenz - ideologischer Klassenkampf", IPW-FORSCHUNGS-HEFTE, 1973/Heft 2; DAS SOZIALISTISCHE WELTSYSTEM UND DER ANTIKOMMUNISMUS, Moskau 1968. 40) Vgl. W. Gerns/R. Steigerwald: PROBLEME DER STRATEGIE DES AN- TIMONOPOLISTISCHEN KAMPFES, Frankfurt/Main 1973; F. Seibert: PRO- FIT CONTRA LEBENSQUALITÄT, Frankfurt/Main 1973; O. Neumann: SI- CHER INS JAHR 2000? , Frankfurt/Main 1973. 41) Vgl. E. Weber: IMPERIALISMUS IN DER ANPASSUNG. Vom "roll back" zur "indirekten Strategie", Frankfurt/Main 1972; J.S. Nawo- paschin: STRATEGIE DER "FRIEDLICHEN EINMISCHUNG", Berlin 1974. 42) Vgl. u.a. D. Bergner/W. Jopke: "Theoretische Probleme des ideologischen Klassenkampfes zwischen Sozialismus und Kapitalis- mus in der Gegenwart", in: DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR PHILOSOPHIE, 1968/Heft 11. 43) Vgl. W.G. Kalenski/R. Mocek/B.P. Löwe: POLITOLOGIE IN DEN USA, a.a.O. 44) Vgl. D. Bergner/R. Mocek: BÜRGERLICHE GESELLSCHAFTSTHEORIEN, (unveröffentlichtes Manuskript), Berlin 1974. 45) Vgl. die Beiträge in: LENINSCHE PRINZIPIEN DER AUSEINANDER- SETZUNG MIT DER BÜRGERLICHEN UND REVISIONISTISCHEN IDEOLOGIE. Philosophen-Kongreß der DDR, Teil V, Berlin 1970. 46) Vgl. M. Buhr: "Zur Aktualität der Leninschen Positivismus- Kritik", in: ZUR KRITIK DER BÜRGERLICHEN IDEOLOGIE, herausgegeben von Manfred Buhr, Heft 12, Berlin 1972. 47) Vgl. I.S. Kon: DER POSITIVISMUS IN DER SOZIOLOGIE. Geschicht- licher Abriß, Berlin 1968. 48) Vgl. A. Gedö: "Zur Krise der bürgerlichen Philosophie", in: MARXISTISCHE BLÄTTER, 1973/Heft 5. 49) Vgl. H. Meißner: KONVERGENZTHEORIE UND REALITÄT, Berlin 1969; G. Rose: "INDUSTRIEGESELLSCHAFT" UND KONVERGENZTHEORIE, Berlin 1971. 50) Vgl. G. Domin u.a.: BÜRGERLICHE WISSENSCHAFTSTHEORIE UND IDEOLOGISCHER KLASSENKAMPF, Berlin 1973. 51) Vgl. W.G. Kalenski/R. Mocek/B.P. Löwe: POLITOLOGIE IN DEN USA, a.a.O. 52) Vgl. B.N. Ponomarjow in: PRAWDA vom 21.1.1970; N.S. Demit- schew: "Leninismus und ideologischer Kampf gegen den Antikommu- nismus", in: EINHEIT, 1970/ Heft 5. 53) Vgl. H.-M. Gerlach/B.P. Löwe: "Politik, Philosophie und So- ziologie im westdeutschen staatsmonopolistischen System", a.a.O.; D. Bergner/B. P. Löwe: "Philosophische Probleme des Kampfes gegen die Globalstrategie", a.a.O.; B.P. Löwe: KLASSENKAMPF ODER SOZI- ALER KONFLIKT? Zu den Gleichgewichts- und Konflikttheorien der bürgerlichen politischen Soziologie, Berlin 1973. zurück