Quelle: Sozialistische Politik Jahrgang 1977


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       Peter Ruben
       

DIE WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE BEDEUTUNG DER HEGELSCHEN LOGIK *)

In der akademisch betriebenen Philosophie wird heute vielfach der Terminus "Wissenschaftstheorie" so verwendet, daß als ausgemacht gilt, Wissenschaftstheorie zu betreiben, heiße, die Sprachen der empirischen Wissenschaften nach dem Konzept der sogenannten "analytischen Wissenschaftstheorie" 1) auf ihren logischen Grund zu reduzieren. Versteht sich, daß darin verständigerweise die formale Logik - wesentlich in der Begründung Freges - als Funda- mentaltheorie der wissenschaftlichen Erkenntnis angenommen ist. So kommen als Produkte dieser wissenschaftstheoretischen (oder wissenschaftslogischen) Analyse Feststellungen zustande, die auf dem Vergleich der Fachsprachen mit den sprachlichen Normativen der formalen Logik basieren. Daß dabei die "analytische Wissen- schaftstheorie" - von Carnap "Wissenschaftslogik" genannt (2 - den k l a s s i s c h e n Ansatz in der theoretischen Logik un- diskutiert voraussetzt, wird zumeist gar nicht wahrgenommen. Wenn ihr Gegensatz, die konstruktive Wissenschaftstheorie 3), artiku- liert wird, so verwandeln sich die analytischen Wissenschafts- theoretiker in der Regel in metaphysische Realisten und denunzie- ren den konstruktiven Standpunkt als merkwürdige Verschrobenheit und Verzichtsleistung gegenüber dem "klassischen Bestand" der Er- kenntnis. Umgekehrt verwandeln sich die konstruktiven Wissen- schaftstheoretiker in der Kontroverse mit den analytischen in der Regel in metaphysische Nominalisten und denunzieren den entgegen- gesetzten Standpunkt als Ausdruck unbegründbarer und daher "metaphysischer" Annahmen. Doch, wie bemerkt, dieser charakteri- stische Gegensatz zwischen dem Analytizismus (auch "Szientismus" genannt) und dem Konstruktivismus wird im akademischen "wissen- schaftstheoretischen" Betrieb gewöhnlich gar nicht zur Kenntnis genommen. Adepten der einen wie der anderen Seite geben dafür i h r Konzept lieber als das Konzept der - versteht sich - "modernen" Wissenschaftstheorie aus. Sehr hübsch demonstriert uns z.B. Ch. Helberger diesen gewöhnli- chen Umstand der Verselbständigung von Abstrakta. Er notiert: "Geht man die von Vertretern der modernen Wissenschaftstheorie vorgelegten Arbeiten durch, stellt man fest, daß von dieser Seite... praktisch nie explizit... auf die marxistische Diskus- sion eingegangen worden ist." 4) Dies zu ändern, ist er nun ange- treten. Und damit jeder weiß, wer ihm die "moderne Wissenschafts- theorie" vertritt, erzählt er seinem Publikum: "Aufgrund histo- risch besonderer Umstände ist die moderne Wissenschaftstheorie im deutschen Sprachraum in erster Linie auf dem Wege über Poppers kritischen Rationalismus bekannt geworden." 5) Lassen wir es auf sich beruhen, welcher "Sprachraum" hier wohl in welchem Zeitin- tervall gemeint sein könnte, so ist natürlich Helbergers "moderne Wissenschaftstheorie" nicht die moderne, sondern die analytische. Und daß Popper in dieser nicht alleine steht (sondern Carnap als seinen Widerpart definierte, um seine spezielle Art zu artikulie- ren), hat Helberger inzwischen erkannt, also festgestellt, daß das Wesen der analytischen Wissenschaftstheorie in differenzier- ten Existenzen im akademischen Betrieb haust. Er meint überdies, daß jenes Wesen "vor allem" vom "Popperschen Liberalismus", also von "einem bestimmten p o l i t i s c h e n Programm", durchaus frei sei und daher befragt werden könne, ob es nicht auch "in der Lage ist, das methodische Verfahren, das von Marx angewendet wurde" 6), unter sich zu subsumieren. Denn: "Eine intellektuelle Abschließung gerade in den für jedes Denken grundlegenden Fragen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie muß als Ausdruck einer bedenklichen Dogmatisierung verstanden werden." 7) So also wird denn mit der doch wirklich dogmatischen Vorstellung einer A r t der Wissenschaftstheorie, nämlich der analytischen, als der G a t t u n g der Wissenschaftstheorie, eben der sogenannten "modernen", jenen, die diese Vorstellung für eine Verkehrung hal- ten, der eigene Dogmatismus als ihr Stammesfetisch umgehängt. Solcher Verkauf, solche Veräußerung oder Entfremdung des eigenen Produkts kann höchstens im Verhältnis zwischen Zivilisierten und Barbaren Erfolg haben. Jenseits dieses Verhältnisses jedoch bleibt jener Verkauf im reinen Versuch stecken; denn hier zeigt der Anbieter nur, daß er sich als Vertreter eines speziellen ideologischen Konzerns auf dem Meinungsmarkt bewähren will. Wer hat auf dem Warenmarkt nicht genügend gehört, daß das Produkt a des Konzerns A gegen das Produkt b des Konzerns B das "wahrhaft moderne" Produkt für den "wirklich modernen" Menschen sei? Wer zweifelt, daß die Gesetze der Zirkulation im Privataustausch nicht nur für materielle, sondern auch für geistige Erzeugnisse gelten? Wenn wir den Terminus "Wissenschaftstheorie" bzw. "Theorie der Wissenschaft" sowohl verständig wie vernünftig verwenden wollen, kommen wir um eine präzise Vorstellung der Wissenschaft nicht herum. Man hat keine Theorie über etwas, wenn man dies Etwas nicht hat! Wie aber wird die Wissenschaft sowohl in der analyti- schen wie in der konstruktiven Wissenschaftstheorie vorgestellt? Sie wird dargeboten, indem ihre F a c h s p r a c h e n darge- boten werden. Wie wird die Wissenschaft erkannt, also die T h e o r i e der Wissenschaft erlangt? Sie wird erworben, indem voraussetzungslos die formale Logik in klassischer oder konstruk- tiver Version als "Natureigenschaft" des Denkens den Maßstab aus- macht, mit dem jene Fachsprachen verglichen werden. Die Herkunft dieses Maßstabs ist rein historisch-faktisch bedingt, durch die Leistungen der genialen Logiker. Ihnen gilt denn auch die Ehrer- bietung der "normalen" Wissenschaftstheoretiker. Und nicht wenige hätten es gern, wenn sie ihr frommes Gemüt beim Anblick von Ari- stoteles, von Frege, von Russell etc. ändern mitteilen könnten. Daß vom Standpunkt des dialektischen Materialismus die Vorgabe von wissenschaftlichen Fachsprachen nicht als d i e Vorstellung d e r Wissenschaft akzeptiert werden kann, habe ich an anderer Stelle begründet. 8) Hier kommt es mir darauf an, unter der Vor- aussetzung der Existenz des Maßstabs der (klassischen oder kon- struktiven) formalen Logik seine Problematik zu zeigen. Solches Zeigen wird nichts weiter als eine Hegel-, Feuerbach- und Marx- Interpretation sein. Denn es war eben Hegel, der zum ersten Mal in der Geschichte der menschlichen Erkenntnis erfaßte: Bleiben wir "bei der abstrakten Ansicht stehen, daß das Logische nur for- mell sei und von allem Inhalt vielmehr abstrahiere, so haben wir eine einseitige Erkenntnis, welche keinen Gegenstand enthalten soll, eine leere, bestimmungslose Form, die also ebensowenig eine Ü b e r e i n s t i m m u n g, - da zur Übereinstimmung wesent- lich z w e i gehören, - ebensowenig Wahrheit ist". 9) Gegen die n u r formale Fassung der Logik kontert Hegel: "Indem die Logik Wissenschaft der absoluten Form ist, so muß dies Formelle, d a m i t e s e i n W a h r e s s e i, an ihm selbst einen I n h a l t haben, welcher seiner Form gemäß sei, und um so mehr, da das logische Formelle die reine Form, also das logisch Wahre die r e i n e W a h r h e i t selbst sein muß." 10) Welches ist das wissenschaftstheoretische Programm, das hier pro- klamiert wird? Der Forminhalt -------------- Wer heute formale Logik studiert, beginnt mit der Kenntnisnahme der sogenannten A u s s a g e n logik, d.h. einer Disziplin, die definitiv erst durch G. Frege hervorgebracht worden ist und in ihrer gegenwärtigen Gestalt ein Produkt unseres Jahrhunderts darstellt. Alle Hinweise auf frühere Formen der Aussagenlogik in der antiken Wissenschaft wie in der Scholastik basieren auf die- ser Voraussetzung. Mit Bezug auf die Hegel-Interpretation bedeu- tet dieser Umstand insbesondere, daß man Hegels Begriff der for- malen Logik in Kants "Kritik der reinen Vernunft" findet, nicht aber in der gegenwärtigen theoretischen Logik. Weder Kant noch Hegel wußten, was Aussagenlogik ist; beide betrachteten - wie die ganze klassische bürgerliche Philosophie - die Logik als Theorie der Begriffe, Urteile und (syllogistischen) Schlüsse. Das Urteil speziell galt ihnen als Verknüpfung oder als Beziehung von vorge- gebenen Begriffen, der Schluß als Verknüpfung bzw. als Beziehung von vorgegebenen Urteilen. Weder Kant noch Hegel hat an dieser zeitgenössischen Gegebenheit etwas ändern wollen. Vielmehr suchte Kant, indem er dies logische Vorgehen als "formale" Logik be- stimmte, nach der "transzendentalen" Logik. Und was Hegel suchte, haben wir zitiert. Unabhängig von dem speziellen Umstand, daß Hegel die Aussagenlo- gik nicht kannte, bleibt aber seine Bemerkung richtig, daß die formale Logik bei der Betrachtung der Sprache "von allem Inhalt vielmehr abstrahiere". Dies erfährt man in der Logik-Ausbildung dadurch, daß einem der Übergang von Aussagen zu Aus- sage f o r m e n mit genau diesem Argument beigebracht wird. Ha- ben wir z.B. die beiden Aussagen: 1. Fritz schläft, und wenn er schläft, philosophiert er nicht; mithin philosophiert er nicht; 2. Luise ißt, und falls sie ißt, liebt sie nicht; also liebt sie nicht; so können wir auf der Basis unseres bereits bestehenden Sprachverständnisses durchaus verstehen, wenn uns der Logiker versichert, daß beide Aussagen die gemeinsame F o r m (3) A und (wenn A, so B); also B haben. Diese Form nimmt der Logiker als eine Form der logischen Wahrheit an, d.h., er überzeugt uns, daß f ü r j e d e Aussage A und B in der durch (3) dargestellten Form gesichert ist: der Gesamtausdruck ist wahr. Indem er selbst von diesem Umstand ebenfalls überzeugt ist, stellt er seinem Pu- blikum den Ausdruck (4) Für alle A und B: A und (wenn A, so B); also B als logisches G e s e t z vor. Wie man sieht, kommt die sogenannte Abstraktion "von allem In- halt" dadurch zustande, daß man die Sätze im ganzen Ausdruck durch V a r i a b l e ersetzt, sie also als K o n s t a n- t e n behandelt, die für die Variablen A, B,... eingesetzt werden können. Solches Verfahren kennt jeder, der an vorgegebenen Systemen Reparaturen ausgeführt hat. Er hat darin zwar keine Variablen eingeführt, aber verschlissene Teile durch unver- brauchte ersetzt. Denkt man den Zwischenzustand, in dem das verschlissene Teil schon nicht mehr am System ist, das neue aber noch nicht, so hat man akkurat eine Vorstellung für das, was die Aussagen f o r m bezüglich der logischen Analyse der Sprache vorstellt. Die Variablen bezeichnen Leerstellen, die von bestimm- ten Teilen ausgefüllt werden können. Nehmen wir nun den einfachen Satz, so wird s e i n e Form in der Logik durch nichts anderes vorgestellt als durch die Satzva- riable. Mit Bezug auf diesen Umstand ist Hegels Frage nach dem I n h a l t der Form bzw. nach dem Forminhalt oder Formgehalt 11) unmittelbar nicht mehr verständlich. Wir können hier nur sa- gen: Der Inhalt dieser Form wird vorgestellt durch alle sinn- vollen Elementarsätze einer Sprache. An der Form selbst, der Aus- sagenvariablen, ist kein Inhalt mehr feststellbar! Eben weil sie eine Leerstelle bezeichnet, stellt sie k e i n e n Inhalt dar. Ist also Hegels Ansatz in der Tat sinnlos oder "vorwissenschaft- lich", wie uns Popper und andere weismachen wollen? Um diese Frage zu beantworten, haben wir zu beachten, auf welche Ausdrucksformen sich der Dialektiker eigentlich bezieht. Ohne hier weiter auf den logischen und methodologischen Hintergrund dieser Bezugnahme eingehen zu können, stellen wir fest: Die in der ganzen klassischen bürgerlichen Philosophie zugrunde gelegte Ausdrucksform der wissenschaftlichen Sprache hat die Gestalt S <= P, worin S (das Subjekt des Satzes) einen Begriff meint, der eine E x i s t e n z bestimmt, P (das - eingebildete - Prädikat) einen Begriff meint, der das W e s e n jener Existenz bestimmt, und <= das Zeichen des Bedeutungseinschlusses ist. Diese Formgestalt hat man natürlich im oben angegebenen logischen Satz (3) auch: (3a) A . (A -> B) » B. 12) Hier stellt "A . (A -> B)" das Subjekt des logischen Satzes, "»" sein Prädikat und "B" sein Objekt im Rahmen des Prädikatverbands dar. Die klassische Fassung fehlt formell - besser grammatisch - eigentlich nur darin, daß sie das, was wirklich ein Objekt ist, als "Prädikat" faßt, während sie das wirkliche Prädikat, den Bedeutungseinschluß, nur en passant oder kontrovers betrachtet. 13) Um der klassischen bürgerlichen Philosophie in diesem Fehler nicht zu folgen, rekonstruieren wir die obige Formgestalt durch S <= 0 (d.h. S < 0 v S = O), worin nun O einen Begriff meint, der eine Existenz bestimmt, welche ihrerseits mit der von S bestimmten Existenz ein gemeinsames Wesen hat, an dem beide verschieden oder gleichwertig teilhaben. Hierbei wird in der Regel der durch O bezeichnete Gegenstand auch als das Original des Wesens, d.h. als der Maßstab seines Werts unterstellt. Der Ausdruck S = 0 z.B. ist dann eine w i s s e n s c h a f t s t h e o r e t i s c h e Vorstellung der gewöhnlichen Meßaussage der mathematisierten Wissenschaften, nämlich gi = x go, worin gi die gemessene Größe, der M e ß- g e g e n s t a n d, und x go die messende Größe, das Meßmittel ist, während das Prädikat = die Gleichheit beider Größen fest- stellt. Wie man sieht, ist die wirkliche Basis der logischen Vorstellung der klassischen bürgerlichen Philosophie die Sprache der rechnen- den und messenden Wissenschaft. Es handelt sich mitnichten um "metaphysische Spekulation" oder ähnliche Verbrechen gegen die Aufklärung, sondern um eine sehr gut verständliche Entwicklungs- stufe der logischen Vorstellung. 14) Daß man sie in der Gegenwart nicht reflektiert, ist sicher kein Beweis gegen diese Entwick- lungsstufe und auch kein Beweis für die Potenz der analytischen oder konstruktiven Wissenschaftstheorie, die Genesis der Wissen- schaft zu begreifen. Reduzieren wir nun unsere weitere Betrachtung auf die Formgestalt S = O, so wird Hegels Ansatz und wirkliche wissenschaftstheoreti- sche Entdeckung sofort einsichtig: 1. ist der ganze Ausdruck S = O eine F o r m, 2. ist der Ausdruck gegliedert, so daß die Form i n s i c h bestimmt ist; 3. sind die Glieder der Form - für Hegel S und O (für uns S und = O) - unabhängig voneinander k e i n e G l i e d e r, sondern nur mit Bezug aufeinander wie im Ausschluß gegeneinander (S ist nicht O; O ist nicht S); 4. schließlich besteht d i e g a n z e Form dadurch und nur da- durch, daß sie in und vermittels dieser Gliederung besteht. Indem aber nun die Form auf die angegebene Weise i n s i c h be- stimmt ist, so hat sie - als Form - einen Inhalt! Wer wahrnehmen kann, s i e h t das, wenngleich er auch in der Wahrnehmung da- von absehen kann. Wie sieht man vom Forminhalt ab? Man konzentriert sich auf das Prädikat der Gleichheit, unterstellt S und O als Wertzeichen und findet, daß S = O ausdrücke: Der Wert, den S bezeichnet, ist der- selbe, den O bezeichnet. Man sieht also ab, indem man a b s t r a h i e r t. Was dabei herauskommt, ist, daß S und O nicht mehr als Zeichen v e r s c h i e d e n e r Gegenstände, sondern d e s s e l b e n Gegenstands (i.e. desselben Werts) gelten bzw. die Gegenstände selbst nurmehr als Zeichen ihrer Gat- tung! Man hat die beste Anschauung für diesen Umstand, wenn man sich die Vorstellung einer Waage macht, die mit den verschiedenen Gegenständen a und b ins Gleichgewicht gebracht worden ist (man macht übrigens diese Vorstellung wirklich, wenn man wirklich eine Waage macht und wägt). Der Ausdruck a = b widerspiegelt den Gleichgewichtszustand der Waage, und zugleich sind wir ganz si- cher, daß z.B. a eine Gans und b - sagen wir - zwei Enten meint. Somit wissen wir, daß a = b n i c h t die Behauptung der Gleichheit der Gans mit den beiden Enten ist, sondern die Behaup- tung der Gleichheit ihrer jeweiligen schweren Massen. Aber ihre schweren Massen finden wir n i r g e n d als greifbare Gegen- stände, wir finden sie nur, indem wir zugleich die Gans und die beiden Enten finden. Diese Geschöpfe nun werden in der Abstrak- tion zu Z e i c h e n ihrer schweren Massen und ersetzbar gegen alle anderen Geschöpfe mit der gleichen schweren Masse, falls einen nur diese an den Geschöpfen interessiert. Für die analytische wie konstruktive Wissenschaftstheorie frei- lich, welche die Zeichen stets nur als Artefakte des menschlichen Sprachvermögens aufzufassen wissen, ist die Existenz der Gans wie der Enten als Z e i c h e n ihrer schweren Massen durchaus un- klar. x Sie wissen daher auch nicht, daß der Arbeiter für den Ka- pitalisten nur als Zeichen kaufbarer Arbeitskraft gilt. Dies scheint ihnen absurd. Und es ist auch die Absurdität, d.h. Sinn- widrigkeit, des realen Kapitalismus. Aber weil sie unter dem Kom- mando der formal logischen Normen Sinnwidrigkeiten, sogenannte "Widersprüche in der Beifügung", nur als Zeichen von nichts un- terstellen, die Realität als widerspruchsfrei betrachten, so kom- men sie nicht auf die Vorstellung der R e a l i t ä t des Ab- surden und halten daher die absurde Realität für die normale der "Sozialpartnerschaft". Dies ist ein stringenter Ausweis für die "Modernität" sowohl der analytischen wie der konstruktiven Wis- senschaftstheorie. Sieht man nun nicht vom Forminhalt ab, macht man diesen mithin zum speziellen wissenschaftlichen Gegenstand, so betreibt man He- gelsche "Logik" o d e r D i a l e k t i k (wenn man will; dia- lektische Logik oder logische Dialektik). Die vernünftige Auffas- sung des wissenschaftstheoretischen oder methodischen Sinns der Dialektik hängt von der Wahrnehmung des Forminhalts ab. Wer diese Wahrnehmung nicht vollzieht - aus welchen Gründen immer -, hat den methodischen Kern der Dialektik nicht beherrschbar im Griff. (Dies ist natürlich kein Vorwurf - wie man überhaupt nicht "Vorwürfe" erhebt, falls man Philosophie betreibt -, sondern die Feststellung eines Sachverhalts, wie er sich dem Autor dar- stellt.) Dialektisch zu denken, heißt nicht, hüh und hott zu sa- gen, oder zum Vergnügen die Welt einmal im Kopfstand zu betrach- ten. Es heißt, den Forminhalt w a h r z u n e h m e n und auf der Grundlage dieser Wahrnehmung die theoretische Entwicklung ihres Inhalts vorzunehmen. Es versteht sich, daß an dieser Stelle keine besondere Entfaltung dieses Inhalts vorgenommen werden kann. Wir beschränken uns auf ein paar Bemerkungen zum Hegelschen Sprachgebrauch, um sodann in- tensiver die Marxsche Aufnahme der Hegelschen Entdeckung zu dis- kutieren. Betrachten wir nicht den Sprachausdruck S = O als sol- chen, sondern den o n t o l o g i s c h e n Inhalt desselben, so haben wir es mit zwei verschiedenartigen, aber gattungsglei- chen Gegenständen zu tun, welche der Ausdruck als gleichwertig feststellt. Zur weiteren Präzisierung wäre noch nötig, im Prädi- kat die Wertart anzuzeigen, von der hier die Rede ist (ob es sich z.B. um eine Länge, eine Dauer, eine träge Masse, einen ökonomi- schen Wert, einen Preis etc. handelt). Wir könnten etwa "a = b c" schreiben und wüßten dann: Das Subjekt "a" meint einen Gegen- stand, der mit dem vom Satzobjekt "c" gemeinten Gegenstand nach der Gattungsart b gleichwertig (größengleich) ist. In der Ab- straktion deuteten wir diese Feststellung, indem wir _ b(a) = b(c) erklärten - und formal logisch gewännen unter Annahme des Ab- straktionsprinzips für die abstrakte Gleichheit = _ b(a, c): a = b c » b(a) = b(c). Übrigens erklären uns die formalen Logiker, daß man die abstrakte Identität nicht nur als notwendige, sondern auch als hinreichende Bedingung der abstrakten Gleichheit akzeptieren könne, daß also _ a = b c «» b(a) = b(c) gilt. Diese logische Äquivalenz stellen uns dann die Analytizi- sten als die Definition der Gleichheit vor, wobei sie versichern, damit d i e N a t u r der Gleichheit im Gegensatz zu den spe- kulierenden Dialektikern aufklärerisch klar und bestimmt entdeckt zu haben. Der ontologische Inhalt des Ausdrucks a = b c wird nun in der He- gelschen philosophischen Fachsprache wie folgt bestimmt: Der ganze Ausdruck stellt das W e s e n dar (genau genommen, die Wesensart b, was Hegel jedoch nicht sieht). Das Negative am We- sen, "die Negativität des Wesens" 15), ist die R e f l e- x i o n. Das will heißen: der Ausdruck a = b c ist n i c h t n u r ein Ganzes, sondern auch eine gegliederte Totalität von sich gegeneinander unterscheidenden Momenten, nämlich von a und c. Der Gegenstand c r e f l e k t i e r t darin das Wesen des Gegenstands a wie umgekehrt dieser das Wesen des Gegenstands c - und b e i d e r Wesen ist e i n Wesen (wir argumentieren im Rahmen des Hegelschen Sprachgebrauchs). Die Reflexion oder W i d e r s p i e g e l u n g ist also immanente Bestimmung des Wesens; es erscheint nicht, wenn nicht in der Reflexion! Gegen ihr Wesen sind die Artverschiedenheiten der Gegenstände a und c unwesentlich oder S c h e i n. Sie sind dies aber nur, weil sie aufeinander als Glieder derselben Gattung (abstrakt: als Elemente desselben Grundbereichs) bezogen sind, weil sie in dieser Beziehung die Gattung zur Erscheinung bringen und eben darum ihre besondere Art unwesentlich bzw. Schein wird. Indem das Wesen also in sich scheint, d.h. sich vermittels der Gleichwertigkeit seiner Individuen durch die wechselseitige Spiegelung darstellt, kann dies nur gelingen, indem die Artverschiedenheiten der Individuen zum Schein werden. Jeder Beobachter von Gleichheiten spricht dies aus, indem er die Artunterschiede der gleichen Gegenstände als "unwesentlich" charakterisiert - zumeist nicht wissend, nun gerade eine Kategorie unter anderem auch der Hegelschen "Logik" gebraucht zu haben bzw. der Dialektik überhaupt. Als wichtige terminologische Bestimmung aus diesem kurzen Exkurs halten wir das Wort "Reflexionsbestimmung", das wir auch durch "Widerspiegelungsbestimmung" ersetzen können, fest: Der Gegen- stand c reflektiert das Wesentliche an a et vice versa. Wird dies Wesentliche auf den Begriff gebracht, so wird eine Reflexionsbe- stimmung angegeben. Z.B. ist L ä n g e n e i n h e i t z u s e i n eine Reflexionsbestimmung, die durch wirkliche Längen- einheiten gegen alle Gegenstände von dieser Länge realisiert wird. Ebenso i s t, P r ä s i d e n t z u s e i n eine Re- flexionsbestimmung, die durch wirkliche Präsidenten relativ auf die Präsidierten realisiert wird. (Präsidierte meinen oft, sie seien dies, weil jener Präsident ist. Natürliche Gegenstände da- gegen dürften kaum glauben, sie seien lang, weil es das Pariser Urmeter so will - oder gewollt hatte.) Indem Hegel die Artbestimmtheit des Wesens (die Größenart) nicht in Rechnung stellt, gelten ihm die allgemeinen Eigenschaften al- ler Wesensbestimmungen (Identität, Widerspruch und Tertium non datur) als Reflexionsbestimmungen. Diese Fixierung ist bei Marx aufgegeben. Die Wertform ------------ In der ersten Auflage seines "Kapital" macht Marx in einer Anmer- kung ganz deutlich, welche historische Beziehung seine Entdeckung der Wert f o r m hat, die manchen Leuten im Unterschied zur Wert s u b s t a n z (dem gesellschaftlichen Arbeitsvermögen) und zur Wertgröße (dem Quantum gesellschaftlichen Arbeitsvermö- gens) zu enorme Denkschwierigkeiten bereitet. Beim Übergang zur qualitativen Diskussion des Wertausdrucks w = v g (die Ware w stellt denselben Wert v wie das Geld g dar) notiert er: "Es ist kaum verwunderlich, daß die Ökonomen, ganz unter dem Einfluß stofflicher Interessen, den Formgehalt des relativen Wertaus- drucks übersehen haben, wenn vor Hegel die Logiker von Profession sogar den Forminhalt der Urteils- und Schlußparadigmen übersa- hen." 16) Marx konnte nicht ahnen, daß "die Logiker von Profes- sion" dies noch heute tun. Es hat ihn wohl auch nicht sonderlich interessiert. In der zweiten Auflage jedenfalls heißt die ent- sprechende Anmerkung: "Die wenigen Oekonomen, die sich, wie S. Baily, mit der Analyse der Wertform beschäftigt haben, konnten zu keinem Resultat kommen, einmal, weil sie Wertform und Wert ver- wechseln, zweitens, weil sie, unter dem rohen Einfluß des prakti- schen Bürgers, von vornherein ausschließlich die quantitative Be- stimmtheit ins Auge fassen." 17) Hier ist der Bezug auf Hegel nicht mehr genannt. Und das mag ein Grund sein für den Umstand, daß der Zusammenhang des Marxschen Begriffs der Wertform mit dem Hegelschen Begriff des Inhalts der logischen Form kaum beachtet worden ist. Lenin sah sich daher auch zu dem berühmten Aphorismus veranlaßt: "Man kann das 'Kapital' von Marx und besonders das I. Kapitel nicht vollständig begreifen, ohne die ganze Logik von He- gel durchstudiert und begriffen zu haben. Folglich hat nach einem halben Jahrhundert nicht ein Marxist Marx begriffen!!" 18) Was ist das Charakteristische, wenn man das durch "w1 = v w2" ausgedrückte Wertverhältnis (einen Austauschakt reflektierend) als Wertform bzw. den F o r m i n h a l t des Wertausdrucks denkt? Es besteht einfach darin, daß die Waren w1 und w2 in die- ser Bestimmtheit selbst als gegenständliche Darstellungen der Mo- mente der Wertform gefaßt sind. Diese Momente nennt Marx "relative Wertform" und "Äquivalentform". Sie werden sprachlich, wie bereits angedeutet, durch das Satzsubjekt einerseits und das Satzobjekt andererseits ausgedrückt - wohlgemerkt durch diese S a t z g l i e d e r, nicht etwa durch die darin verwendeten W ö r t e r! In "wj = v w2" stellt also "w1" die relative Wert- form dar und "w2" die Äquivalentform. Betrachten wir umgekehrt den Ausdruck "w2 = v w1", so drückt nunmehr "w2" die relative Wertform und "w1" die Äquivalentform aus. Das besagt: die Momente der Wertform sind invariant gegen den Stellenwechsel der sie dar- stellenden Waren. Oder: Die Wertform zu denken, schließt die a b s t r a k t e Betrachtung der Gleichheit aus, heißt, die Gleichheit k o n k r e t (d.i. in der notwendigen Verschieden- heit ihrer Glieder) aufzufassen. Das Konkrete ist nicht das Ab- strakte. Auch wird kein Gegenstand konkret betrachtet, wenn er als Vertreter eines Abstraktum betrachtet wird. Er wird dies nur in der Gattungseinheit mit einem anderen Gegenstand, der darin von ihm zugleich als notwendig artverschieden unterstellt ist! Wenn die analytischen oder konstruktiven Wissenschaftstheoretiker von "konkreten Einzelgegenständen" reden, meinen sie immer Gegen- stände als Vertreter von Abstrakta, die Individuen also als Zei- chen ihrer Gattungen. Dagegen rebelliert der romantische Protest, weiß aber nicht, daß er d a g e g e n rebelliert, sondern ahnt nur etwas von der Vorherrschaft des Allgemeinen über das Indivi- duelle, die er nicht will. So greift er das Allgemeine an - und kapiert wieder nicht, daß er in diesem Angriff w e g e n d e r R e f l e x i o n sich selbst opfert, das heroische Individuum. Man erkennt natürlich, daß die Feststellung der Wertform methodo- logisch über die Feststellung der grammatischen Bestimmtheit des Wertausdrucks vermittelt wird: Die relative Wertform wird durch das Satzsubjekt bezeichnet, die Äquivalentform dagegen durch das Satzobjekt. Daher ist auch ganz verständlich, daß der Wechsel der diese Momente der Wertform darstellenden Waren die kategoriale Determination nicht ändert. Es mag nun sein, daß in der Sprach- wissenschaft die mit dieser syntaktischen Deutung verbundene durchaus traditionelle grammatische Auffassung in Frage gestellt oder gar nicht mehr geteilt wird. Dann ist vom philosophischen Standpunkt zunächst nichts weiter zu sagen als dies, daß wir die Fixierung des Forminhalts einer gegebenen Ausdrucksform nach dem diskutierten Beispiel unter diesen Voraussetzungen nicht als Lei- stung der empirischen Grammatik betrachten, sondern als Determi- nation durch die, wie man dann sagen k a n n, p h i l o s o- p h i s c h e S y n t a x, einem Teilgebiet der Erkenntnis- theorie. Es ist dann die Frage nach dem Zusammenhang der (unter- schiedlichen) empirischen Grammatik-Konzepte mit dieser philoso- phischen Syntax als neues Forschungsproblem zu stellen. Klar ist jedenfalls, daß das Verständnis der von Marx entdeckten Wertform vom Verständnis des von Hegel entdeckten Forminhalts der generellen wissenschaftlichen Ausdrucksformen abhängt. Und die Möglichkeit solchen Verstehens sich durch Proklamation der "Naturgegebenheit" der formal logischen Ausdrucksbestimmungen nehmen zu lassen, wäre gleichbedeutend damit, die Verkehrung der Aufklärung in die Diktatur der verselbständigten Abstrakta zuzu- lassen, wäre Harakiri der Philosophie selbst als einer Wissen- schaft sui generis. Welcher wirkliche Philosoph könnte dies zuge- ben? Es versteht sich in diesem Zusammenhang, daß die Annahme einer philosophischen Syntax im obigen Sinne weder die Grammatik der empirisch konstatierbaren Umgangssprachen noch die formale Logik in Frage stellt oder gar als deren "wahrer" Ersatz auftritt. Die Philosophie, das Begreifen der W i r k l i c h k e i t der Gat- tung, ist nicht so dumm, auf irgendwelche Arten eben dieser Gat- tung zu verzichten. Ihr wirklicher Gegner ist die Unphilosophie, d.h. jene Weltanschauung, welche artspezifische Repräsentationen von Gattungseigenschaften schon für die wirkliche Gattung aus- gibt, welche also die V o r s t e l l u n g einer Wirklichkeit für d i e Wirklichkeit hält, welche daher die wirklichen Gegen- stände nur insoweit notiert, als sie sich gegen Wertstandards be- währen, also Werte sind. Sowohl die Grammatik wie die formale Lo- gik sind strike Voraussetzungen für die Frage, welchen I n h a l t die doch von ihnen zuerst erfaßten Ausdrucksformen besitzen. Man kann ja nicht nach dem Inhalt einer Form als sol- cher fragen, wenn man nicht zuvor diese Form schon determiniert hat! Demzufolge richtet sich die philosophische Syntax nicht g e g e n die Grammatik und g e g e n die formale Logik, son- dern unterstellt beide und formuliert ein n e u e s Problem. Wer auf diese neue Problemstellung verzichtet, kann dies natür- lich tun. Wenn er jedoch solchen Verzicht als "aufklärerisch", "rational", "vernünftig", "sinnvoll", "wissenschaftlich legitim" etc. charakterisiert, so befindet er sich auf keinem Standpunkt irgendeiner Wissenschaft, sondern auf dem der Unphilosophie. Wer wirklich verzichtet, soll über das, worauf er verzichtet, schwei- gen. Solches Verhalten kann durch die Philosophie immer akzep- tiert werden. Die Geschichte des nachrevolutionären oder spätbürgerlichen Den- kens ist bezüglich der Auffassung der Hegelschen Entdeckung des Forminhalts der Ausdrucksform der messenden Erkenntnis dadurch charakterisiert, daß es in k e i n e m seiner Vertreter Hegels Wahrnehmung aufgenommen und verarbeitet hat. Sie ist schlicht und einfach - bis auf den heutigen Tag - nicht mehr verstanden wor- den. Über die Gründe dieser totalen Verständnislosigkeit kann hier nicht weiter diskutiert werden. Es sei allein festgestellt, daß die Rezeption des Begriffs des Forminhalts ausschließlich durch den Marxismus-Leninismus erfolgte. Marx' eigene Aufnahme liegt im Begriff der Wertform vor. Und Lenin notiert in seinem berühmten Fragment 'Zur Frage der Dialektik' die eigene Rezeption wie be- kannt: "Beginnen mit dem Einfachsten,..., mit einem beliebigen S a t z: ... Iwan ist ein Mensch ... Schon hierin ist (wie Hegel genial bemerkt hat) D i a l e k t i k: Einzelnes ist A l l- g e m e i n e s.... Somit sind die Gegensätze (das Einzelne ist dem Allgemeinen entgegengesetzt) identisch: Das Einzelne exi- stiert nicht anders als in dem Zusammenhang, der zum Allgemeinen führt. Das Allgemeine existiert nur im Einzelnen, durch das Ein- zelne." 19) Es ist diese Aufnahme des Begriffs des Forminhalts genereller Widerspiegelungsformen (und der elementare Satz ist eine solche Form), durch die das methodologische Konzept der ma- terialistischen Dialektik weder für die analytische noch für die konstruktive Wissenschaftstheorie faßbar werden. Sehr wohl aber können umgekehrt beide Konzepte als verselbständigte Abstraktio- nen auf dem Boden der materialistischen Dialektik verstanden wer- den. Bekanntlich stellt nun Marx im "Kapital" die E n t w i c k- l u n g d e r W e r t f o r m dar, wobei sein unmittelbares Ziel darin besteht, die Existenz des Geldes im Unterschied von den Waren genetisch zu erklären. Während die analytische Natio- nalökonomie das Geld einfach als gegebenes Faktum voraussetzt, formuliert Marx in seiner politischen Ökonomie das Problem, das Werden des Daseins von Geld darzustellen. Die Entwicklung der Wertform ist diese Darstellung. Zu ihrem Verständnis ist ausdrücklich hervorzuheben, daß die faktische Existenz des Geldes darin vorausgesetzt ist. Um den Sinn der Marxschen Pro- blemstellung in seiner p h i l o s o p h i s c h e n Bedeutung klarer zu erkennen, bemerken wir, daß die g l e i c h e Frage mit Bezug auf die in der messenden und rechnenden Naturwissen- schaft verwendeten Meßstandards oder Etaions gestellt werden kann. Wenn wir fragen: Wo kommen die physikalischen Grundgrößen- einheiten her? , so stellen wir das Problem der Wertformgenese als Problem der materialistischen Naturdialektik. Alle romanti- schen Attacken gegen die Unterstellung einer objektiven Dialektik der Natur brechen an dieser Problemstellung zusammen - und können daher nichts anderes als die vornehme Ignoranz gegen die Natur- wissenschaft ausbilden. Die methodologische Frage nach der Gene- sis etwa des Pariser Urmeters ist nur eine andere Art der Marx- schen Frage nach der Genesis des Geldes; sie ist aber keine we- sensverschiedene Frage. Wo dies dennoch behauptet wird, darf man sicher sein, daß die Behauptenden weder die Marxsche Entdeckung der Wertform verstanden haben noch vernünftige Auskunft über die Genesis unserer Maßeinheiten für Längen, Dauern, Massen, Ladun- gen, Teilchenanzahlen etc. geben können. Der penetrante-Hinweis auf die Gesellschaftlichkeit des Arbeitsvermögens, das durch die ökonomische Wertung determiniert wird, vergißt, daß dieses Vermö- gen die natürliche Fähigkeit von Individuen einer natürlichen Gattung darstellt, und unterstellt die Natur stets in ihrer s p e z i e l l e n Art, Stoff zu sein, als d i e Gattung der Natur! Aber Energien und Impulse sind auch Naturphänomene - wenn auch keine Stoffe. Die Marxsche Entwicklung der Wertform bildet eine Schrittfolge von drei Entwicklungsstufen, die wir hier nur rekapitulieren: (A) Einfache Wertform: w1 = w2; (B) entfaltete Wertform: w1 = w2 + w1 = w3 + w4 = w4 + ...; (C) allgemeine Wertform: w2 = w1 . w3 = w1 . w4 = w1 . ... Mit der allgemeinen Wertform ist w1 zur ausschließlichen Geldware geworden, also zu jener Ware, die die allgemeine Äquivalentform im Ausschluß gegen alle anderen Waren darstellt. Sie ist darin zugleich von der Darstellung der allgemeinen relativen Wertform ausgeschlossen. Der immanente Widerspruch der Ware hat die Ge- stalt eines äußeren Gegensatzes zwischen den Waren einerseits und dem Geld andererseits angenommen. Als solcher äußerer Gegensatz liegt er dem mathematischen Zugriff offen: Wir haben einerseits die Warenklasse, andererseits die Werteklasse und können unter- stellen, daß jeder Ware genau ein Wert (realisiert in Geldge- stalt) zugeordnet ist. Die Entwicklung der Wertform ermöglicht also die Anwendung des mathematischen Funktionsbegriffs, d.h. eine wissenschaftliche Leistung, die im Rahmen der analytischen Methode erfolgt. Es ist natürlich kompletter Unsinn, die Verwend- barkeit des Funktionsbegriffs zu unterstellen, ehe die Umbildung des immanenten Widerspruchs (des wesentlichen Widerspruchs) in den äußeren Gegensatz (den erscheinenden Widerspruch) erfolgt ist. 20) Bekanntlich erklärt Marx nun: "Die Wertform des Arbeitsprodukts ist die abstrakteste, aber auch allgemeinste Form der bürgerli- chen Produktionsweise, die hierdurch als eine besondere Art ge- sellschaftlicher Produktion und damit zugleich historisch charak- terisiert wird." 21) In der Wertform, so Marx, haben wir den Aus- druck einer Gesellschaftsformation vor uns, "worin der Produkti- onsprozeß die Menschen, der Mensch noch nicht den Produktionspro- zeß bemeistert" 22). Warum ist das der Fall? Weil uns die Wert- form über die gegenständlich ausschließende Vorstellung des all- gemeinen Äquivalents zeigt, daß die Gesellschaftlichkeit der Ar- beit als solche gegen die individuellen Arbeiter und ihre Pro- dukte als eine äußere Sache auftritt - und zwar als ein Gegen- stand, der in der Wirklichkeit doch nur eine b e s o n d e r e A r t der Arbeit darstellt. Natürlich ist die hier gemeinte Ge- sellschaftlichkeit nicht mehr die bornierter Gemeinwesen, sondern die der universalen Gattung. Die Wertform reflektiert den W e l t m a r k t, aber nicht den Dorfanger einer sich selbst genügenden Dorfgemeinschaft oder den heiligen Hain einer Stammes- versammlung. Die Wertform ist also in einem Ausdruck der gesetz- ten u n d der nicht wirklich bestehenden universalen menschli- chen Gattung! Die durch die Wertform widergespiegelte Bürgerlich- keit der ihr zugrunde liegenden Produktionsweise erscheint in dem Umstand, daß das Geld als Wertstandard die anderen Waren von sich ausschließt, d. h. die Existenz d i e s e r Arbeitsprodukte als ebensolcher S t a n d a r d s negiert. Und das wiederum ist der Fall, weil die Arbeitsprodukte selbst auf der Basis des P r i v a t e i g e n t u m s bzw. S o n d e r eigentums er- zeugt werden und einander gegenübertreten. Die Wertform stellt also die bürgerliche Produktionsweise dar, nicht weil sie überhaupt der Forminhalt eines Wertausdrucks ist, sondern weil sie in der Gestalt wi = g die Festigkeit der wech- selseitigen Exklusion von Ware und Geld reflektiert. Um diesen z.B. für das Sozialismusverständnis entscheidenden Umstand zu er- fassen, ist es gut, sich für einen Augenblick die Wertform der physikalischen Erkenntnis, d.i. die allgemeine Form der sogenann- ten Meßaussage, zu vergegenwärtigen. Hier haben wir anstelle von wi = g vielmehr die Ausdrucksform gi = y x go (mit irgendeiner Größe gi, der entsprechenden Größeneinheit go und der - im allge- meinen - reellen Zahl y, einem mathematischen W e r t). Es ist nun klar, daß go für eine aktuell bestimmte Messung eine allge- meine Äquivalentform exklusiv darstellt (oder ist - je nachdem, ob man den Standard oder das meint, was der Standard widerspie- gelt bzw. reflektiert). Aber, und dies unterscheidet die physika- lische von der bürgerlichen Wertform, es ist ganz klar, daß die Standardisierung prinzipiell von j e d e r Art der zu reflek- tierenden Gattungseigenschaft übernommen werden kann. Die Exklu- sion einer Art zum Zwecke der Gattungsdarstellung bleibt daher hier immer ein M i t t e l und wird niemals Z w e c k. (Die Liquidation der Pariser Standards - Urmeter und Urkilogramm - in den sechziger Jahren gibt hierfür auch die gehörige sinnliche An- schauung.) Kein Physiker mißt, um Körper gegen Zollstöcke oder Maßeinheiten der schweren Masse einzutauschen - und diese dann zu horten. Die Gegenstände der Darstellung natürlicher Äquivalent- formen werden nicht zu Objekten der Eigentumsgier - aus dem ein- fachen Grunde, weil natürliche Gattungen nicht privatisierbar sind. Man kann weder Raum noch die Zeit noch die träge Masse stehlen. Man kann aber sehr wohl das menschliche Arbeitsvermögen stehlen - und zwar vermittels des Diebstahls der objektiven Ar- beitsbedingungen der Gemeineigentümer, d.h. vermittels der Erzeu- gung des Privateigentums. Indem die Existenz des Privateigentums identisch mit der Nichtexistenz des Gemeineigentums ist, hat die Gesellschaftlichkeit der Arbeit kein anderes gegenständliches Da- sein als das Geld, diese Vorstellung ihrer Idealität. Ihr prozes- sierendes Dasein ist der Austausch - als P r i v a t austausch. Und weil die Gesellschaftlichkeit im Privataustausch realisiert wird, so ist das Geld notwendig Ausdruck der wechselseitigen Ex- klusion der Privateigentümer. Seine Exklusion ist daher nur die Widerspiegelung dieser. Und das ist es, was den bürgerlichen In- halt der Wertform ausmacht. Denken wir die Wertform in genereller Sicht, was stellt sie dann dar? Sie ist dann nichts anderes als die Widerspiegelung einer determinierten Proportion der verschiedenen Arten einer Gattung! Sind A und B solche Arten sowie go Standard einer Gattungseigen- schaft, so mag die Proportion A:B = n x go : m x go oder eine an- dere gelten, in jedem Fall erhält man A = n/m B, d.h. eine Wert- form im gewöhnlichen Sinne, die natürlich A = B ist, falls n = m gilt. Das besagt aber, daß Wertformen schlechthin zum Ausdruck bringen, daß Gattungen in d e r P r o p o r t i o n a l i t ä t i h r e r A r t e n erscheinen. Darin zeugen sie nicht f ü r die bürgerliche Natur der Wertform, sondern genau g e g e n sie. Beachtet man, daß jede Proportionalität über die Auswahl von Größeneinheiten zur v e r d i n g l i c h t e n Darstellung der fraglichen Gattungseigenschaft in eine Wertform überführt werden kann, so ist klar, daß die Wertform nicht als solche, sondern un- ter der speziellen Bedingung des Privateigentums als Vorausset- zung der Standardisierung die bourgeoise Natur der Produktions- weise zum Ausdruck bringt. Es gibt einfach keine Gesellschafts- formation, die nicht gezwungen ist, die Mannigfaltigkeit ihrer Produktionsarten so zu ordnen, daß der Gattungsaufwand wenigstens dem Ergebnis entspricht. Indem dies wirklich getan wird, wird die Gattung über die Proportionalität der Produktionszweige zur Er- scheinung gebracht und mithin die Wertform konstituiert. Es emp- fiehlt sich daher, entsprechend dem menschlichen Entwicklungspro- zeß qualitativ verschiedene Wertformen zu unterscheiden. Die bür- gerliche ist dann jene, worin die Proportionalität der Produkti- onsarten über den Privataustausch der Privateigentümer hinter dem Rücken der Produzenten hergestellt - und stets erneut hergestellt wird. Die Folge der Wertdetermination läßt sich darin gut als Se- lektionsvorgang im Sinne der synthetischen Evolutionstheorie ver- stehen. Mit Bezug auf die bürgerliche Natur der von Marx entdeckten Wert- form halten wir schließlich fest: Selbstverständlich muß jede messende und rechnende Wissenschaft Abstrakta v e r g e g e n- s t ä n d l i c h e n. Man kann nicht mit einer g e d a c h- t e n Länge messen, sondern nur mit einem gegenständlichen Längenmaßstab, d.i. ein realisiertes Abstraktum, ein realisiertes Ideal. Es ist aber für die analytische Methode wesentlich gleich- gültig, w e l c h e Art einer Gattung zur Repräsentation derselben verwendet wird. Die Repräsentantenfunktion ist hier also - im strikten Gegensatz zur bürgerlichen Erscheinungsweise des Werts - gerade nicht ausschließend. Sie kann von jeder Art erfüllt werden. Demnach ist die analytische Abstraktion, statt ein Ausdruck der "Bürgerlichkeit" der rechnenden und messenden Wissenschaft zu sein, vielmehr ein Ausweis g e g e n d i e b ü r g e r l i c h e S c h r a n k e d e r A b s t r a k- t i o n, d.h. gegen den Ausschluß aller Arten einer Gattung mit Ausnahme einer einzigen hinsichtlich ihrer Fähigkeit, eben diese Gattung vorzustellen. Der Zusammenhang von bürgerlicher Wertform und analytischer Abstraktion ist nur und nur der, daß die wirkliche historische Ausbildung der bürgerlichen Wertform auch die wissenschaftliche Fähigkeit zum Gebrauch der abstrakten Gleichheit erzeugt und bindend macht. Die revolutionäre Potenz der messenden Wissenschaft besteht hier darin, daß sie mit der in ihr geltenden Repräsentantenunabhängigkeit für die Erkenntnis der Gattungseigenschaften fortlaufend gegen die bürgerliche Reduktion der Gattung auf eine ihrer Arten zeugt. Gegen die bürgerliche V e r s e l b s t ä n d i g u n g der Abstraktion zeigt uns die messende Wissenschaft die v e r s t ä n d i g e Abstraktion (nach einem Wort von Marx). Sie ermahnt uns fortlaufend, gegen die fetischisierende Verhimmelung verselbständigter Abstrakta als der "heiligen Ideale" die in der verständigen Abstraktion erzeugten Etalons als das zu verwenden, was sie von Hause aus sind - als M i t t e l, als W e r k z e u g der Reflexion, der Widerspiegelung von Gattungseigenschaften. Es ist daher romantischer Unfug bzw. der Unfug der Romantik (die nicht notwendig Unfug treiben muß), den Protest gegen die Bürger- lichkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse dadurch zu artiku- lieren, daß die Abstraktion überhaupt denunziert wird. Da solche Denunziation unmittelbar die a b s t r a k t e Erscheinungs- weise des Allgemeinen oder der Gattung betrifft, so betrifft sie mittelbar auch das konkrete Allgemeine, d.h. die Gattung als dia- lektischen Gegensatz ihrer Arten - und f o l g l i c h d i e G a t t u n g ü b e r h a u p t! Der romantische Protest gegen die Abstraktion des Allgemeinen, der ja nicht zwischen der ver- ständigen und der verselbständigenden Abstraktion zu unterschei- den vermag, ist mithin niemals etwas anderes als ein irrationaler Angriff auf die Gattung schlechthin. Das ist er natürlich auch, wenn er ideologisch vorgibt, die "wahre Menschlichkeit", den "wahren Sozialismus" etc. herbeizaubern zu wollen. In solcher Draperie wird nichts weiter bewiesen als die absolute Unfähigkeit des romantischen Protests zu d e n k e n, zu e r k e n n e n, wogegen er eigentlich rebelliert. Es ist denn auch ganz naturge- mäß, wenn er im billigsten Mystizismus verendet. Schlußbemerkung --------------- Die dargestellte Skizze der wissenschaftstheoretischen Bedeutung der hegelschen Logik überzeugt - so ist zu hoffen - davon, daß Hegels "Wissenschaft der Logik", statt einen abstrakten Gegensatz gegen die formale Logik zu bilden, vielmehr deren Aufhebung auf dem Standpunkt der entwickelten Philosophie darstellt. Es ver- steht sich, daß diese Aufhebung ihrerseits wieder als Gegenstand des dialektischen Materialismus systematisch aufzuheben ist. Wenn die Richtung dieser Arbeit in der gegebenen Skizze adäquat be- stimmt ist, so hat sie ihre Aufgabe erfüllt. _____ *) Der vorliegende Beitrag ist die vom Autor bearbeitete Fassung eines Vertrages, der im Rahmen des Hegel-Colloquiums am Institut für Philosophie der FU Berlin (West) am 1.6.77 gehalten wurde. 1) Das ist das, was W. Stegmüller in dickleibigen Bänden unter dem Titel "Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie" anbietet. 2) R. Carnap: Logische Syntax der Sprache, 2. Aufl., Wien/New York 1968, S. 205. Nach Carnaps Auffassung "bleibt somit, wenn die Philosophie von allen unwissenschaftlichen Bestandteilen gereinigt wird, als einziger Restbestand die Wissenschaftslogik übrig" (ebd.). Demnach ist für Carnap die Logik relativ zu den Arten der Wissenschaft von der gleichen Bedeutung wie das Geld relativ zu den Waren. Carnaps "Liberalismus" hat also einen wohl- bestimmten Grund. Es ist der Absolutismus des Standards einer Wertart, der sich gegen s e i n e Werte sehr liberal und aufge- klärt geben kann. 3) Das ist das, was P. Lorenzen und die "Erlanger Schule" anbie- tet. 4) Ch. Helberger: Marxismus als Methode, Frankfurt/M. 1974, S. 9. 5) Ebenda, S. 10-11. 6) Ebenda, S. 14. 7) Ebenda, S. 15. 8) Vgl.: P. Ruben: "Wissenschaft als allgemeine Arbeit", in: SOPO 36, Jg. 8 (1976), S. 740. 9) G.W.F. Hegel: Wissenschaft der Logik, Zweiter Teil, (Ed. G. Lasson) Leipzig 1951, S .233. 10) Ebenda. 11) Zu den Termini "Forminhalt" und "Formgehalt" vgl. Anm. 16. Sie bezeichnen dasselbe wie der Terminus "Inhalt der Form", der von Hegel verwendet wird. 12) Das Zeichen . meint die Konjunktion, -> bezeichnet die Sub- junktion und » die (Relation der) Implikation der Logik. 13) Natürlich ist dieser Mangel gravierend. Er erscheint in der langen Debatte über die Bedeutung der sog. Kopula "ist" in Aus- drucksformen der Gestalt "S ist p". Nach der hier vertretenen Auffassung stellt "ist" das Prädikat dar und "p" die Prädikatser- gänzung (das Prädikativ); "ist" verhält sich also zu "p" wie die Gattung zu ihrer Art. Indem "ist" und mit ihm auch d a s S e i n aus angeblich "logischen" Gründen von dieser Stellung verdrängt wird, während das Prädikativ dann d a s Prädikat sein soll, passiert nichts weiter als die gewöhnliche bürgerliche Er- setzung der Gattung durch eine ihrer Arten. Daß dies passiert, ist normal, daß es aber auch i n d e r S p r a c h e vorge- stellt wird, ist verblüffend - und ein strenger Ausweis für die Notwendigkeit der Erkenntnistheorie im Interesse der menschlichen Emanzipation. 14) Leider gibt es bisher keine vernünftige, d.h. auf der Basis der materialistischen Dialektik betriebene Darstellung der Ge- schichte der formalen Logik. Für eine solche wäre es außerordent- lich interessant, die logische Vorstellung der klassischen bür- gerlichen Philosophie detailliert zu analysieren. Kompendien, die uns die Scholastik und die Gegenwart mit ihrer Reproduktion des scholastischen Gegensatzes zwischen dem Realismus und dem Nomina- lismus als den wahren Himmel logischen Denkens vorstellen, können darin wohl kaum mehr als nützliche Quellensammlungen sein. Philo- sophisch darf man ihnen keinen Satz glauben. 15) G.W.F. Hegel: Wissenschaft der Logik, Zweiter Teil, a.a.O., S. 5. 16) K. Marx/F. Engels: Studienausgabe in 4 Bänden, hg. v. I. Fet- scher, Bd. II, Politische Ökonomie, Frankfurt/M. 1966, S. 174, Anm. 20. 17) K. Marx: Das Kapital, Erster Band, Berlin (DDR) 1953, S. 54, Anm. 17. 18) W.I. Lenin: "Konspekt zur 'Wissenschaft der Logik'", in: LW Bd. 38, Berlin (DDR) 1968, S. 170. 19) W.I. Lenin: "Zur Frage der Dialektik", in: LW, Bd. 38, a.a.O., S. 340. 20) Unsinn verkauft W. Becker auf dem Meinungsmarkt unter dem Ti- tel "Kritik der Marxschen Wertlehre" (Hamburg 1972). 21) K. Marx: Das Kapital, Erster Band, a.a.O., S. 86, Anm. 68. 22) Ebenda, S. 87. zurück